Senki Zesshou Symphogear: Meteoroid-Falling, Burning, and Disappear, Then… – Review

568306Ja, ich habe den Titel wirklich ausgeschrieben in den Titel eingefügt. Mit ein wenig Englischkenntnissen weiß man auch, was das Ganze bedeuten soll … oder auch nicht, ich weiß es nicht allzu genau. Dann legen wir doch einfach mal los …

Vorab – ich werde spoilern! Ich kannte die Serie eigentlich eher flüchtig, wenn man das so sagen kann. Vorher habe ich davon irgendeinen Fandub gesehen, den ich unglaublich schlecht fand. Seit dem habe ich keinen Finger gerührt, die Serie einmal anzufangen. Doch dann sah ich die Serie bei einer gewissen Fansub-Gruppe, die diesen gleich mal komplett rausgeflackt hat. Passt doch, also haben ich und Schlüpfer-Liebhaber gleich mal reingeschaut.

Story

Während eines Konzertes des beliebten Gesangsduos „Zwei Wing“ greifen plötzlich Monster an, „Noise“ genannt, und beginnen die Zuschauer zu töten. Das Mädchen Hibiki sieht schon ihren sicheren Tod gekommen, als sich Tsubasa und Kanade, die Sängerinnen von Zwei Wing, plötzlich verwandeln und beginnen die Monster zu bekämpfen. Für Hibiki sollte dieser Tag zum schicksalshaften Wendepunkt werden, der ihr Leben und ihre Zukunft auf immer beeinflusst.

Wenn ich ein japanischer Storywriter wäre, was würde ich wohl schreiben? Nehmen wir mal an, ich habe keine wirklichen Ideen, möchte aber unbedingt einen Idol-Anime machen. Nun stürmt irgendein Idiot von der Produktion in den Raum und sagt mir: „Wir wollen was mit (antiken) Mechas!“ Was mache ich dann? Richtig, ich schreibe eine Story für einen Anime, der Mechas UND Idols beinhaltet! Diese retten natürlich die Welt und ziehen damit in einen riesigen Krieg mit riesigem High-Tech Schrott. Mecha darf ja nicht fehlen, ne? Doch was machen die Mädels beim kämpfen? Natürlich, singen! Dadurch erhalten sie noch mehr Kraft und versuchen anscheinend etwas zu erschaffen, das wohl neu sein soll. Irgendwie war das ganze schon sehr bescheuert. Bei deren Verwandlung sprechen sie natürlich immer lateinische Wörter (es klingt lateinisch, niemand weiß, was es ist. Außerdem will es auch keiner wissen) auf, weil das ja so sein muss. Aber fangen wir von vorne an …

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Fräulein „Beste-Freundin-des-Maincharakter-chans“ steht vor dem Grab ihrer besten Freundin und heult elendig rum, weil diese ja tot ist. Dann landen wir in einem Flashback, das uns den genannten Kampf der Inhaltsbeschreibung resultiert. Tsubasa (oberes Bild rechts) verliert dabei ihre Kameradin Kanade (links), die natürlich nicht umsonst gestorben ist. Sie rettet natürlich Mainchar-chan und diese überlebt einen absolut tödlichen Schlag. Wow, so Mary Sue. Der Rest der Serie strotzt vor Dialogen, wie sie nicht klischeehafter (und überdrehten Redearten) sein könnten. Mainchar-chan (heißt übrigens Hibiki) flutscht in den Kampf und wird von Folge zu Folge noch mehr overpowert. Später tauchen noch ein paar andere Charaktere wie Chris auf, die auch halbwegs wichtig sind. Allgemein kommt der Anime aber später mit dem typischen „Sie-war-unsere-Verbündete-und-will-uns-nun-alle-umbringen, weil-die-Menschen-sich-nicht-verstehen“ (Ryouko) Klischee. Diese ist eine typische Moralapostlerin und möchte die alte Sprache der Menschen wiederhaben. Blah, Blah … dieser riesige Turm in der Bibel. Ich wusste es mal, hab dann aber im Religionsunterricht weiter geschlafen. Es ist mir grau im Gedächtnis.

Letzten Endes endetet alles später reichlich gut und in einem Happy-End. Zumindest gab es viel Action, die auch recht schnell voran ging.

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Charaktere

Dieser Anime ist meisterlich darin, flache Charaktere zu erschaffen. Angefangen mit Hibiki haben wir hier einen Mainchar, der Anfangs für NICHTS zu gebrauchen ist. Diese ist später natürlich total overpowert und kann alles. Nein, Scheiße sie kann wirklich alles mit einem Schlag zertrümmern. Dann haben wir noch Tsubasa, die von mir und Schlüpfer-Liebhaber einfach nur liebevoll Nana Mizuki genannt wurde. Nein, dies ist nicht die Seiyuu. Das haben wir uns nur ausgedacht (alsob). Diese ist nun mal ein typisch selbstbewusstes Idol, das immer auf stark machen muss und ’ne ziemlich kühle Tante ist. Sie wäre eigentlich der beste Charakter der Serie, würde sie nicht immer ihrer verstorbenen Freundin und Idolkollegin Kanade nachweinen. Sie sagt so jede Folge „Kanade, Kanade … ich mach das nur für dich. Du hättest es auch so getan“ … Sie heult ihr ständig nach, was unheimlich auf den Sack geht. Ich weiß nicht, welches Klischee man hier erfüllen wollte, weinerlich sollte es wohl wirken, klappte aber nicht. Ach ja, Kanade … sie war so … ich kannte sie eine Folge, aber das hat mir gereicht. Kanade war so omni-potent da, obwohl ich sie nur 13 Minuten kannte. Nein, ehrlich … Kanade, Kanade, Kanade … sie konnte wenigstens halbwegs singen. Ich hab was vergessen … Kanade.

