Sakurasou no Pet na Kanojo – Review

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Ein Romance-Anime, der gut sein soll? Hotaru wollte sich das natürlich nicht entgehen lassen und hat einfach mal reingeschaut.

Ich stehe mit Animes, die Romance im Genre haben, ja eher auf Kriegsfuß. Mich packt sowas eher selten, geschweige denn halte ich es lange durch. Romance kommt bei mir mehr in Form von Shoujo-Manga an, aber ich versuche natürlich hin und wieder auch mal eine Empfehlung von anderen Leuten zu entsprechen. Ich habe die Serie Stück für Stück gesehen, also nicht am Stück (was ich eh selten mache). 24 Folgen sind doch etwas viel, aber genug Zeit um einen guten Anime auszubauen …

Story

Sakurasou, das Wohnheim für Problemschüler. Hier lebt Kanda Sorata. Eines Tages zieht die junge Shiina Mashiro dort ein. Sofort fühlt sich Kanda zu ihr hingezogen und betraut sich selbst mit der Aufgabe, sie vor den „wirklichen“ Problemschülern (die aber alle sehr talentiert sind) zu beschützen. Doch Shiina ist nicht wie jedes andere Mädchen: Zum einen sehr talentiert und begabt, zum anderen nicht in der Lage, allein zu leben. Dies führt in eine sehr unwillige Beziehung…

Man könnte Sakurasou so zart und unschuldig, wie die Kirschblüten im Anime beschreiben. Der Anime bewegt sich im großen Rahmen um Alltagssituationen um die Bewohner des Sakurasou. Ob in der Schule, auf dem Weg zur Berufsfindung oder auch in der Liebe. Zwar liegt Shiina mal halbnackt unter’m Tisch, weil sie die ganze Nacht Manga gezeichnet hat, aber das ist eigentlich nicht ganz so wild. Der erste Teil der Serie dreht sich sehr um Shiina und Kanda, der aber zu inkompetent ist, in den ersten Episoden groß etwas mit ihr anzufangen (was Liebe oder so angeht).

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Dann kommt auch mal zwischendrin Shiina’s Freundin aus England und meint, sie solle mit ihr kommen und wieder mit der Malerei anfangen. Es entsteht etwas Drama, aber das ist nicht ganz so tragisch, da die Serie eigentlich recht entspannt und auch zum Teil recht lustig voran geht. Ab der zweiten Hälfte geht es dann weiter mit Kanda’s Traum ein Spiel zu machen (was es war, keine Ahnung. Glaub Musik-Rhythmus-Spiel) und auch um Aoyama’s Vorstellungsgespräch bei der Synchronsprecherfirma. Natürlich ist diese auch in ihn verknallt und sagt am Valentinstag zu ihm, sie wolle ihm nach dem Vorstellungsgespräch etwas wichtiges sagen. Während Kanda das eher wenig beeinflusst, scheint auch Shiina so langsam etwas für ihn zu empfinden …

Seicht, leicht aber auch nicht zu leicht. Ich war ehrlich überrascht, als ich die Serie sah. Eigentlich macht der Anime so ziemlich alles richtig, was man in einer soliden Story groß fabrizieren kann. Gegen Ende war das Drama dann aber doch etwas fast Drama, aber nicht allzu schlimm. Man wird (Spoiler) mit der Schließung des Sakurasou etwas überrümpelt, aber man kann es eigentlich verkraften. (Spoiler Ende) So kam die Serie auch zu einem schönen und auch rührenden Abschluss, weshalb ich auch so sehr zu Frieden wahr.

+

Charaktere

Die wichtigsten Charaktere leben im Sakurasou selbst. Das wären Sorata Kanda, Mashiro Shiina, Misaki Kamigusa, Jun Mitaka, Nanami Aoyama und Ryuunosuka Akasaka. Eine wichtige Nebenrolle spielt sonst noch Chihiro Sengoku, welche die Hauptverantwortliche für das Sakurasou und die Kunstlehrerin der Schule ist. Angefangen mit Sorata, kann man nun nicht so viel zu ihm sagen. Er wurde aus seinem normalen Wohnheim rausgeschmissen, da er eine Katze bei sich wohnen lassen hat. Deshalb kam er ins Sakurasou, wo jetzt ständig noch mehr Katzen aufgenommen werden, weil’s ja auf einmal erlaubt (?) ist. Mit der Zeit reift aber auch er so langsam heran, was vielleicht auch an Mashiro, als an der Tatsache liegt, dass er erwachsen wird und sich ernsthafte Gedanken um seine spätere Zukunft macht. Er ist für mich der Mainchar, aber wirklich Bedeutung hat er für mich nicht, wenn ich mal ehrlich bin. Zumindest ist sein Ziel, Spieledesigner/entwickler zu werden doch sehr löblich und deshalb verzeih ich ihm auch die Langweile, die er auf mich lässt.

Mashiro ist ein sehr begabtes Mädchen in der Malerei und hat schon einige Kunstwerke gezeichnet, die sogar ausgezeichnet worden sind. Allerdings möchte sie lieber Manga zeichnen und versucht alles, um Mangaka in einer monatlich erscheinenden Zeitschrift zu werden. Sie ist ein sehr ruhiger und angenehmer Charakter, ist aber nicht groß emotional. Dies kommt erst später ein wenig, aber nicht großartig. Sie spricht auch die meiste Zeit eher im monotonen Klang, was bei ihr aber einfach süß klignt. Wie sie am frühen Morgen jemanden braucht, der ihr beim anziehen hilft, ist wirklich sehr knuffig. Ich mag sie sehr, auch wenn sie ein wenig so wirkt, als wäre sie ein authistisches Mädchen, das halbnackt durch ihre Messi-Bude rollt.

