Clannad – Review

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Es wird Zeit für noch mehr sentimentale Dramen und ganz viele Tränen. Heute kommt das Review über den Anime, der mir wohl schon mindestens 60 mal ans Herz gelegt wurde. Die Rede ist natürlich vom Key-Werk schlechthin – Clannad!

Story

Clannad spielt in einer Oberschule, in einer nicht namentlich erwähnten japanischen Stadt. Okazaki Tomoya ist im 3. Jahr und nimmt die Schule nicht sehr ernst. Er kommt immer zu spät und wird von seinen Klassenkameraden, die mit den Vorbereitungen für ihre Aufnahmeprüfungen für die Universität beschäftigt sind, als ständiger Störenfried gesehen. Aus diesem Grund hat auch kaum Freunde dort. Tomoya scheint das jedoch relativ wenig zu interessieren – bis er eines Tages ein Mädchen, Furukawa, trifft, dass ebenfalls keine Freunde hat, da alle, die sie kannte, bereits von der Schule abgegangen sind. Er hält sie zunächst für sehr tollpatschig und schwerfällig, doch er schafft es nicht sich von ihr zu lösen und trifft so, während er ihr hilft, immer mehr Mädchen aus der Schule. Obwohl er sich anfangs wenig für sie interessiert, öffnet er sein Herz immer weiter, je besser sie sich kennen lernen.

Dieser Anime ist wohl einer der ersten Versuche von Kyoto Animation, ein Werk mit viel Emotion zu schaffen. Clannad weiß einfach, welche Knöpfe beim Menschen gedrückt werden müssen, um ihn zu bewegen. Natürlich wird dieser Faktor in der 2. Staffel noch weiter ausgereizt, aber hier merkt man auch schon deutlich, wie gezielt man darauf aus war. Natürlich ist es wieder das Prinzip A: männlicher Mainchara hilft den Mädchen bei seinen Problemen und macht sie damit wieder glücklich. Da man aber anscheinend aus Fehlern gelernt hat, wurde hier nicht so ein Spaß betrieben wie bei Air – dank der Länge von 26 Folgen ist auch genug Platz für jeden Charakter, der halbwegs in der Serie ausgearbeitet wurde. Natürlich wird einiges in der Vorlage anders sein (Visual Novel), aber das kann ich schon wie bei Air & Little Busters, nicht beurteilen.

Für mich hat zumindest schon mal alles Sinn ergeben. Keine Plotholes,kein spontaner Genrewechsel. Clannad widerspricht sich in keiner weise selbst und geht seinen Weg, Schritt für Schritt. Vor allem die Geschichte um Fuko-chan fand ich einfach nur toll. Aber sie werde ich noch gut genug beschreiben.

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Charaktere

Anders als bei Air, bekommt man in Clannad Charaktere, die auch mit der Zeit ausgebaut werden und einem ans Herz wachsen. Immerhin hatte man hier auch genug Zeit dazu. Tomoya ist an sich kein wirklich besonderer Mainchara. Manchmal dachte ich auch: „Jap, jetzt könntest du was sagen.“ Aber da sowieso nur alle in seinen Harem wollen, ist er ganz gut bedient. Prinzipiell habe ich nichts gegen Ihn. Aber die Sache mit seinem (Säufer) Vater ist schon hart.

Die schwächliche Nagisa tat mir schon oft leid. Allein das sie ein Schuljahr wiederholen musste, da sie krank wurde. Wie sie versucht den Theaterclub wieder zu erwecken … sie ist einfach eine ganz Süße. Dann gibt es noch die Fujibayashi Zwillinge – die eine ist eher (Ryou) der Wildfang, die andere eher schüchtern (Kyou). In diesem Falle mochte ich eher Ryou etwas mehr, da mir Kyou irgendwie nicht ins Auge fiel. Ansonsten gibt es noch Tomoyo, die Schülerpräsidentin werden möchte (aber früher mal eine Schlägerin war). Bei ihr ist es wohl am offensichtlichsten, dass sie was von Tomoya will. Immerhin gibt es dazu sogar eine eigene OVA aller Alternative Welt.

