Ruinenmärchen – Review

09Die LBM ist vorbei und ich schreibe wieder – Ich hab’s für 3 Sekunden vergessen. Deshalb gibt es heute wieder ein Review, was wohl keiner erwartet hat … so deep, ey.

Ruinenmärchen ist ein One Shot des Zeichners Tsukiji Naos, der unter anderem Serien wie Adekan und Golden Tales gezeichnet hat. Diese glänzen in ihrem wunderbaren Zeichenstil, der extrem detailiert ist. In dem Band gibt es 4 Kurzgeschichten, die das Thema Ruinen behandeln. Erschienen ist der Spaß bei Egmont.

Worum geht’s?

Das Mädchen in der Ruine

Kazeko hat erst kürzlich die Schule gewechselt, doch auch hier verbreitet sich schnell das Gemunkel über ihre Vergangenheit. Vor drei Jahren hielt ein Mann sie mehrere tage in einer Fabrikruine fest. Der Täter wurde niemals geschnappt. Ihre Erinnerungen an die Zeit hat das Mädchen großteils verdrängt. So ist es verständlich, dass Kazeko nicht gerne über den Schrecken spricht und gereizt auf das Thema reagiert. Einzig bei ihrer oft kränklichen Freundin Momoka bleibt ihr das erspart, zumindest bis sich der Horror wiederholt.

Eigentlich wollte Kazeko nur bei ihrer Schulkollegin übernachten, um deren Entlassung aus dem Hospital zu feiern, doch es kommt anders. Nachdem sie ihren Eltern Bescheid gegeben hat, erhält das Mädchen einen Schlag auf den Hinterkopf. Als sie ihr Bewusstsein wieder erlangt, befindet sich Kazeko an den Ort des Schreckens. Diesmal hat Momoka sie in der Ruine eingesperrt. Um befreit zu werden, gilt es das Geheimnis der Vergangenheit zu entschlüsseln. Doch die Zeit drängt, in drei Tagen wird die Fabrik gesprengt. Es beginnt ein Spiel auf Leben und Tod.

Der Mann, der die Musik sehen konnte

Herr Sumida ist ein alter Musiklehrer, die Freude an seinem Beruf hat er schon längst verloren. Sein Leben verändert sich dramatisch als Sumida einem seltsamen jungen Mann begegnet. Seit dieser den Bildungsbeauftragten zur Aufmunterung einen Gefallen anbot, kann Sumida Töne sehen. Auch wen die Gabe zunächst harmlos klingt, so können diese Illusionen schnell gefährlich werden. Der Schlüssel, um sich von dem Fluch der mörderischen Melodien zu befreien, scheint in einer Ruine verborgen zu sein.

Haikyo.Shoujo.full.1276270

Das Mädchen in der Kommode

Toru stand bis zum Tod seines Zwillingsbruders immer in dessen Schatten. Dieser feierte Erfolge als Arzt, während Ersterer nicht mal das Medizinstudium schaffte. Vor einer Woche erlag er jedoch seiner schweren Krankheit, seltsamerweise wurde der Leichnam des Doktors in der Schrankschublade aufgefunden. Bei Geschwistern, die sich optisch so ähneln, kommt es schon zu Verwechselungen. Die schöne Kozue hält Toru für ihren Arzt.

Da das Mädchen dermaßen glücklich über das Wiedersehen ist, konnte Toru ihr nicht so einfach das Herz brechen, indem er ihr die Wahrheit sagt. So spielt Toru die Rolle seines Bruders. Die Patientin hat eine seltsame Krankheit, sie leidet unter furchterregenden Halluzinationen. Nur in einer Kommode erlangt die junge Frau Ruhe. Kozue wohnt in einer Ruine aus den Überresten des Einkaufsviertels. Sie schläft nicht nur in den Möbelstücken, sondern verbringt auch die meiste Zeit in diesen. Toru erkennt die Parallelen zwischen ihrer Lebensweise und dem Tod seines Bruders, geht der Spur nach bis die schreckliche Wahrheit ans Licht kommt.

Der Hügel auf dem Hut

In der königlichen Hauptstadt Aurili lebt Toma, ein Meister der Kopfbedeckungsherstellung. Seine Schöpfungen werden vom Adel und anderen Menschen der Oberschicht getragen. Ihm sind hohes Ansehen sowie Reichtum äußerst wichtig, als ihn der Herrscher Toma zu sich ruft, könnte es der Höhepunkt seiner Karriere werden. Zusammen mit dem Lehrmädchen Dolcile macht er sich auf dem Weg zum Schloss. Durch ein Missgeschick müssen sie bei einem verfallenden Gebäude übernachten. Doch die beiden wissen nicht, dass sie eine »unendliche Ruine« betreten haben. Um wieder raus zukommen, gilt es, einen Deal mit den dort lebenden Geistern zu schließen. Toma bekommt eine Aufgabe,die nicht nur schwierig erscheint, sondern auch mehr Leidenschaft erfordert als seine Hüte für die Reichen.

Alle Story’s haben mir sehr zugesagt. Vor allem die Erste war sehr düster. Ich hatte zum Teil Gänsehaut und dachte mir: „Wie hat er das in ein Kapitel bekommen?“ Ich fand es unglaublich, wie man das alles nur so hinbekommen kann. Ich hatte am Ende eigentlich keine Fragen, oder Verwirrtheit, die mir etwas versaut hätten. Irgendwie hatte ich genau so etwas erwartet. Doch das Beste an diesem Manga ist eigentlich der Zeichenstil. So einen genauen und realistischen Zeichenstil habe ich eigentlich noch nie gesehen. Die Hintergründe sind einfach nur wunderbar und füllen alles, ohne überfüllt zu wirken. Allerdings hat mir die letzte Story nicht so zugesagt, wie die anderen. Sie war auf lustig getrimmt, was es irgendwie verdorben hat. Irgendwie schade …

Haikyo.Shoujo.full.1276292

Eigentlich passt mir alles an diesem Band. Es gibt nur eine Sache, die mich ein wenig stört. Die Charaktere wirken ein wenig platt, bis auf die ersten zwei Story’s. Zwar könnte man sie nicht austauschen, aber in Erinnerung sind sie mir dennoch nicht geblieben. Die deutsche Umsetzung ist sehr gut, ich habe nichts zu bemängeln. Die Übersetzung sitzt, es ließt sich sehr gut. Ich werde mir wohl irgendwann auch andere Serien dieses Zeichners holen, aber damit lasse ich mir vorerst noch ein wenig Zeit. Es eilt ja nicht.

Prinzipiell würde ich diesen Manga jeden empfehlen. Er ist reine Kunst und für jeden schlüssig. Auch für Leute, die gern mal etwas anderes ausprobieren wollen.

Bewertung:

Story: 5 von 5 Punkten

Zeichnungen: 5 von 5 Punkten

Charaktere: 3 von 5 Punkten

Übersetzung: 4 von 5 Punkten

Deutsche Umsetzung: 4 von 5 Punkten

Gesamt: 21 von 25 Punkten

(90 % – Schulnote: 1-)

Verzeiht, das dieses Review etwas gerusht ist. Nächstes Mal gebe ich mir noch mehr Mühe!

Advertisements

2 Gedanken zu “Ruinenmärchen – Review

  1. War doch ganz unterhaltsam zu lesen, vielleicht waren die handlungen etwas zu ausführlich aber ich privat hatte beim lesen keine Mühe oder Länge. Angaben zum Verlag und Bandlänge fehlen mir aber ^^

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s