Blood-C (Manga) – Review

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In meinem ersten Manga-Review werde ich heute einmal die Manga Umsetzung des Animes Blood-C unter die Lupe nehmen. Dieser ist mit vier abgeschlossen Bänden bei Kazé erhältlich, was sich auch ein klein wenig hingezogen hat. Da ich den Anime schon vor Ewigkeiten reviewt habe, werden wir uns nun der Schwarz-Weiß Ausgabe widmen.

Worum geht’s?blood-c-2777987

Die tollpatschig-fröhliche Priestertochter Saya lebt zusammen mit ihrem Vater in einem kleinen friedlichen Dorf, ohne wirkliche Vorkommnisse. Sie geht zur Schule, trifft sich mit Freunden im Dorf-Café – pures Slince Of Life. Doch abends wird diese zur Kämpferin gegen die alten Wesen  (im japanischen Furukimono) und liefert sich mit diesen meist blutige Schwertgefechte.

Kenner der Vorlage werden den Ablauf kennen, denn er ist nicht wirklich anders als in der TV-Serie. Dennoch geht der Manga sanfter mit der Geschichte um, er ist nicht ganz so grob mit den Handlungsverläufen und den Splatter-Szenen. Band 1 handelt vorrangig erst einmal das alltägliche Leben von Saya ab, bis der wahre Kampf im 2. Band so richtig losgeht. Störend ist dies allerdings nicht, da es perfekt in die Story einleitet. Man hat beim Lesen auch oft das Gefühl, dass in dieser heilen Welt irgendwas nicht stimmt. Als wäre sie wie eine Wunderwelt, die eigentlich nicht real sein kann. Mit den blutigen Szenen reißt natürlich die heile Welt ein, in diesem Dorf ist anscheinend doch nicht so unbeschwert und ruhig, wie es eigentlich sein sollte. Wird Saya ihre Mitschüler und das Dorf retten können? Und was ist mit ihrer Vergangenheit? Warum kann sie sich an so vieles nicht erinnern?

Ist der Manga besser als der Anime?

Mich hat der Manga nicht so packen können, wie es der Anime getan hat. Allerdings haben mir hier einige Aspekte mehr zugesagt, wie zum Beispiel die Charakterentwicklung und auch die Umsetzung selbst. Die Zeichnungen sind zum Teil schlichter, aber auch etwas niedlicher gehalten. Man merkt natürlich, dass Clamp beteiligt war. Dennoch hat Ranmaru Kotone eine vollkommen selbstständige Blood-C Version erschaffen, die sich nicht hinter der Vorlage verstecken muss. Anfangs zeichnete er diesen komplett am Computer, stellte sich aber später wieder darauf ein, alles per Hand zu zeichnen. Sein Stil ist zumindest so, dass man diese Tatsache nicht extrem mitbekommen hat. Ich persönlich mag nämlich keine Manga, die nur am Computer gezeichnet worden sind. Mit Band 3 beendet der Manga sozusagen den Handlungsbogen der Serie und fließt dann nahtlos in die Handlung des Movies über. Dies geschieht auch nicht vollkommen abrupt, überraschend ist der Plot Twist aber trotzdem. Das wahre Finale findet also in Band 4 statt, dies ist nun wieder fast 1:1 mit dem Film abgeglichen. Auch hier hat mich die Spannung wieder fesseln können, ganz so wie der Anime ist es aber dennoch nicht. Ich kann zumindest nicht sagen, ob ich enttäuscht oder überrascht bin. Natürlich haben mich einige Dinge überrascht, aber ganz umgehauen hat es mich auch nicht.

Wem kann man den Manga empfehlen?

11Ob man den Anime nun gesehen hat oder nicht, ist eigentlich egal. Wenn ich mich aber noch einmal entscheiden könnte, würde ich wohl mit dem Manga anfangen. Die Einführung in die Geschichte ist sehr gelungen, weshalb eigentlich jeder ganz gut rein kommen könnte. Gerade auch wegen den etwas dezenter gehaltenen Blutszenen, kann man sogar mit etwas schwächeren Nerven einsteigen. Ich kannte genug Leute, die vom Splatter des Animes total abgeschreckt waren. Hier also ein Punkt für den Manga. Wer allerdings mehr in die düstere Richtung will, sollte sich dem Anime zu Gemüte führen. Dieser ist durch den perfekten BGM sehr gut in Szene gesetzt, weshalb die Atmosphäre eigentlich immer sehr düster und mysteriös gehalten wurde. Wie man Blood-C aber nun mit dem Rest der Blood Reihe vergleichen kann, weiß ich nicht – ich habe Blood+ und die anderen Reihen nie gelesen. Für mich reicht dieser Teil der Blood Reihe aus, da ich eher weniger Interesse an den anderen Serien habe.

Zur Übersetzung kann ich an dieser Stelle auch wenig sagen, für mich klingt sie recht plausibel und flüssig. Die Panelaufteilung ist nicht überfüllt und angenehm zu lesen. Die Schriftart ist gewohnter Stand Art und kann ebenfalls problemlos gelesen werden. Auch die Verarbeitung des Bandes selbst ist in Ordnung, das allgemeine Design fällt in die besseren Design‘s von Kazé.

Bewertung

Ich hatte schöne Stunden mit diesem Manga, auch wenn ich vielleicht noch einen kleinen Funken mehr erwartet hätte. Alles in allem war ich aber wie gesagt zu Frieden, weshalb ich Blood-C mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann. Vorerst wird dies aber mein einziger Manga von Kazé bleiben, da der Rest des Programm’s eher nach Genre Standart Shit aussieht. Sorry, ich wollte die Blue Exorzist Fans damit nicht beleidigen (ich bin eine Lügnerin, ich weiß).

Gut umgesetzter Manga, sehr gut für Einsteiger. Absolutes Must-Have für Clamp-Fans!

Story: 5 von 5 Punkten

Zeichnungen: 4 von 5 Punkten

Charaktere: 3,5 von 5 Punkten

Übersetzung: 4 von 5 Punkten

Allgemeine deutsche Umsetzung: 4,5 von 5 Punkten

Umsetzung im Vergleich zur Vorlage: 3 von 5 Punkten

Gesamt: 24 von 30 Punkten (Schulnote: 80 % – 2)

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Weitere Info’s zur deutschen/japanischen Ausgabe

Zeichner: Ranmaru Kotone

Original Story: Production I.G/Clamp

Verlag: Kazé Manga/Kadokawa Shoten

Bände: 4

Status: abgeschlossen

J-Release: 2011 – 2012

D-Release: 2012 – 2013

Notiz: Es gibt noch irgendein Bonus Teil zu Blood-C, aber fragt mich nicht. Werde ich mir nicht holen, scheint nur eine Vorgeschichte zu sein.

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Ein Gedanke zu “Blood-C (Manga) – Review

  1. Gott sei dank machst du kein 10 Punkte System, die Endabrechnung gefällt mit dem System mehr ^^ Charaktertechnisch hat sich nichts groß geändert? Hab ich jetzt nicht groß rausgelesen ^^ Netter seitenhieb gegen den Verlag nebenbei 😄

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