The End Of The World – Review

SekainoHate60875Heute nun endlich das Review zu dem Manga, den ich schon ewig vor mir her schiebe: The End Of The World (Sekai no Hate). Uns erwartet Romance, viel Drama und einige Wendungen, die man vielleicht nicht ganz erwartet hätte.

Meines Wissens, ist dies die erste „längere“ Serie von Aoi Makino. Seit dem letzten Jahr erschien die Serie nun bei uns (Tokyopop), der letzte Band liegt seit 2-3 Monaten in den Buchläden unseres Vertrauens. Was mich dazu getrieben hat, die Serie zu kaufen? Ich weiß es selbst nicht mehr, aber der Zeichenstil hatte mich schon angesprochen.

Es geht um Azusa, die in ihrer Schule gemobbt wird. Um dem Mobbing endlich zu entkommen, bittet sie ihre Eltern aufs Land zu ziehen. Damit sie dem Mobbing an der 1neuen Schule entgehen kann, willigt sie ein, die Freundin von Kasuga Teppei zu werden. Dieser ist der beliebteste Schüler der Schule, aber auch der schlimmste Mobbingtäter. Dieser mobbt unter anderem seinen Mitschüler Ryu, der eine große Liebe für Eisenbahnen hat. Doch dieser steht dies immer wieder durch und Azusa fängt an, sich mit ihm zu befreunden. Er ermutigt sie immer wieder sich zu behaupten, was ihr eine große Hilfe ist. Doch diese Freundschaft hat fatale Folgen…

Als ich Mobbing auf der Inhaltsangabe las, hab ich mir sonst was gedacht. Ich habe wahrscheinlich ein zu extremes Bild davon, weshalb ich es mir wesentlich anders vorgestellt habe. Wie es an Azusa alter Schule vor sich ging, wird teilweise noch erzählt. In meiner ersten Vorstellung war sie ehemals ein Emo, der nun auf normal macht. Ja, so einfach ticke ich wirklich. Umso erstaunt war ich, als es nicht so war. Azusa ist im Grunde ein Mädchen, das wahrscheinlich viel schlimmes erlebt hat. Deshalb hat sie sich an der neuen Schule einfach vorgenommen, es anders anzugehen. Das sie dabei mit dem Schulbeliebsten ausgeht, ist etwas sehr extrem. Wirklich geliebt hat sie ihn ja nicht wirklich, aber sie wollte anscheinend alles anders angehen. Ryu ist dann einfach der, der sie von Grund auf geändert hat. Und das sie sich dann letzten Endes in die Scheiße reiten, war irgendwie klar. Dennoch waren viele Wendungen einfach unerwartet. Es ging mir in dem Sinne auch nicht zu schnell, weil es auf 4 Bände ziemlich schlüssig wirkt. Da Teppei letzten Endes nicht lange da war (ja, er ist gestorben, vom Dach geklatscht), konnte ich diesen nicht wirklich einschätzen. Ich weiß auch nicht, aber im Grunde war er wie Divine aus Yu-Gi-Oh! 5D’s – ein ziemliches Arschloch.

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Nun einmal zur eigentlichen Kritik. Ich finde dieses Werk an sich schon ziemlich realistisch. Für einen Manga reagieren die Charaktere noch recht nachvollziehbar, nur sind die Lehrer nur so strotzen doof. Die Überwachung des Falls hat überhaupt nicht reingehauen, in Deutschland wäre der Fall schon längst aufgefallen. Keine Ahnung, ob die japanische Polizei auch wirklich so blöd ist, aber so würde man bei uns wohl nicht in der Dunkelheit tappen. Letzten Endes freute es den Leser aber doch, das die beiden das noch irgendwie wenden konnten. Azusa Eltern wirkten zwar stets besorgt, aber mischten sich nicht viel in das Geschehen ein. Meine Eltern wären wahrscheinlich durchgedreht und hätten nebenbei alles raus gefunden. Da der Fall der beiden aber im Grunde nur Notwehr war, konnte man Azusa & Ryu wenig vorwerfen. Eien Zeit lang leben sie dann aber auch getrennt von einander, was eigentlich vom Fall ablenken sollte. Dummerweise stürzt sich dann noch ein neuer Lehrer rein, der unbedingt wichtig tun muss. Mann, konnte ich den Kerl nicht ab. Auch da gibt es am Ende noch eine kleine Wendung, aber irgendwie wird alles wieder gut. Zumindest das zur Story.