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Tomoya’s bester Freund Sunohara ist dagegen ein Charakter der mir ständig nur auf die Nerven ging. Sein ständiges rumgeschreie hat mir fast manche Folge versaut. Ich mag ihn irgendwie nicht. Ichinose (ein verpeiltes Supergenie, das ständig in der Bücherei hockt) fand ich echt merkwürdig, weshalb ich bei ihr nichts wirkliches zuordnen kann. Ihre kleine Arc war aber dennoch ganz süß. Ansonsten gibt es da noch jede Menge Randomcharaktere, die wahrscheinlich in der Novel zur Geltung kamen und im Anime nicht. Eine Diskussion dazu möchte ich am liebsten vermeiden xD. Die einzigen beiden, die mir sonst noch im Gedächtnis blieben, sind Nagisa’s Eltern. Ihr Vater ist so ein typischer „Ich-beschütze-meine-Tochter“-Vater. Dieser lebt mit seiner Familie in der eigenen Bäckerei, wo Nagisa’s Mutter immer steinhartes Brot bäckt, aber eigentlich ist ihr Job (Nachhilfe)-Lehrerin. Die Frau ist mal so krass Ara~Ara, das ich es fast sogar süß fand. Was Ara~Ara ist, dürft ihr gerne beim Blogkollegen mit A nachlesen. Der hat mal halbe Aufsätze zum Kigaidere Syndrom geschrieben. Ich bin zu faul dies hier zu verlinken, da ich jetzt zum wichtigsten Charakter der GANZEN Serie komme:

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Hotaru findet Fuko-chan total süß. Sie mag es, wie sie selbst gemachte Seesterne in der Schule verteilt und die Schüler zur Hochzeit ihrer Schwester einläd. Sie findet es allerdings traurig, dass alle danach irgendwann anfangen sie zu vergessen. Hotaru hat Fuku-chan sehr dolle lieb und weiß, dass sie deswegen irgendwie verrückt ist. Außerdem hat Fuko-chan ein ganz trauriges Geheimnis, das auch Hotaru ganz traurig macht. Fuko-chan redet auch ganz komisch, aber das ist Hotaru-chan egal. Hotaru-chan will ganz viel Fuko-chan …

Ich sollte aufhören, bevor es mir weh tut.

Zeichnungen & Animationen

Nun ja, früher hatte Key ja dieses Fish-Eyeing Problem. Bei Clannad ist es irgendwie immer noch da, aber hier stört es mich nun nicht so. Wenn es nicht allzuschlimm ist, kann selbst ich das verkraften. Die Hintergründe in Clannad sehen extrem detaliert aus, was ich jetzt allerdings nicht vertiefen sollte, weil es sonst wieder heißt: „KyoAni Fangirl, du!“ Alles läuft flüssig, sieht meiner Meinung auch besser aus, als die VN (ich mag die meisten Zeichnungen in VN’s, deshalb).

Musik & Synchronisation

Die Musik ist wieder ein reines Meisterwerk. Der BGM dudelt nicht einfach nur im Hintergrund, er füllt sich manchmal schon fast magisch an. Vielleicht werde ich allein deshalb noch einmal die VN spielen (aber nicht heute oder morgen, sondern irgendwann, wenn ich Bock habe). Das Opening erinnert mich schon an manche Lia Song’s (welch Ironie, das diese in der nächsten Staffel den Titelsong singt). Das Ending dagegen ist der Dango Song, der von der friedlichen Dango Familie erzählt. So gesehen könnte man diese als die Charaktere der Serie betrachten. Für mich sind sie das zumindest – nur sehen sie wie klumpige Dangos aus.

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Die Seiyuu’s passen sehr gut, wobei mich der Sprecher von Tomoya schon fast aufregt. Ich habe ihn nun schon so oft gehört, das ich nicht mehr zählen kann, wo überall. Das ist schon fast so, als wenn er mich verfolgen würde. Ich habe manchmal Paranoia’s beim schauen … Gelungener Cast, viel mehr gibt es nicht zu sagen.

Nun ist es so, das die eigentlichen Heul-Szenen erst in der 2. Staffel kommen. Da ich die beiden aber trennen wollte, aber ich dies hiermit nun getan. Ach verdammt! Denn – irgendwo gehört beides zusammen, weil es im Spiel auch alles in einem war. Clannad hat die richtigen Ansätze, um ein Anime zu werden, der mir sehr lange im Gedächtnis bleiben wird. Mit der 2. Staffel wird sich dies wohl noch weiter steigern.