Es gab aber noch weitere Charaktere, die eigentlich sehr interessant hätten … sein können. Chris-chan, die von unserem Bösewicht (oh Shit, sie war ja weiblich) gequält wurde, hätte einen wesentlich interessanteren Protagonisten abgegeben, als unsere Hibiki-chan. Aber fick doch drauf, ist doch egal ob ich und Schlüpfer-kun sie gemocht haben. Es gab noch viele weitere gute Charaktere, wie den Manager der Mädels. Selbst unsere Bösewichtin hätte mit besserer Ausarbeitung ein guter Charakter sein können. Aber nein, das sind alles nur Statisten. Sowas braucht die Welt doch nicht. Man kann leider nicht allzu viel gutes über die Charaktere sagen, prinzipiell haben sie aber irgendwie funktioniert, was dennoch ganz bemerkenswert ist.

Zeichnungen & Animationen

Nun ja, was soll man groß sagen. Die Animationen dieses Werkes bewegen sich immer auf dem selben Level. Man kann es sich anschauen, meistens sind die Details aber sehr billig und halt Standard. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es auf Blu-Ray besser aussehen „könnte“. Ich denke nur an diese eine Szene, als man eine Tanz-Choreografie animieren „wollte“. Es sah ziemlich schrecklich aus. Alles was Mecha war, konnte man sich aber anschauen, woran man eventuell erkennen „könnte“, das man hier einen Action-Mecha-Anime animieren „wollte“. Sind so meine Theorien, aber ich denke sie stimmen auch zu.

Gegen die Zeichnungen selbst kann ich nun nicht viel sagen. Standard, halt miep. Der Main-Cast war anschaubar, sonst hat man sich wenig Mühe gegeben.

Chris-chan, Miku-chan, Mainchar-chan und Tsubasa-chan

Chris-chan, Miku-chan, Mainchar-chan und Tsubasa-chan

Musik & Synchronisation

Das ist nun wirklich das Einzige, was wirklich gut war. Wer sich das nun nicht erklären kann, sollte folgendes wissen: Nana Mizuki ist eine der erfolgreichsten Sängerinnen Japans. Das auch zu Recht, ich hab nichts gesagt. Deshalb wollte man den Plattenverkauf noch weiter antreiben, in dem man einen Anime macht, welcher natürlich mit ihrer Musik zugepackt werden muss. Klingt auch gut, eigentlich super, aber egal. War später die einzige Motivation weiterzuschauen, wenn ich ehrlich bin. Ich hoffe aber, das Japans Marketing hier funktioniert hat. Immerhin soll in naher Zukunft eine 3. Staffel zum genannten Werk erscheinen. Oh ja, nichts erwartet die Welt mehr, als das. So werde ich wohl nie wieder einen schönen Anime sehen, in dem Nana Mizuki mitspricht, weil sie ja in Staffel 10 von Senki Zesshou mitsprechen muss. So Worst Case … Hoffentlich geht ihr der Name „Kanade“ in 10 Jahren nicht auch so auf die Eierstöcke, wie er es mir jetzt tut. Zumal ich mir bei Staffel 2 solch elendige Flashbacks NICHT erhoffe.

Neben Nana Mizuki sind auch noch weitere Seiyuu’s dabei gewesen, die aber irgendwie kaum interessieren.Zumal die Seiyuu von Mainchar-chan eh nich so gut singen kann und Kanade eh nur Anfangs gesungen hat. Ich musste schon lachen als ich feststellte, dass ihre Sprecherin in Japan den guten Conan spricht.  Die einzige Sprecherin, die mir noch groß was sagte, war Miyuki Sawashiro (u. a. Iwasawa in Angel Beats!) als Ryouko. Mehr kann ich hier allerdings nicht nennen. Dennoch lebte der Anime unter anderem von der Musik, was ihn auch noch schaubar gemacht hat.

Nun sein wir aber mal ehrlich: dieser Anime ist nur CD-Marketing mit ein wenig Drumherum. Die Action war aber okay und der Anime konnte kurzzeitig unterhalten. Irgendwie nahm er sich auch anfangs ernst, was es noch ein wenig lächerlicher machte. Man kann sich das Ganze aber getrost anschauen, wenn man sein Hirn abschalten will. Vielleicht ziehe ich mir sogar mal die 2. Season rein, wenn ich mal richtig Bock habe. Sonst nichts, was man groß empfehlen sollte. Als Nana Mizuki Fan aber größter Fanservice evaaa.

Bewertung: 6/10 Punkten (im Nachhinein eventuell 4/10 Punkte)

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2 Gedanken zu “Senki Zesshou Symphogear: Meteoroid-Falling, Burning, and Disappear, Then… – Review

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