Kyoukai No Kanata – Review

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Kyoukai No Kanata war der Titel, auf den ich mich in der Herbstseasson am meisten gefreut habe. Nicht nur als KyoAni Fangirl – auch das Genre Fantasy und Mystery spricht mich in diesem Fall sehr an. Doch was verspricht dieser Anime nun wirklich?

Zu allererst basiert Kyoukai No Kanata auf der Hauseigenen Light Novel, die auch von Kyoto Animation selbst vertrieben wird. Daher kann ich dies nicht mit der Vorlage abgleichen, was ich aber auch so nicht gemacht hätte. Zur der Serie selbst existiert noch eine Kurzpreview, die etwa eine Minute lang ist. Optisch unterscheidet sie sich allerdings kaum von der Original-Serie.

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Mirai (in der Mitte), Akihito (rechts), Mitsuki (links), Hiroomi (recht oben)

Story 

In einer Welt, in der übernatürliche Wesen unter den Menschen leben, führt der junge High School Schüler Akihito Kanbara ein für seine Verhältnisse recht normales Leben. Denn auch wenn er auf den ersten Blick wie ein Mensch wirkt, gehört auch er in die Welt des Übernatürlichen. Akihito ist ein halber Youmu, ein Wesen, welches ihn die Fähigkeit verleiht, Wunden so schnell zu regenerieren, dass er unsterblich ist. Eines Tages sieht er, dass sich ein junges Mädchen vom Dach der Schule stürzen will. Doch er hält sie erfolgreich davon ab und landet so in einer gefährlichen Situation. Denn Mirai Kuriyama gehört zu den Blutbändigern, einer sehr seltenen Klasse der Geisterwelt, die von anderen übernatürlichen Wesen verhasst und verfolgt wird. So gerät Akihito durch die Rettung von Mirai in diesen Kampf und versucht sie von da an zu beschützen.

Man merkt einen deutlichen Unterschied zu anderen KyoAni Werken. Dass war wirklich das Erste, was mir bewusst auffiel. Auch die Einleitung der ersten Folge funktioniert anders, als es bei den anderen Werken des Studios der Fall ist. Man wird sich nicht ganz schlüssig, was meiner Meinung nach aber sehr gut ist. Genau dies passt in das Setting, das KnK vorgibt. Zwar haben mich manch Cliffhänger angepisst, dennoch hatte ich mit den ersten 6 Folgen sehr viel Spaß. Zwar gab es im ersten Teil ein paar ernste Stellen, dennoch gab es hin und wieder die ein oder andere lustige Stellen. Im 2. Teil wurde der eigentliche Kern angerissen, was nicht sehr überrascht geschah. Dennoch gab es die ein oder andere schwache Stelle, das wesentliche wurde aber noch aufgedeckt. Ein paar Facepalmes habe ich am Ende doch gerissen. Wie man sich das vorstellen kann? Irgendwie wusste der Anime nicht recht, ob es nun ein Happy End geben soll, oder nicht.

Irgendwie gab es hier viel Potenzial. Einiges ist aber auf der Strecke geblieben, was ich sehr schade fand. Allgemein landet es aber noch im guten Bereich.

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Charaktere

Eigentlich hat KyoAni seine Stärke gerade in den Charakteren. Doch leider muss ich hier sagen, dass es nicht ganz der Fall ist. Ich kann Mirai nicht immer ernst nehmen, wenn ich ehrlich bin. Zwar siehst du sie kämpfen, ja … aber in der nächsten Szene stolpert sie „dummerweise“ irgendwo drüber. Manchmal hatte ich sogar Hoffnungen, dass sie sich etwas weiterentwickelt. Aber irgendwie blieb sie an ihrem Punkt stehen … manchmal hatte sie gute Momente, aber im Grunde veränderte sie sich nicht. Schade …

Akihito war neben Mirai auch eine kleine Hoffnung. Er hätte sich ebenfalls gut entwickeln können, aber leider … passte es nicht ganz. Ich fand seine Liebe zu Brillen zwar sehr witzig, dennoch kam man irgendwie nie so richtig an ihn ran. Als Mainchara hätte ich eigentlich viel mehr erwartet, aber irgendwie kam später nichts, was mich irgendwie an ihm überrascht hätte. Auch irgendwie sehr schade …

Der restliche Cast war dagegen auch wie erwartet, aber nicht ganz so enttäuschend. Die Nase-Geschwister haben einen hin und wieder grinsen lassen. Allein wie Hiroomi immer als Sistercon bezeichnet, hat mich öfter lachen lassen. Seine Schwester Mitsuki fand ich aber auch recht kawai … Der Rest der Charaktere war interessant, aber zum Teil sehr blass. Hatte ich mir auch mehr erhofft.

Hier bin ich leider etwas enttäuscht. Gerade die Stärke von KyoAni und dann sowas …

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Zeichenstil & Animationen

Dieser Anime ist so scheiße animiert und gezeichnet, es übertoppt sogar Aku No Hana.

