Kobato. – Review

Kobato Scene

Heute wird es sehr clampig – den ich hab den Anime zu Kobato. Gesehen. Nach langem hin und her bin ich dann doch fertig geworden und kann nun endlich ein Fazit für mich ziehen.

Den Vorlagen-Manga habe ich nicht gelesen, da Egmont diesen seit einiger Zeit nicht mehr druckt. Da ich ungern bei Band 5 anfangen wollte, habe ich also entschieden, die Anime-Adaption anzufangen. Es ist schon länger her, dass ich die anderen Clamp-Werke gesehen habe (zumindest ein paar davon), also erwartet von mir kein professionelles Wissen.

Story

Kobato ist sein süßes und lebhaftes Mädchen, verhält sich aber extrem naiv gegenüber der Welt um sie herum. Sie hat eine „Mission“, in welcher sie eine Flasche mit dem Leiden anderer Menschen füllen muss, damit ihr Wunsch, an einen bestimmten Ort zu kommen, erfüllt wird. Allerdings hat sie dafür nur vier Jahreszeiten Zeit.

Begleitet wird sie dabei von Ioryogi, einem sprechenden Stoffhündchen. Dieser scheint von irgendeiner Person in diese Form gezwungen zu sein, wobei er nicht der einzige ist, den dies betrifft. Die anderen Wesen belächeln ihn dafür allerdings, was nicht ganz verwunderlich ist. Hauptsächlich tut dieser allerdings ihre Arbeit bewerten und beobachten. Dabei ist er sehr streng, fast schon hinterhältig fies und brüllt sie dabei ständig an.

Die Hauptgeschichte dreht sich um den Kindergarten, in dem Kobato arbeitet. Sie kann dort von Leterin Sayaka-sensei allerdings nicht bezahlt werden, da diese einen Schuldenberg mit dem Kindergarten hat. Dennoch darf sie bei einer von Sayaka’s Freunden wohnen, welche eine Vermieterin ist. Ansonsten hätten wir da noch Fujimoto, der sozusagen den „männlichen“ Hauptprotagonisten darstellt. Dieser scheint Kobato nicht wirklich zu mögen, pflaumt bei jeder kleinen Sache auch rum. Harte Schale, weicher Kerl …

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Eigentlich ist dies eine Art von Anime, die ich nicht allzu sehr mag. Es dreht sich um eine naive Hauptprotagonistin, was ich meist eigentlich nicht allzu süß finde. Dennoch fand ich sie hier gut eingesetzt, doch in der ersten Zeit schaute ich den Anime nur wegen ihr. Die ersten Problemchen die Kobato so löst, sind noch recht gewöhnlich. Mal beruhigt sie ein Kind im Park mit ihrem Gesang, ein ander‘ Mal hilft sie einem Kind im Kindergarten oder der ausgesetzten Katze ein Zuhause zu finden. Dies ist recht gut auf die 24 Folgen aufgeteilt und macht die erste Zeit auch recht Spaß. Dennoch brauchte ich hin und wieder doch Tolleranz, diesen Anime nicht auf pausiert zu stellen, da mir entweder Kobato oder Fujimoto auf die Nerven ging. Weiteres kläre ich unter Charaktere.

So vermittelt Kobato die meiste Zeit eine doch sehr heile Welt. Doch vor allem die Probleme der Kindergärtnerin programmieren Drama vor und kommen dann nicht absolut zufällig, sondern sehr nachvollziehbar. Die letzten Episoden wurden dann sehr dramatisch, als es um (SPOILER) den Abriss des Kindergartens ging. Dort fing eigentlich der Teil an, wo ich mir dachte: „Uh, das wird jetzt deper Shit.“ Und als ich mir dann dachte: „Hm, sie hat sich so entschieden, gut. Ist kein gutes Ende, aber auch kein schlechtes.“ Bewartheiteten sich meine Vermutungen. Kobato war in Wirklichkeit tot, braucht‘ dieses Fläschchen für den Hasen Gott, um so wiedergeboren zu werden. Natürlich wird ihr auch endlich klar, dass sie Fujimoto liebt und nach einem dramatischen Abgang wurde mit der Wiedergeburt Kobato’s, dann doch noch alles gut. Die letzten zwei Folgen waren dann teils schon hart für mich. Geb ich ehrlich zu. (Spoiler Ende)

Kobato. schafft es die Balance zwischen Comedy, Fantasy und Drama ganz gut zu halten. Das Ende hat mich dann doch geflasht und vermuten lassen, dass es kein Happy End gibt. Dennoch wurde doch irgendwie alles gut und Kobato konnte ihren Wunsch erfüllen. Eine recht schöne Story, der ich eigentlich nichts böses anrechnen möchte.

