Little Busters: Refrain – Review

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Meine Altlasten der letzten Season liegen mir immer noch im Nacken. Doch nun ist die letzte Serie endlich abgeschlossen – die Herbstseasson hab ich damit (für mich) durchgestanden. Denn heute gibt es endlich das Review, worauf alle gewartet haben – die Moe-School-Apokalypse No. 2! Fast Drama with Key! Das Finale vom Kaffeetrinken: Little Busters! Refrain!!! *gebt mir ein Level Up für diese Beschreibung.* Vorkenntnisse aus der Vorgängerstaffel sind vorausgesetzt.

Neben Kyoukai no Kanata war Little Busters! Refrain genau dass, worauf ich mich gefreut hatte. Nach dem die erste Staffel schon recht durchwachsen war, dachte ich mir: „Nächsten Herbst wird alles besser!“ Die zweite Staffel wurde direkt am Ende der ersten angekündigt, was wohl auch kein Wunder war. Immerhin gab es noch genug Stoff aus der Visual Novel …

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Story

Nach dem Rikki die Problemchen von vielen Mitschülerin (kleine flache Moe-Mädchen *hue hue*) gelöst hat, möchte er nun das Geheimnis der Welt herausfinden. Was in der 1. Staffel eben nix wird, erledigen wir dann halt in der 2. Staffel. Nichts lieber als das, Rikki macht sich also auf und dran, endlich herauszufinden, was die öden Zettelchen zu bedeuten haben. Rin hilft ihm natürlich, die anderen Mädels sind mal wieder nur Statisten. Als erstes folgt nun die Kurugaya-Arc, die sehr gut eingeleitet wurde. Übergangslos folgt dann die Rin-Arc und geht dann ins wesentliche über. In den ersten Folgen saß ich oft nur da und dachte mir folgendes: „WARUM FANGT IHR ERST JETZT AN?“ Gerade der Mystery-Anteil der Story ist sehr interessant, und darf nun in 13 Folgen gequetscht werden? Ich mein … warum hat man das nicht im Vorgänger schon angerissen? 26 Folgen nur GOTT-Verdammtes Slince Of Life Gedönst, das teilweise echt langatmig wurde und dann durch irgendeine Arc gerettet werden musste. Erst jetzt fängt man an, das sentimentale Drama auszuarbeiten … Mensch, Mensch, Mensch … Aber gut, besser zu spät als nie. Trotzdem wieder ein Fall von verballertem Potenzial. Der Romance-Teil kommt nun endlich auch zum Vorschein, wird aber recht sanft behandelt und gut ausgearbeitet. Nach der 3. Folge hatte man vielleicht schon die Vorahnung, dass hier noch ganz große Gefühle kommen können.

J.C. Staff hat die Story ganz gut ausarbeiten können, keine Frage. Aber Kyoto Animation hätte es wohl um einiges besser gemacht. Auf den allgemeinen Grund komme ich später noch zu sprechen …

Charaktere

Eigentlich hab ich an dieser Stelle mal gesagt: „Gott hat LB! viele Charaktere!“ Eigentlich ist dies auch nach wie vor so. Nur wurde in dieser Staffel vielleicht die Hälfte wirklich gebraucht. Prinzipiell würd ich jetzt auch mehr über die Entwicklung der Charaktere reden. Rikki ist mittlerweile nicht mehr der Waschlappen, den ich in der ersten Staffel ständig beleidigt habe. Zwar hat er immer noch keins der Mädchen ge*****, aber hey, Rin scheint er ja wirklich zu lieben! Rin dagegen ist immer noch so süß und schüchtern wie immer. Sie tat mir in ihrer Arc schon etwas leid – erst kommt sie mit Waschlappen-san zusammen und muss dann auf eine andere Schule. Boar ey, hätt ich ausrasten können! Ihr Bruder Kyosuke entwickelt sich leicht eigenartig. Der Leader der Little Busters! wirkt auf einmal eigenartig … doch nach und nach ergab alles Sinn. Er kam hier auch besser zur Geltung, da er eigentlich immer nur einen Satz hatte: „Mission Start!“ Sonst sind noch Masato und Kengo im Hauptcast  vorhanden, was allerdings nicht der Rede wert ist. Die beiden gehören als Freunde von Rikki dazu – auch wenn Masato mit seiner Art einfach nur total nervig ist. Da war mir der ruhige Kengo viel lieber … Die Entwicklung der Charaktere war wirklich sehr gut, was ich nicht so erwartet habe.