Ich war dennoch sehr zufrieden mit der Serie und bin sogar ganz froh, sie nach Air geschaut zu haben. Shana hab ich dabei ganz vergessen, oh Gott … Wem ein sentimentales Drama aber nie zu langweilig (oder zu kitschig) wird, ist bei dieser Serie sehr willkommen. Ich habe sie früher für eine ziemlich gehypte Serie gehalten, habe aber keine einzige Szene daraus gesehen. Nun ist die Frage, ob es dem Hype gerecht wird, aber das werde ich erst nach der 2. Staffel beurteilen können. Der Film zu Clannad wird dort mit ausgewertet, das es auf dasselbe Ende hinaus kommt.

Bewertung: 8 Punkte

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PS.: Das Review für Bokusatsu Tenshi werde ich auf meinem Blog von Shima-Chan re-bloggen, da wir die Serie zusammen gesehen haben und er dies selbe Meinung vertritt wie ich (zumal meine Wertung etwas anders ausfiel, aber das schreibe ich dazu). Verdammt, er war wieder schneller als ich. Alle die es bei mir lesen wollten, dürfen also dieses kommentieren, da es wie gesagt, schon meine Meinung vertritt. Bye~Niiii

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7 Gedanken zu “Clannad – Review

  1. Der größte Unterschied zur VN (mal abgesehen von den fehlenden Romanzen) sind vor allem ein paar zusätzliche Routen. Darunter auch eine für einen Charakter der im Anime garnicht vorkommen dürfte. Und in der After Story dürften ein paar Erklärungen fehlen, allerdings habe ich es nie geschafft diese zuende zu lesen da sie sich eben nicht mehr so massiv vom Anime unterschieden hat.
    Aber man kann mit der VN extrem viel Zeit totschlagen. Es gibt nicht umsonst einen 300 Stunden Guide 😀

  2. Ich hatte bei dem Anime damals mehrere Anläufe gebraucht.. Irgendwie fand ich die ersten Episoden schrecklich langweilig. Irgendwann habe ich dann einfach gleich bei Episode 5 oder 6 gestartet. Dadurch habe ich eher durchgehalten, und es hat sich gelohnt X3

    Was die Charaktere angeht haben wir einen recht unterschiedlichen Geschmack Ich kann Fuko überhaupt nicht leiden, sie geht mir furchtbar auf die nerven.. Dafür mag ich Sunohara, ich finde ihn einfach mega lustig. xD
    Aber mein lieblings Chara ist Kotomi. Ich bin eigentlich kein Fan von superschlauen Charakteren die den ganzen Tag in der Bücherei verbringen. Aber ich kann mich mit ihren Gefühlen und ihrer Vergangenheit gut identifizieren, was ihr wohl die meisten Sympathiepunkte eingebracht hat. Außerdem ist sie eher ruhig. Und als Tomoya sie seinen Freunden vorstellte, versteckte sie sich immer hinter ihm und fragte ob die Person denn aufdringlich wäre oder sie belästigen würde. Das könnte sowas von ich sein. XD (Auch wenn ich sowas nicht fragen würde, sondern nur denke. )

    Die Musik ist wunderschön, da stimme ich dir zu. Ich achte normal nicht so auf die BGM, aber bei Clannad konnte man sie einfach nicht ‚ingnorieren‘.

    Ist jedenfalls einer meiner lieblings Anime.

  3. Leider fehlt mir meistens die Zeit so etwas zu schauen :/
    Interessant klingt es auf jeden fall und ich werd ihn mir iiiiiirgendwann mal ansehen 😀 hat ich mir schon lange vorgenommen!
    Gutes Review 😉

  4. Meine Analyse zur Serie komtm auch demnächst, aber bei einigen Sachen müsste ich widersprechen: Ausgerechnet TOMOYO ist der einzige Charakter bei dem ich mir NICHT sicher wäre das sie etwas vom Mainchar will, das du genau den gegenteiligen Eindruck hast ist für mich total seltsam, da hat ja selbst Ryo mehr initiative gezeigt. XD

    Das Tomoya ein schwacher Mainchar ist hätte ich auch nicht so gesehen, vielleicht weil ich mehr Harem Animes kenne: Die Protagonisten sind dort oft weinerliche Loser, ein kerl der geradeheraus die Wahrheit sagt oder auch mal schlicht bewusst Streiche spielt (bzw Mißverständnisse macht) war da mal etwas anderes. Nagisa hingegen… ach…

    Kommt da noch eine Review zu After Story? ^^

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