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Nanami Aoyama ist sehr gut mit Mashiro befreundet und ist momentan in einer Synchronsprecherausbildung. Sie hat hart dafür gekämpft diese zu machen, da ihr Vater dagegen war. Sie ist ein ehrgeiziges Mädchen, aber sie nervte mit der Zeit einfach nur. Sprich – das Mädchen dass den Mainchar liebt, aber es nicht auf die Reihe bekommt, ihm die Liebe zu gestehen. Ihr Gemache ging mir irgendwann nur noch auf den Geist, weshalb ich sie für mich ausblendete. Na ja, wenigstens sah sie mit ihrem Pferdeschwanz ganz in Ordnung aus. Dann wären da auch noch Jin und Misaki. Jin war in meiner Erinnerung irgendein Genie, das gut Drehbücher schreiben konnte und schon einen Platz auf der Uni hatte. Er ist ruhig und vernünftig, aber nicht wirklich interessant für mich. Die hyperaktiv, laute Misaki ist in ihn verliebt und gesteht ihm dann auch später die Liebe. Sie kennen sich schon seit ihrer Kindheit, waren immer in der selben Klasse … joar. Ansonsten war sie glaub die, die ihren eigenen Anime vollkommen allein animiert hat und auch sonst irgendwie die ganze Zeit durch ihre Lautstärke präsent war. Einerseits nervig, andererseits ein guter Kontrast zu Jin. Gegensätze ziehen sich nun mal an.

Ansonsten hätte wir da noch Ryuunosuke. Im ersten Teil der Serie sehen wir diesen nur dadurch, dass er mit Sorata Mails schreibt. Er ist ein Hikomori, verlässt das Wohnheim nie und lässt eigentlich nur seinen selbst entwickelten Charakter für sich sprechen. Später tritt er dann auch in Erscheinung … als schmächtiger Kerl, der längere Haare als alle Mädchen hat und in manchen Momenten sogar so extrem feminin ist, dass ich ihn für eine Frau gehalten habe. Über ihn verliere ich jetzt aber nicht so viel, da es mit Shiinas Freundin aus England zutun hat. Die Lehrerin, die für das Sakuraso verantwortlich ist, legte Sorata einst auf, sich um Mashiro zu kümmern. Sie ist eine recht lockere Person und recht umgänglich. Manchmal hat sie aber auch ihre Launen.

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Zeichnungen & Animationen

Der Zeichenstil der Serie sieht eigentlich sehr süß aus. Er ist jetzt nicht overmoe, aber ich find ihn sehr schön. Allgemein sind auch die Animationen Bombe und die Hintergründe erscheinen meist durch die Kirschblüten in einem zarten rosa. Man ist beim schauen eigentlich sehr verträumt und es ist eine Augenweide, sich die Serie anzuschauen. Hier großen Respekt an J.C. Staff, sollte der Anime hierzulande erscheinen, lohnt sich der Kauf einer Blu-Ray Ausgabe doch sehr. Ich kenne eigentlich auf gut Glück keinen Anime, in dem mir Kirschblüten besser gefielen, als es hier war.

Musik & Synchronisation

Der BGM der Serie ist in meiner Erinnerung meist mit klassischen Stücken gefüllt. Das könnte auch an Mashiro liegen, da es zu ihr, als Malertalent doch sehr gut passt. Das Opening und Ending gefiel mir hier sehr, auch wenn ich mich an das erste nicht mehr groß erinnern kann. Vor allem das zweite war sehr schön, so wie auch das Ending. Die Synchro war gefüllt schon recht guten Sprechern, erhärtend war jedoch die Besetzung von Yui Horie auf Ryuunosuke. Somit wirkte er nun noch mehr wie eine Frau und das konnte ich teils nicht verkraften. Ich dachte die ganze Zeit nur: „ER IST EIN KERL! ER IST EIN KERL, VERDAMMT!“

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Alles in allem war Sakurasou eine wirklich wunderschöne Serie, bei der ich über kleine Fehlerchen hinweg sehen kann. Zwar war das Pacing gegen Ende hin eher meh, aber das ist nicht weiter schlimm. Auch wurden auf einmal Dinge angesprochen, die so nie da waren, aber das lag vielleicht auch an der Light Novel Vorlage. Mir gefiel es zum Beispiel besser als Genrevertreter Toradora, weshalb ich Sakurasou auch momentan als meine Lieblingsanime im Sachen Romance sehe. Jeder sollte sich mal heran trauen, einen Blick ist es definitiv wert.

Bewertung: 9/10 Punkten

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2 Gedanken zu “Sakurasou no Pet na Kanojo – Review

  1. Wirkt etwas seicht, vielleicht kam auch nur die Begeisterung nicht wirklich rüber, aber was nun eine 9 von 10 rechtfertigt konnte ich nicht so wiklich hier herauslesen. Etwas komisch war auch das du erst alle Mainchars nennst (vor allem mit vollem Namen, wieso sollten einem die Nachnamen interessieren wenn die Namen eh erstmal nur alle in einer Reihe runtergerattert werden?)

    Schön war das du dann die Figuren etwas näher beshcrieben hast wie z.b. der Pferdeschwanz, aber insgesamt hattest du schon tollere Reviews 😀

    • Bei Romance-Werken tu ich mich immer sehr schwierig … Deshalb hab ich auch damals nichts zu Toradora geschrieben. Bei Sakurasou muss man es wohl einfach gesehen haben. Ich denke allerdings, dass es auch als Manga funktionieren würde (Light Novel Vorlage). Haha xD

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