Air – Review

air-anime--43582-2317x1500Heute gibt es wieder ganz viel KEY – in Form von Air! Ein sentimentales Drama, das auf den ersten Blick sehr gut aussah. Ich und der gute Shima-Chan setzten uns also ran, und schauten uns dieses leicht gehypte Werk an. Was daraus wurde? Das werdet ihr nun erfahren … (der Film und das Special fließen in das Review ein)

Story

Der Anime handelt von Yukito Kunisaki, einen Reisenden, der schon seit Jahren nach dem „Mädchen im Himmel“ sucht. Die Legende über das geflügelte Menschenwesen wird in seiner Familie seit Generationen weitererzählt, damit eines Tages ein Nachkomme das tragische Schicksal jenes sagenhaften Mädchens zum Positiven verändert. Auf seiner Reise kommt Yukito in eine kleine Stadt am Strand, wo er das geheimnisvolle Mädchen Misuzu trifft, das unbedingt mit ihm Freundschaft schließen möchte. Somit beginnt die Geschichte ihren Lauf zu nehmen, deren Wurzeln mehrere tausend Jahre in der Vergangenheit liegen …

Die Story des Movie’s behandelt noch einmal die Geschichte des Animes. Die OVA erzählt vereinzelt noch einmal eine Geschichte, die in der Serie angerissen wird. Dennoch muss ich hier etwas kritisieren, dass man sich wohl eigentlich nicht denken kann – ich war die ganze Zeit verwirrt! Ich hatte keine Ahnung, worum es in dieser Serie ging. Zwar waren die Bilder schön, aber so wirklich verstanden habe ich erst zum Ende. Das ganze ist so verworren gemacht, dass man Kopfschmerzen bekommt. Es kommt einem vor, als wenn alles fehlen würde. Sprich: man hat die Visual Novel (die Vorlage) genommen und hat halt alles rein geworfen, was ging. Es sollte ja anscheinend keinen Sinn machen. Ich mochte das, was ich verstanden habe. Aber sonst war es sehr, sehr verwirrend … Der Film war dagegen etwas verständliches, was sehr verwunderlich war. Zwar waren auch dort Plotholes vorhanden, dennoch war es um einiges besser anzuschauen. Allerdings wurden die meisten Charaktere aus der Serie weg gelassen. Generell kam es mir aber so vor, als wenn die ganzen Sex-Szenen aus dem Visual Novel fehlen würden (dabei kenne ich diese nicht einmal). Irgendwo konnte man aber erahnen, wo diese vielleicht waren. Ich hatte das irgendwie im Gefühl. Dennoch waren einige traurige Folgen dabei, dass Ende war sogar sehr emotional (auch hier hat der Film etwas abgeändert). Das Key-Feeling war zumindest da.

110366Charaktere

Diese sind im Maincast eigentlich sehr gut. Doch es gibt ein Problem – sie sind irgendwie nicht ganz ausgearbeitet. Das Problem besteht einfach darin, dass sowieso schon Löcher in der Story sind. Und dort wo Löcher in der Story sind, sind sie natürlich auch bei den Charakteren. Im Laufe der Hauptserie treffen wir auch auf einige Nebencharaktere, denen Herr Mainchar hilft. Dies ist nun nichts außergewöhnliches bei einem KEY-Werk. Doch anscheinend war der Anime darauf aus, Emotionen auszulösen. So werden Charaktere, die man zum Teil erst 1. Folge kennt, einfach mal in ein Drama geworfen. Problem: Wie soll man mit einem Charakter mitfühlen, den man erst eine Folge kennt? Das ist wie, als wenn ich um jemanden weine, den ich erst 5 Minuten kenne. Das kann dieser Anime nicht von mir verlangen. Es wirkte zu gerusht und manchmal auch etwas fad. Als wenn man Käse essen möchte, der zu viel Löcher hat.

Zeichenstil & Animation

Ich persönlich fand den Zeichenstil sehr hübsch. Shima-Chan meinte ständig: „Immer dieses Fish-Eyeing!“ Für alle die es nicht wissen: Riesiger Abstand zwischen zwei Augen, riesige Stirn und viel Luft im Gehirn (ein kleiner Scherz). Ein typischer KEY-Zeichenstil, meiner Meinung nach. Mich hat das nicht wirklich gestört. Die Animationen waren sehr flüßig und für den damaligen Standart sehr gut. Das Meer war nicht CGI – es war real! Sah eigentlich sehr nett aus. Der Film schmiss wieder einiges um, da dieser von Toei Animation animiert wurde. Sprich: Es sah ziemlich anders aus. Kyoto Animation bewies dort etwas mehr spitze, aber der Toei Verschnitt sah auch sehr sauber aus. Nichts auszusetzen.

258585Musik & Synchronisation

Die Musik ist wunderbar. Zwar etwas schwächer als in den anderen Key-Werken (Angel Beats!, Clannad …), aber dennoch sehr gut. Das Opening ist einfach immer wieder hörbar und macht einen nachdenklich. Das Ending schwächelt dagegen etwas, wobei es auch hörbar ist. Der restliche BGM passt fast immer und geht meistens auch ins Ohr. Die Synchronisation ist auch nicht wirklich schlecht. Wobei es nicht wirklich herausragendes gab, man hört das ganze aber ganz angenehm. Hier kannte ich auch keine Seiyuu’s, die mir sofort ins Ohr stiegen. Dennoch nicht schlecht gemacht.

Air ist ein hin und her. Es ist schwer zu sagen, wie ich das Ganze in Erinnerung halte. Eigentlich erfüllt es sein Genre, Sentimentales Drama, eigentlich ganz gut. Doch die Plotholes waren schon riesig und erschwerten das weiterschauen. Ich habe die Ansätze gesehen, die man machen wollte. Aber irgendwie gelang es nicht ganz, diese zu fassen. 12 Folgen schienen wohl nicht ganz zu reichen (die letzte Episode war ein reines Recap und machte das Verständnis auch nicht viel besser). Leider kann ich fast sagen, das dies das schlechteste Key-Werk war, dass ich bisher sah. Deshalb kann man aber nicht sagen, dass es nicht empfehlenswert ist. Air hatte auch schöne Momente, die mir aber nicht alle hängen geblieben sind (weil eben irgendwas fehlte). Es fehlt einfach etwas, dass ich nicht genau sagen kann. Schade …

Bewertung: 5,0 Punkte

Fun-Fact: Ich kannte einige Fotos von Air, da mir mal jemand ein paar daraus ausdruckte. Das war 2005 xD.

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4 Gedanken zu “Air – Review

  1. AIR war ja auch wie viele mittlerweile wissen nicht das beste Werk von KEY. Vielleicht ist aber die Visual Novel besser gehalten und durch die einzelnen Erotischen Szenen etwas aufregener. Wobei diese genannten Szenen in Medienform in Japan meist sowieso alle gleich sind und total einschläfernd sind! D:

    Du weiß ja, wenn es nach uns beiden ginge wäre der Film ein Hentai geworden. 😀

  2. Eine sprachlich sehr schöner Bericht, mir gefallen die allegorien, vor allem beim Käse mit zuvielen Löchern musste ich grinsen, das war ziemlich geistreich. Mir hätte es noch gefallen wenn du mehr darüber geschrieben hättest was genau das „KEY-Feeling“ ist, ansonsten war deine wertung für mich angenehm nachvollziehbar.

    5 von 10 Insgesamtpunkten nehme ich an?

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