Hanasaku Iroha – Review

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Heute ein Review zu Hanasaku Iroha. Steht ja immerhin nicht im Titel. xD

Ich hatte mal wieder Lust auf etwas süßes zwischendruch. Da kam mir das Alltagsdrama eigentlich ganz recht. Dennoch war ich auf einmal positiv erstaunt, was der Anime doch alles drauf hatte. P.A. Works (u. a. Tari Tari, Angel Beats! & Another) erstaunt mich anscheinend doch mal wieder. Der Film geht in die Wertung mit ein.

Story

Mit 16 Jahren ist man eigentlich in dem Alter, in dem man große Pläne für die Zukunft schmiedet. Nicht aber Ohana. Ohne größeres Ziel in ihrem Leben und zusätzlich desillusioniert von ihrer eher unverantwortlichen Mutter, sieht sie ihrer Zukunft alles andere als ungeduldig entgegen und wünscht sich für ihr Leben mehr Abwechslung und mehr Aufregung. Schneller als gedacht erfüllt sich dieser Wunsch, denn ihre Mutter setzt sich gemeinsam mit ihrem Freund ab, um vor dessen Gläubigern zu fliehen und schickt Onoha zu ihrer Großmutter aufs Land. Diese ist Onoha völlig unbekannt, jedoch betreibt sie ein Hotel alten Stils (Ryoukan) mit eigener heißer Quelle, was für Onoha Grund genug ist, sich auf diesen Ortswechsel zu freuen, sieht sie darin doch eine Möglichkeit, neue Erfahrungen zu machen und ihr Leben so vielleicht in eine neue, spannendere Bahn zu lenken.

Erwachsen werden – darum handelt Hanasaku Iroha (Das ABC des Erblühens) letzt endlich. Ohana muss sich mit dem Leben als Dienstmädchen anfreunden und versuchen auf eigenen Beinen zu stehen. Zu dem kommt auch noch das Problem mit ihrem besten Freund Kouichi hinzu, welchen sie in Tokyo ohne Antwort auf sein Liebesgeständnis zurück ließ. In Gedanken daran lebt sie sich dort ein, findet neue Freunde und neue Erfahrungen, die sie auf ihrem Weg begleiten. Hinzu kommen dann auch noch die anderen 2 Mädels, welche auch so ihre kleinen Problemchen haben. Diese sind wirklich sehr realistisch und könnten tatsächlich aus dem echten Leben stammen. Gewürzt mit etwas Drama und Romance ist das ganze sehr schön anzusehen und bringt einen zum nachdenken, wie auch zum lachen als auch vielleicht zum Tränchen vergießen. Es ist sprichwörtlich alles dabei. Der Film spielt etwa während der Serie und erzählt eigentlich nur, wie Ohana’s Mutter deren Vater kennengelernt hat (zusätzlich aber noch eine normale Geschichte wie in jeder Episode). Daher sehe ich den Film eher als etwas längere Episode, da er mir mit 66 Minuten als Film fast zu kurz ist.

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Charaktere

Es gibt natürlich einige Charaktere in Hanasaku Iroha, am wichtigsten sind natürlich Ohana, Minko und Nako. Ohana ist ein ziemlich aufgewecktes Mädels, das gern alles auf den Kopf stellt. Irgendwie mag ich das schon an ihr, aber manchmal wusste sie bei persönlichen Dingen einfach nicht, was sie wollte. Erst nach einer Weile entfaltet sie sich wirklich und lebt sich nach und nach im Hotel des alten Stils ein. Sie fängt an, ihre Arbeit wirklich mit viel Spaß zu machen und man mag sie später halt auch dann, wenn man solch eine Art Charakter vielleicht nicht mag. Minko ist dagegen sehr zielbewusst und verfolgt ihr Ziel, Chefköchin zu werden, gezielt. Als Auszubildende arbeitet sie daher sehr hart und ehrgeizig. Allerdings sollte man sie nie darauf ansprechen, dass sie ihren Küchenkollegen Tooru mag. Das kann schon ins Aus führen. Ohana und Minko verstehen sich erst nach einer gewissen Zeit, da Ohana nun mal sehr direkt ist und Minko da gar nicht drauf steht. Nako ist dagegen eher ein sehr ruhiges Dienstmädchen, welches aber immer gute Ideen anbringt und sich mit beiden Mädchen sehr gut versteht. Sie mag sich von Zeit zu Zeit auch nicht so wirklich, aber das ist ja normal.