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Charaktere

So gesehen besteht der Kobato-Cast eigentlich nur aus Klischees. Oder zumindest aus Charakteren, die ein paar Klischees vertreten können. Kobato ist das liebe naive Mädchen, Fujimoto der Hauptcharakter, der ständig von ihr genervt ist und die meiste Zeit ziemlich zickig (?) abweisend ist. Dann hätten wir noch die Kindergärtnerin, die mit ihren vielen Problemen aber eigentlich nicht wirklich Platz gefunden hat, sich irgendwie zu entwickeln. Natürlich, irgendwie wurde bei ihr auch alles gut. Eine wirkliche Entwicklung habe ich da allerdings nicht gesehen. Interaktionen zwischen Kobato und Fujimoto sind zumindest meist recht witzig, auch wenn mir Kobato durch seine abweisende Art sehr leid tut. Eigentlich hat sie auch einen Charakter, den ich gar nicht leiden kann. Ich mag diese naiven Mädchen eigentlich gar nicht. Aber sie ist so lieb, dass mir dies hier vollkommen egal ist. Ich weiß auch nicht. Bei Fujimoto verhält es sich so, dass seine Art ja ständig auf seine Vergangenheit geschoben wird. Ist ja alles schön und gut, seh‘ ich auch ein. Doch fast bis zum Ende hält er das permanent. Ich habe ihn wirklich nie verstanden und dachte mir am Ende nur noch: „Och bitte, seh‘ doch sein, dass sie dich liebt! MEINE FRESSE!“ Ansonsten bestanden die Charaktere aus Kobato meist aus friedlichen Gesellen, wie man sie in der wahren Welt gern hätte. Natürlich nicht ganz, aber das schiebe ich mal bei Seite. Mir waren die „Bösewichte“ ziemlich egal, weshalb ich da nicht wirklich viel drauf gegeben habe.

Nun, eigentlich wäre hier ja alles gesagt gewesen. Dennoch wäre ein Clamp Werk kein Clamp Werk, wenn wir nicht Charaktere aus anderen Clamp Werken hätten! So wären da Kohaku aus Wish, Shaolan und Anhang aus Tsubasa Chronicle oder auch die Vermieterin aus Chobits (mit Kindern). Natürlich ist dies absolut drollig, wenn man die anderen Werke gesehen hat. Ich kannte nicht alle, aber ich hätte mir die Charaktere aus Chronicle gern sparen können (sonst fand ich alles recht passend). Die drei gingen mir ziemlich auf die Nerven, weshalb ich froh war, dass sie nach dieser einen Folge schon abgereist waren. So gibt es bei den Charakteren Höhen und Tiefen, aber Kobato war einfach zu goldig. Sie ist so lieb und unschuldig naiv, blöd und keine Ahnung. Dennoch war sie immer das größte Rätsel, da man trotz des Endes (SPOILER: starb in einer anderen Welt an einer Krankheit, ihr Wunsch beim geliebten Mensch zu sein) wirklich wenig über sie erfahren hat. Ich fand auch oft ihre Fragen sehr niedlich, da sie oft nicht genau wusste, was wie funktioniert (oder was XYZ ist). Keine Ahnung, ob ich im Manga bessere Informationen dazu bekomme. Dennoch fand ich dies etwas schade (da ich gegen Ende oft nachdenklich gestimmt war). Trotzdem kann ich es verkraften.

