K-ON! Highschool – Review

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Hach, wie lange wartet man bei Hotaru Kiryu auf einen Beitrag – 3 Jahre? Niemand will die Antwort auf diese Frage beantworten, aber heute gibt es doch endlich mal wieder ein Manga-Review! Heute behandeln wir den lang erwarteten One Shot K-ON! Highschool, der als Weiterführung der K-ON! Story gelten kann. Im letzten Satz behauptete ich, das K-ON! eine Story hat – wad?! Eigentlich erschien K-ON! College vor Highschool, aber Carlsen hat gemeint: „Na ja, sind One Shots, eigene Handlung und so. Egal.“

Worum geht’s?

Nach dem Yui, Mio, Ritsu und Mugi die Highschool verlassen haben, blieb Azusa als letztes Mitglied des Light Music Clubs zurück. Diese ist nun Chefin des Clubs, was diese natürlich sehr ernst nimmt. UI und Jun sind schon feste Mitglieder, aber ein paar Mitglieder braucht die neue Band natürlich noch. Theoretisch hätte Azusa direkt den „Wir müssen üben“-Nazi rauslassen können, aber was wäre K-ON! ohne Tea Time?! Richtig – es wäre eine Story, in der es um Musik geht! Solch einen Gedanken darf man nicht mal entwickeln, also wirklich …

Nun, wo ich jede Woche ein K-ON! Anthology Comic Kapitel rauswerfen darf, kann ich wirklich beurteilen, wie 4 komma ist! Shima kann das auch, aber ich nehme mir nun das Recht raus, dies zu beurteilen – Yonkomma ist die Hölle! Alle 4 Bilder ein Witz, hochjapanischer Humor und dann auch noch Westler sein und das ins Deutsche übersetzen. So krass ist das im Falle der Hauptstory nicht, was es dem Leser ungemein vereinfacht, K-ON! Highschool zu lesen. Sprich – man hat auch öfter den Fall, dass es nach 4 Panels mal keinen Witz gibt. Hierbei kann ich aber zum Beispiel mehr lachen, als im Falle von Azumanga Daioh – dieser traf ja nicht ganz meinen Humor. Andere Genrevertreter (wie z. B. Hetalia, wo du dir nach jedem Panel denkst: „WTF, das war ein Witz?nk-on_v006_ch000_p001!“) konnten mich auch nicht so packen, was unser Vertreter hier ganz gut schafft.

Doch was macht K-ON! eigentlich anders, als die anderen Slince Of Life Mangas (wir behaupten jetzt mal, das alle Yonkommas Slince Of Life sind)? Diese Frage könnte ich nun in einem riesigen Melancholie Artikel beantworten. Das möchte ich euch allerdings ersparen, da ich kein Unmensch bin. Auf Anfrage schreib ich den Artikel aber gerne (alsob.jpg)! Aber kommen wir nun endlich zur Antwort – es sind die Charaktere! Diese könnten aus dem realen Leben stammen, wenn man so will. Dies resultiere ich allein schon aus der Tatsache, dass sie sich in keiner Weise übertrieben benehmen.  Eigentlich kann sich jeder mit irgendeinem K-ON! Charakter identifizieren, auch wenn es nur ein bisschen ist. Zumindest bin ich dieser Meinung (oder eher – es ist ein fester Standpunkt), was andere dazu sagen juckt mich ja eh nicht. So bin ich zum großen Teil eine verträumt-glückliche Yui, eine ängstliche Mio, aber auch eine sehr ehrgeizige Azusa.  Ansonsten passt mir (wie schon gesagt) der Humor gut in den Kram. Man ist zwar nicht die ganze Zeit am lachen, aber ein Grinsen kann man sich nicht verkneifen.

Sind die neuen Charaktere auch wirklich passend?

Aber nun mal zu den neuen Charakteren Nao und Sumire. Diese beiden sind die neuen Mitglieder des Clubs und auch so eigentlich die einzigen neuen Charaktere, die eingeführt worden sind. Nao scheint erst für kein Instrument geeignet zu sein, weshalb sie dann die Songs und Melodien am Computer schreibt. Sumire ist dagegen eigentlich unfreiwillig im Club. Diese scheint eine Bedienstete von Mugi zu sein, welche eigentlich das Tee-Service retten sollte, dass diese nach dem Abschluss in der Schule vergessen hat … Doch leider gerät sie direkt in die Fänge der Mädels und wird auch ein weiteres Mitglied der neuen Band „New Leaf Girls“. Mehr sollte ich an dieser Stelle wohl besser nicht verraten … Unter anderem fiel mir auch noch Sawako positiv auf, da sie hier sehr gut integriert wurde. Ich hatte ja erst meine Bedenken, dass man sie vielleicht vergessen könnte. Ansonsten haben alle Charaktere wieder ihren eigenen Charme, weshalb man auch die neuen Charaktere sehr schnell ins Herz schließen kann.