Überraschung, Überraschung …

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Zeichenstil & Animation

Wenn der Charakter-Designer Na-Ga war, kann man wohl sicher sein, dass ich sicher viel vom Zeichenstil dieser Serie halte. Viele behaupten zwar, dass es nichts Besonderes sei, aber gerade diesen Zeichenstil finde ich immer wieder schön. Zur Animation bleibt auch nicht viel zu sagen. Die erste Staffel war in Ordnung, aber etwas sparsam gehandhabt. Man sieht sehr, dass J.C. Staff andere Serien hatte, wo sie halt mehr Knete reingesteckt haben. Viele Details sind nicht 100 % ausgearbeitet, teils waren es nur Mundanimationen. Dagegen war die 2. Staffel dann etwas flüssiger animiert. Vollkommen perfekt war es leider trotzdem nicht. Und hier sind wir an der Stelle – Ein gewisses Studio hätte es wohl besser gemacht. Kyoto Animation, die so viel Liebe ins Detail stecken, haben solch eine Serie abgelehnt. Jedes Key-Werk machen sie – aber nicht Little Busters! Aber der Grund ist mir nicht wirklich bekannt. Ein wenig traurig finde ich es schon – zu ändern ist es leider nicht. Die Umsetzung hier wäre auf jeden Fall besser gewesen. Dieser Meinung bin ich eben. Aber dennoch kann man sich das Ganze anschauen.

Musik & Synchronisation

Wir verwenden das Opening immer und immer … Nein, halt, stopp! Für Refrain wurde endlich ein neues Opening komponiert, welches trotzdem schwächer war als der Vorgänger. Dieser Song – Little Busters! – ist einfach wunderbar. Er passte im Spiel, im Anime und im aktuellen Special. Da kann das Opening dieser Staffel leider nicht mithalten. Das Ending ist dagegen ein netter Popsong, der aber auch nicht mithalten kann. Schade eigentlich … Aber dennoch zufriedenstellend. Die Insert-Songs trugen sehr zur Emotionen Ebene bei, welche mich auch zum Teil sehr berührt haben. Ein Hoch auf Jun Maeda, für diese wunderschöne Musikumsetzung! Die Synchronisation war wieder ähnlich wie in der ersten Staffel. Hier wurden auch alle Sprecher der Spiele verwendet, was mich auch nicht groß wunderte. Die einzige, die ich bis heute hasse, ist Komari! Ihre Stimme ist so nervig, dass ich sie schlagen möchte. Sonst kann ich nicht wirklich meckern …

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Little Busters! war eine Serie, die mich sehr gut unterhalten hat. Die erste Staffel war durchwachsen, aber dennoch gut anzusehen. Die Arc’s waren recht gut, weshalb ich wohl durchgehalten habe. Aber diese 2. Staffel war genau das, was ich noch haben wollte! Es gab zwar auch einige kleine Schwächen, aber dennoch – das Ende war perfekt! Ich saß zwar da und dachte mir: „Heilige Scheiße!“ Aber genau diese Situation … genau DAS kann wirklich jedem passieren. Die Beziehung zwischen Rin und Rikki wurde sehr schön vertieft, was mir nie so aufgefallen war. Alles passte in sich zusammen und machte einen Sinn! Deshalb bleibt mir nur eins zu sagen: Haltet die erste Staffel durch. Ihr werdet in der zweiten belohnt werden!