Habt ihr mir diesen Satz jetzt geglaubt? Ich hoffe nicht, denn es war eine der größten Lügen, die ich je geschoben hab. Hier hat Kyoto Animation wieder fabelhafte Arbeit geleistet. Die Details, diese Liebe … es ist einfach alles perfekt. Kein unnötiges CGI, keine hässlichen Farbverläufe – alles wunderbar. Natürlich erinnert das Chara-Design ein wenig an K-ON! und die anderen Moe-Vertretter. Auf den ersten Blick könnte man auch denken: „Kyoukai No Kanata – sieht aus wie K-ON! mit Waffen.“ Diese Aussage würde ich sogar gar nicht so eng sehen, wenn ich ehrlich bin. Dennoch bin ich wieder sehr begeistert, wie das düstere Setting so perfekt in Szene gesetzt wurde. Wie gerne würde ich mal einen Blick in die Kyoto Animation Studios werfen … nicht irgendwie als Videomaterial, sondern live! Das wäre doch mal ein Traum von mir.

Hier könnte ich nun meine Meinung zur berüchtigten Idolszene äußern. Ich war ehrlich gesagt nicht begeistert davon. Wirklich nicht. Allein wegen dem Genre der Serie, aber allgemein bin ich ja auch nicht so der Idol-Fan. Zumindest war diese spitze animiert, was ich mir bei einer gewissen Idol-Serie auch wünschen würde *hust – Love Live!*. Trotzdem kann ich an diesem Punkt wirklich NICHTS aussetzen. Und das kann glaube ich niemand, nicht mal ein Animations-Quali Nazi!

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Hotaru’s legendäre Hater-Szene. Klick es … nicht an 😛

Musik & Synchronisation

Wieder so ein BGM, der einfach perfekt eingesetzt ist. Allein das Opening ist schon wunderschön klassisch, aber das Ending schlägt fast gar nichts. Beide hätten nicht besser gewählt sein können, die Sequenzen sind einfach perfekt gesetzt worden. Auch textlich waren sie pures Gold und … ach Scheiße, ich fangirle schon wieder. Das kommt davon, wenn einem nichts böses einfällt. Bei den Seiyuu’s sieht es da nicht anders aus – mit Sprechern wie KENN (unter anderem Judai Yuki in YGO! GX) und Minori Chihara (unter anderem Yuuki Nagato in Suzumiya No Yuuutsu) kann man gar nichts falsch machen.

Auch hier hat man wieder gute Arbeit geleistet. Es gibt auch hier wieder nichts, was ich böse sprechen könnte.

Kyoukai No Kanata war für eine sehr durchschnittliche Serie. Sie hat mich zwar gut unterhalten, liegt aber eher im schwächeren Bereich aller KyoAni Serien, die ich bisher gesehen habe. Dabei ist leider viel Potenzial flöten gegangen, was mich schon etwas geschmerzt hat. Dennoch konnten die anderen Aspekte etwas auffüllen, was aber eigentlich nicht die sind, die es sein sollten. Ein Mystery/Fantasy-Fan sollte aber mal reinschauen, es seie denn, er mag Moe-Aspekte überhaupt nicht. Wären die guten Animationen, die Musik und die recht guten Witze nicht … würde ich diesen Anime wohl recht schlecht bewerten. Meine Bewertung ist in diesem Fall wahrscheinlich recht hoch, aber dennoch angemessen, weil man die Punkte vielleicht doch nicht außer Acht lassen sollte!

Bewertung: 7,0 Punkte

Weitere Screenshots (sehr random, tut mir leid):

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2 Gedanken zu “Kyoukai No Kanata – Review

  1. Das „einiges auf der Strecke blieb“ klingt zwar ok, aber irgendwie hätte ich mir da schon ein Beispiel gewünscht, wobei sowas immer schwer ist ohne unfreiwillig zu Spoilern. Klingt ansonsten nur bedingt interessant, eine nüchterne Kritik die du hier abgibst, auch wenn ich die 10 Punkte Wertung nicht leiden kann: Keiner der dieses System nutzt kann erklären was eine 2 von 10 Punkte bedeuten soll. Was haben soviele gegen eine 5 Punkte Wertung?

    Nächstesmal mal bitte für meinen Geschmack noch ein wenig mehr über die Charaktere im Detail ^^

  2. ENDLICH AUCH GESEHEN ^^v
    Die Charaktere waren für mich zum großteil sehr langweilig, und du sprichst es ja selber an, so richtig ausgearbeitet waren sie leider nicht so wirklich. Ich hatte kein Problem mit Mirai, nur das alle erwähnen „Oh sie ist ein außenseiter“ oder „oh sie ist eine verstoßene“ finde ich unsinnig, nirgends sieht man solche Szenen, die figuren reden nur darüber. Die Restcast war auch sehr unterkühlt und stoisch, einzig Akihitos Mutter hatte mit ihrer Art mal etwas abwechslung reingebracht.

    Tolle erste Szene nebenbei (herrlich animetypisches WTF) aber ingesamt würde ich wohl mit deiner Wertung übereinstimmen: Tat nicht weh, war aber auch nichts was man sehen müsste.

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