Die Zeichnungen sind gewohnt gut, sie passen wieder absolut ins Bild und gefallen mir wieder so, wie sie es auch schon im Original-Manga getan haben. In unserer deutschen Ausgabe sind wieder Farbseiten enthalten, allerdings weniger, als es in K-ON! Der Fall war. Das Paperback-Format passt wieder sehr gut und liegt trotz des etwas größeren Formates gut in der Hand. An der Übersetzung gibt es dieses Mal weniger zu kritisieren. K-ON! selbst hatte manchmal fragwürdige Stellen, was mir hier aber nicht ganz so extrem auffiel. Der Font und der Typeset sind zufrieden stellend, wobei Zweitens hätte besser sein können. Als Scanlatorin sollte ich an der Stelle aber ganz ruhig sein …

k-on-2224957Gelungene Fortsetzung, oder doch eher was für Fans?

Nun stellt sich die Frage – ist K-ON! Highschool eine gute Fortsetzung, oder eher nur für Fans der Serie?

Mir persönlich hat dieser Band sehr zugesagt, da er eigentlich genau das beinhaltet, was mir schon an dem Vorgänger gefallen hat. Das Deutschland die Reihenfolge der Release nun durcheinander gebracht hat, ist nicht weiter schlimm. Beide Story’s laufen ja für sich, weshalb man sogar nur einen Kandidaten lesen kann, ohne den anderen zu kennen. Als Fortsetzung kann man das Ganze schon ansehen, also sollte man es nicht nur als „was wäre wenn“ ansehen. Der Fan selbst sollte sehr zufrieden sein, wenn man mal so sagen darf. Zumindest hatte ich wieder meinen Spaß und erinnere mich wahrscheinlich noch eine ganze Weile an diesen Manga zurück. Eine Anime Umsetzung als OVA wäre was Schönes … Aber KyoAni wird mir den Gefallen nicht tun, allein schon wegen dem K-ON! Movie. Allgemein wäre diese OVA auch wieder besser als der Manga, wobei der Anime ja immer etwas stärker war.

Bewertung

Kommen wir zum finalen Urteil!

Ich war sehr überzeugt, es gibt eigentlich nichts, was gegen diesen Manga spricht! Somit würde ich grünes Licht für alle unsicheren Seelen geben. Dieser Band lohnt sich sehr, was ich auch nie bezweifelt habe. Was nun allerdings K-ON! College zu bieten hat, ist etwas unsicher. Dazu habe ich bisher nur die Preview gelesen, bzw. hat mir ein böser Loli-Liebhaber gesagt, dass College nicht so toll sein soll. Zumindest weiß ich in diesem Fall nun selbst, was ich zu sagen hab. Freuen wir uns auf ein weiteres!

Für alle Fans ein Muss, für Einsteiger empfehlt sich noch die Vorgängerserie! Ansonsten sehr schöne Fortsetzung.

Story: 4 von 5 Punkten

Zeichnungen: 4 von 5 Punkten

Charaktere: 3,5 von 5 Punkten

Übersetzung: 4 von 5 Punkten

Allgemeine deutsche Umsetzung: 4,5 von 5 Punkten

Umsetzung im Vergleich zur Vorlage: 3 von 5 Punkten

Gesamt: 24 von 30 Punkten (Schulnote: 80 % – 2)

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Weitere Info’s zur deutschen/japanischen Ausgabe

Zeichner/Story: Kakifly

Verlag: Carlsen Manga

Bände: 1

Status: abgeschlossen

J-Release: 2012

D-Release: 2013

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Ein Gedanke zu “K-ON! Highschool – Review

  1. Die Review finde ich „ok“ wobei ich die englichen Texte aus den Sprechblasen entfernen würde, ohne wirkt es etwas angenehmer sich auf die Bilder zu konzentrieren. Die Release Jahre interessieren glaube ich niemanden, würde ich weglassen, ist doch nicht sooo wichtig denke ich ^^

    Ansonsten ein gutes Bewertungssystem, würde das aber mir Graphiken machen (Sternchen etc) sowas wirkt flüssiger anzusehen. Wäre aber auch mein einziges Manko, die Review ist allgemein sehr persönlich und nicht zu trocken, wie immer deine Stärke.

    Zu K-On selber kann ich nur sagen: ich hasse Ui XD Ich hasse langweilige vollkommen gutherzige Mädels die keinerlei eigenschaften haben. Ich hoffe sie kriegt in dem band haue 😉 Ansonsten wie immer eine stärke von manga das die Zeit nicht stehenbleibt

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