Bewertung: 7,0 Punkte

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6 Gedanken zu “Little Busters: Refrain – Review

  1. Das Geheimnis der Welt wurde in Staffel 1 ja ab und zu angerissen, aber ich bin immer noch der Meinung das manche dieser Anspielungen keinerlei Sinn ergeben da sie es so wirken lassen als wär Refrain schon passiert.

    Und sie hätten Refrain wirklich mehr Folgen gönnen können, da hätte ich auch auf die Ex-OVAs verzichtet 😀 Dann hätten sie den Rest von Rin 2 vielleicht nicht so rushen müssen und das Ende noch etwas emotionaler machen können.

  2. Schönes Review! 😀

    Der Grund, warum KyoAni Little Busters als Projekt abgelehnt hat, ist einfach der, dass sie nur ein Projekt pro Season machen und zu dem Zeitpunkt, wo sie das Angebot bekommen haben, bereits verplant waren.

    In dem Punkt, dass KyoAni LB hätte besser machen können, muss ich dir etwas widersprechen. Den Slice of Life Part, sprich Staffel 1, hätten sie ohne Probleme besser gemacht als J.C. Staff keine Frage, den wichtigen Refrain-Arc jedoch hätten sie, so wie ich den Stil des Studios kenne, ruiniert. Sie sind einfach nicht gut darin, diese Art von Geschichte gut zu inszenieren, was man auch in Clannad sehen konnte, wo der Mystery-Anteil der Story viel zu kurz geraten ist, was bei LB fatal gewesen wäre. J.C. Staff hat es in Refrain sogar geschafft, einige Momente emotionaler zu machen, als sie in der VN waren.
    Wo ich dir zustimmen kann ist, dass Refrain ein paar Folgen mehr gut hätte vertragen können. Es wirkte zwar nicht gerusht, aber einige wichtige Punkte der VN konnten so nicht immer optimal umgesetzt werden.

    Warum der Mystery-Anteil erst in Refrain zu tragen kommt? So ist fast jede Key Story aufgebaut. Nichts neues. Ich persönlich finde das eigentlich ganz gut, aber das ist ja Geschmackssache. Wobei man besonders bei LB sagen muss, dass es bereits ab der ersten Folge von Staffel 1 tonnenweise Foreshadowing und Hinweise gab, woran man sehen kann, wie gut die Story eigentlich ist und wie sehr J.C. Staff hier aufs Detail geachtet hat (http://imgur.com/a/fSJLK).
    KyoAni hat das bei Clannad z.B. total ignoriert.

    • Gut, über die Sache kann man wahrscheinlich Stunden diskutieren. Allerdings auch gut, das Kyoto Animation nur ein Projekt macht. Dann können sie sich auf eins konzentrieren und sich Mühe geben. Clannad hab ich allerdings noch nicht komplett gesehen. Bin momentan bei Folge 3, oder so. Auf jeden Fall aber interessant, das J.C. Staff doch einiges in Little Busters! gelegt hat. Muss wohl doch ein klein wenig umdenken ^^.

      • J.C. Staff hätte in Staffel 1 einfach ein bisschen mehr Budget reinstecken müssen, dann wäre der Übergang von den Charakter-Arcs und Refrain besser gewesen. Aber man muss auch bedenken, dass dies J.C.s erste Key-Adaption war, KyoAni hat das beim ersten mal nicht besser gemacht. 😀
        Am liebsten hätte ich ja ein KyoAni + J.C. Staff Coop für den nächsten Key Anime.^^

      • Vollkommen egal wer Rewrite animiert, er sollte jedenfalls die letzte Route fixen. Die ist jedenfalls meiner Meinung nach der langweiligste Abschluss einer Key-Story die ich je gelesen hab und enthält auch keinerlei emotionale Momente 😀

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