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Zeichnungen & Animationen

Hier hat Madhouse sehr gute Arbeit geleistet. Die Hintergründe und auch die Darstellung im allgemeinen ist perfekt in Szene gesetzt worden. Vor allem fand ich Szenen mit Natur auch sehr schön, wie zum Beispiel die Folge wo der große alte Baum gefällt werden sollte, oder auch allgemein die Pracht an Kirschblüten, die zu sehen wahr. Natürlich waren die meisten Sachen aber dann dch nicht mehr auf heutigen, technischen Niveau, was auch am Alter des Anime selbst liegen kann. Keine Ahnung, wie die Serie in Blu-Ray aussieht, aber in dieser TV-Rip/DVD-Rip Version die ich hatte, sah manches auch ziemlich schwamig aus. Nicht gerade HD, zumindest. Die Zeichnungen entsprechen haargenau dem, was man im manga zu sehen bekommt. Zumindest  Sah es sich schon sehr ähnlich, weshalb mir vom Anime zum Manga keine Unterschiede aufgefallen sind. In einem späteren Ending werden auch Originalzeichnungen von Clamp genutzt, welche wirklich kunstvoll wirken. In etwa so wie die Zeichnungen, die es immer in den Code Geass Endings gab (nur nicht ganz so prunkvoll). Mir persönlich gefällt der Zeichenstil bei den meisten Clamp Werken ja sowieso, was mir allerdings genau so zu sagt, weiß ich dann aber auch nicht genau.

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Musik & Synchronisation

Der BGM von Kobato. klingt wirklich sehr schön und ist meistens entweder mit klassischer Musik, oder normalem Geduddel unterlegt. Das Opening klingt schon recht heiter und wurde von mir eigentlich sehr selten geskippt. Allgemein sieht es aber auch so ziemlich gut aus, weshalb  ich es mir immer wieder gern angesehen habe. Im Ending wird dann eigentlich nur die Klasse mit ein paar Zuckersternen gezeigt. Das sieht ganz nett aus, wurde von mir dann aber meist geskippt. Ansonsten kann ich hier noch Kana Hanazawa loben, die ihren Job als Kobato sehr gut gemacht hat. Sie klang immer sehr niedlich und konnte Kobatos lebhafte Seele sehr gut umsetzen. Aber okay, sie wurde auch zur besten Seiyuu gewählt, mehr Lob würde jetzt ziemlich stinken. Dennoch fand ich dieses eine Lied wirklich schön, auch wenn ich bis jetzt nicht mehr weiß, wie es hieß. Na ja, dennoch konnte ich auch vom hören überzeugt werden.

Man braucht für Kobato schon ein wenig Durchhaltevermögen, dass kann getrost gesagt sein. Dennnoch habe ich es nicht bereut, die Serie fertig geschaut zu haben. Trotzdem hätten manch Folgen nicht so gestreckt wirken sollen, aber das kann auch im Manga der Fall gewesen sein. Nun, ich weiß nicht, was man hier groß sagen soll. Ich kann dem Anime auch keine genaue Zuschauergruppe zu teilen, weshalb es für mich schwer einzuschätzen ist. Dennoch fand ich Kobato trotz seiner kleinen Schwächen gut und konnte auch über den eigentlich sehr naiven Charakter von Kobato hinweg schauen. Zum Ende hin gab es dann doch noch die ein oder andere Überraschung, was für mich vieles wieder gut macht.

Bewertung: 7/10 Punkten

Anmerkung: Schaut Kobato. (wenn ihr ihn auf Ger Sub schaut) bitte bei der Fansubgruppe Himitsu Subs. Der Sub von Amalgam ist absolute Grütze und aus einer Zeit, in der man auf Qualität wohl keinen Wert gelegt hat. Ansonsten könnt ihr es natürlich auch mit englischen Subs schauen, als Warnung solltet ihr dies aber dennoch wissen. (für Leute, die Fandub mögen: KLICK MICH HART)

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Ein Gedanke zu “Kobato. – Review

  1. Klingt ein wenig nach Slice of Life mit Schmalz, aber es ist lustig das CLAMP nun langsam ein eigenes Universum kreiert, findet man auch in diesem Werk den Tokyo Tower irgendwo? XD naice Mädchen hm, manchmal können sie gut in die Geschichte eingebunden werden, aber ja, sie können auch mächtig nerven, da schein es in „Kobato“ ja nochmal gut gegangen zu sein

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