Wenn ich mir die Genres anschaue, fällt The End Of The World in Richtung „Sentimentales Drama“. Tokyopop selbst schreibt ein „Romance“ hinten auf den Umschlag. Ist prinzipiell richtig, aber nicht das Hauptthema. Vielmehr hätte ich sogar Alltagsleben verstanden, aber die deutschen Puplisher setzten nun mal kein „Slice of Life“ dahin. Viel eher klatscht man alles in ein Genre, weil es ja Shoujo ist. Weitere Elemente sind Schule und natürlich das Setting „Gegenwart“. Prinzipiell verläuft wirklich alles schlüssig und logisch. Nur habe ich diesen einen Kritikpunkt, welcher nun mal teilweise bei den Charakteren liegt. Manche sind schwer einzuschätzen, manche dann aber doch wieder nicht. Die Lehrer scheinen Stroh-doof zu sein, aber das interessiert den Plot nun auch wieder nicht. Ich weiß nun nicht, ob das eine Art Masche sein soll. Nach und nach kommt mir der Gedanke, das man hätte auch Mystery einlaufen lassen „können“. Zumindest wirkt es so, als hätte man diesen Askpekt völlig weg genommen, nicht beachtet und einfach raus genommen. Ich gehe in der Annahme, das der gute Redakteur wohl meinte: „Nein, wir machen das so.“ Deshalb ist da auch irgendwo unterschwellig ein Loch, das ich beim lesen nicht wirklich füllen konnte. So traurig es klingt. Dagegen sind die Zeichnungen haben wieder einwandfrei und können eigentlich nicht wirklich bemängelt werden.

l001Nun aber einmal zur deutschen Umsetzung. Der Manga ist klasse designt, der Typeset ist einfach Hammer. Nun saß ich da und dachte mir: Woran könnte das eigentlich liegen? Tokyopop hat immer eine klasse Textausrichtung, bis ich einmal nachforschte – Sie setzen ganze Firmen an einen Manga. EMA und Carlsen setzen da gerade mal eine Person dran, weshalb es nicht immer wirklich perfekt aussieht. Große Leistung, Tokyopop!

Aber nun zum allgemeinen Fazit: was macht diesen Manga eigentlich so gut? Ich denke, er ist einfach kein purer Klischee-Titel. Er ist nicht einfach nur Shoujo-Romance, für warme Herzen. The End Of The World ist irgendwo noch einer der realistischen Shoujo-Titel, die man momentan lesen kann. Zumindest was das Thema Mobbing betrifft. Ich bin sehr gut unterhalten gewesen, weshalb ich das Lesen sehr genossen habe.

Bewertung: gut (Schulnote: 2)

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Ein Gedanke zu “The End Of The World – Review

  1. Guter Bericht, aber für etwas das nichtmal ein Jahr raus ist könntest du ja nen kleinen Spoiler-Warnschriftzug einbauen oder ähnliches, aus Fairness des Lesers gegenüber. Ich finde es nicht tragisch wenn man etwas bespricht das nun Jahrelang raus ist, aber wenn es noch so aktuell ist stört das schon wenn so gar keine Ansage vorher gemacht wird.

    Interessanter Plott soweit ich das lesen kann, wobei Shojo nicht mehr bedeutet als das es in einem Shojo Magazin erschienen ist, as hilft mir nicht so weiter.

    Ansonsten mag ich deine ganz private und persönliche Ansicht und Interpretation der Geschichte und Figuren, zuviele Andere machen so eine Besprechung zu nüchtern (ich mühe mich ja leider auch immer bei sowas oft vergebens) oder zu schwammig, du kannst das schon ziemlich schön auf den Punkt bringen wie du das Werk siehst. In sachen Mobbing sind die Japaner allgemein erschreckend kreativ, wahrscheinlich weil sie mental meher auf passiv/agressive Art schaden, statt wie wir uns stumpf zu kloppen, also über den Kamm geschwert natürlich ^^

    Solider Beitrag ^^v

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