Dann gibt es da ja noch Ohana’s Großmutter, die Geschäftsführerin. Diese ist sehr streng und wirkt anfangs wie der Bösewicht der Serie. Mehr und mehr versteht man sie dann im Laufe der Story doch noch. Sie ist ein krasser Gegenpart zu Ohanas Mutter, die eher locker und schnell lebt. Diese hätte locker Geschäftsführerin werden können, was sie allerdings nicht wollte. Stattdessen blieb ihr Bruder bei deren Mutter und hat mir zeit weilen die Story mit seinem mitleidhaberischen-Getue echt verdorben. Ich hätte ihm gern ins Gesicht gekotzt, ich bin ganz ehrlich. Sonst ist noch Ohanas bester Freund Kouichi  wichtig. Dieser gesteht ihr ja zum Anfang de Serie die Liebe. Nya, er hat das ganze schon mit voran getrieben, sagen wir mal so. Dann gibt es noch jede Menge Nebencharaktere, die ganz witzig sind. So zum Beispiel das Oberdienstmädchen, oder auch Ohana und Co.’s Mitschülerin Yuina. Diese ist ziemlich quirlig und die Tochter einer Geschäftsführerin, die ein größeres Ryoukan führt. Ansonsten muss man die Charaktere einfach selbst erleben. Das ist wohl das wichtigste.

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Zeichnungen & Animationen

Nun, ich hab hier nicht wirklich viel auszusetzen. Die Farben sehen in der Serie manchmal etwas verwaschen aus und auch die Hintergründe sind nicht immer die oberste Kanone. Dennoch kann man sich das ganze gut ansehen, wenn man nicht ganz genau auf sowas achtet. Die Animationen sind sehr flüssig und schauen auch sehr gut aus. Beim Film hatte ich allerdings Blu-Ray Auflösung, weshalb das natürlich etwas besser aussah. Der Zeichenstil ist allerdings P.A. Works Standart, da habe ich nun nicht wirklich viel erwartet. Allerdings gefällt er mir besser als der von Another (die Charaktere hatten da alle sehr lange Beine, Arme und Co). Es gibt also hier nicht wirklich viel zu bemängeln.

Musik & Synchronisation

Die Songs in der Serie wurden hauptsächlich von nano.ripe gesungen. Diese haben mir aufgrund ihrer etwas merkwürdigen Stimme nicht gleich gefallen, waren beim mehrmaligen hören aber doch sehr schön anzuhören. Die einzige Ausnahme macht hier das 2. Ending, das von einer anderen Künstlerin gesungen wurde. Die Synchronisation ist wieder auf gewohntem O-Ton Standard, vor allem gefiel mir aber Nakochi, die von Aki Toyosaki (Yui in K-ON!, Medaka in Medaka Box) gesprochen wurde. Natürlich haben mir aber auch die anderen sehr gut gefallen, Ohana’s Sprecherin werde ich mal im „Ohr“ behalten. Für mich war sie noch recht neu.

Nun, ich tue mich hier mal nicht so schwer, mit der Bewertung. Hanasaku Iroha hat mir wirklich sehr gefallen. Die Probleme der Charaktere waren nachvollziehbar und auch gut in Szene gesetzt. Ich hatte wirklich viel Spaß mit der Serie, obwohl ich nichts großes erwartet habe. Das Ende hat mich dann nicht ganz befriedigt, aber es war nun mal das, was am besten gepasst hat. Ich war wirklich positiv überrascht und kann die Serie wirklich weiterempfehlen.

Bewertung: 8/10 Punkten

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7 Gedanken zu “Hanasaku Iroha – Review

  1. Hanasaku Iroha war wirklich ein toller Animu für zwischendurch. Hast ihn mit Englisch Subs geschaut oder von Taiyo-Subs, wo sie mit deutschen Untertiteln sind?

    Kanae Ito (Sprecherin von Ohana) ist durch ihre Rolle von Amu Hinamori (Shugo Chara) denke ich mal bekannter geworden. Ich mag ihre Stimme. ❤

    • Ne, ich hab ihn bei Taiyou/NanaOne geschaut. Hat da auch echt viel Spaß gemacht, weil sie Yuina (z. B.) nen eigenen Sprackstil gegeben haben. Und beim Film war es dann auch dasselbe.

      Nya, Shugo Chara hab ich noch nicht gesehen. Werd aber demnächst erstmal Kobato abschließen ^^.

  2. P.A. Works hatte zumindest mit Tari Tari damals gute Arbeit geleistet fand ich, die Charakterdesigns wirken immer einprägsam ohne arg ins unrealistische gehen zu müssen (Grüne Haare, Augenklappe oder Zylinder u.ä.) nur sind die Hintergründe hier auch so rechteckig wie bei Tari Tari? Da gab es nicht EINE kurve, ich schwörs! Ansonsten klingt der Anime ganz nett, wenn es den mal komplett gedubbed gibt sollte ich wohl mal reinsehen, guter Bericht allemal ^^

    • Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass diese Serie auch in Deutschland gut Fuß fassen könnte, nach dem Film ist die Reihe ja abgeschlossen. Rechteckige Hintergründe … ist nun schon etwas länger her, aber ich erinnere mich auch nicht an große Kurven. Die älteren Werke von P.A. sind aber generell besser, alles aus den letzten zwei Jahren ist eher na ja und geht so. Da ist Hanasaku genauso gut wie auch Another.

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