Full Moon wo Sagashite – Review

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Heute wird mal wieder über ein Arina Tanemura Werk geplaudert. Da ich ihre Werke eigentlich sehr mag, habe ich mir eines (laut der Fanbase) der besten Werke von ihr rausgesucht. Das woll’n wir doch mal sehen …

Eigentlich habe ich diesen Manga gekauft, nach dem ich und Shima gemeinsam die dazugehörige Anime-Adaption angefangen haben. Da das Pacing im Anime aber mehr als nur stinkt (Review folgt, wenn wir fertig sind), habe ich den Manga so ziemlich verschlungen. Allgemein habe ich hin und wieder Probleme mit Manga, die recht textlastig (weil manch Manga darunter zu leiden haben, da langatmig, ect.) sind. Natürlich ist das bei Tanemura Werken eher nicht der Fall. (Spoiler sind kursiv & fett  gedruckt vermerkt) Außerdem möchte ich nicht allzu sehr auf die Charaktere eingehen, also wäre es vom Vorteil, wenn ihr diesen Manga bereits kennt.

Mitsuki Koyama ist 12 Jahre alt und will Sängerin werden, aber sie leidet an einem Tumor in ihrem Hals, durch den sie ihr Leben verlieren könnte. Obwohl ihr Arzt Mitsuki dringend zu einer Operation rät, lehnt sie diese ab, da sie danach wohl nie mehr singen könnte. Und dann tauchen auch noch eines Tages die beiden Shinigamis Takuto und Meroko auf und offenbaren ihr, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Takuto lässt sich aber auf einen Deal ein und ermöglicht Mitsuki so zumindest vorübergehend eine Karriere als Sängerin.

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Ich bin möglichst ohne große Vorkenntnise an die Serie gegangen. Anfangs wirkt die Thematik auch noch nicht so dramatisch, wie sie später noch wird. Mitsuki hat durch die Shinigamis ihre Chance, ein Idol zu sein. Da denkt man doch nich die ganze Zeit darüber nach, dass man in einem Jahr stirbt. Arina Tanemura stellt die Shinigamis auch recht putzig dar – im Vergleich zu Death Note ist das wie Tag und Nacht. Eigentlich sehen sie sogar irgendwie aus wie Engel, obwohl sie ja eigentlich Todesgötter sind. So macht sich die Story auf und wird nach und nach weiterentwickelt. Die Beziehung zwischen Mitsuki und den beiden Shinigamis Takuto und Meroko steht dabei sehr im Vordergrund. Das was mich anfangs nur etwas nervte war dieses: „Eicchi-kun, Eicchi-kun!“ Streich das i mal weg, dann weißte Bescheid. Nein, nein. Mitsuki war nach dem Tod ihrer Eltern in ein Waisenhaus gebracht worden, wo sie dann natürlich auch aufwuchs. Eicchi-kun ist dementsprechend ihre ewige Jugendliebe, wenn man es so nimmt.

Da Eichi-kun allerdings damals nach Amerika zog, ist sie nun auf der Suche nach ihm und möchte ihn nun als berühmte Sängerin erreichen und natürlich auch wieder finden. Ob ihr das gelingen wird und sie am Ende doch nicht sterben muss?full-moon-wo-sagashite-307969

Full Moon hat etwas, was das Nachfolgerwerk Shinshi Domei Cross nicht hatte – ernst zu nehmende Charaktere (und auch nicht zu viele). Zwar nervt Mitsuki mit ihrer ewigen Nachheulerei, aber ihre Probleme nimmt sie doch recht ernst. So muss sie sowohl ihr Leben als Mitsuki, als auch als Full Moon meistern. Als Full Moon ist sie im Körper einer 16-jährigen jungen Frau (und blond), welche den Tumor nicht im Hals hat. Sie kann also endlich problemlos singen und ist kerngesund.

Neben ihren Rivalen im Showgeschäft (Stalker, Hater, andere Idols, ect.) haben es allerdings auch noch ein paar andere Todesgötter auf sie abgesehen, welche das Tun von Meroko und Takuto nun mal nicht dulden. Die beiden haben auch noch ihre ganz eigenen Geschichten zu erzählen, welche ich an dieser Stelle allerdings nicht verraten möchte. Ansonsten gibt es noch ein paar ganz nette Nebencharaktere (Full Moons Managerin, Mitsukis Oma, ect. …), welche das ganze noch ganz gut voran treiben. Im Gegensatz zum Anime muss ich hier auch nicht ewig warten und bekomme meine Story sofort auf’s Serviertablet geliefert.

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Sonst war ich auch eigentlich recht zu frieden mit der Serie.

Das Ende kam mir dann auch nicht so komisch vor. Das Takuto der Bandleader dieser Band war, mit Mitsukis Vater zusammen gespielt hat, war mir ja klar. Aber das er sich letztlich in sie verliebt? Na ja, das hätte nicht sein müssen. Ich finde, dass die beiden nicht sonderlich gut zusammen passen. Dann doch lieber Eicchi-kun. Das Mitsuki dann auf einmal doch wusste, das Eicchi-kun tot ist, kam recht plötzlich. Dennoch war es ein interessanter Plot-Twist und hat mich auch kurz umgehauen. Da Shinigami ja alle Selbstmörder (im alten Leben) waren, bekommen wir auch noch eigenes Meroko, Takuto und Izumi mit. Alle drei waren recht interessant. Die Story vom Doktor und Fullmoon’s Managerin war eher in meinem Desinteresse, aber das hätte ich an dieser Stelle auch weg lassen können. Mein größtes Problem war zwischenzeitlich allerdings, dass Mitsuki Eicchi-kun einfach viel zu lange nachgeweint hat OBWOHL sie wusste, dass er tot ist. Natürlich ist es wichtig, an schönen Dingen fest zu halten. Gerade deswegen ist Mitsuki auch ein recht starkes Mädchen. Ich möchte das auch gar nicht abstreiten. Aber irgendwann ging es mir, als Leser, einfach nur noch auf die Nerven. Die ernsteren Töne gefielen mir hier aber sehr, was durchaus eine Stärke an Tanemura’s Geschichten ist.

Zeichnerisch ist Fullmoon wahrlich eines der älteren Werke von Arina Tanemura. Während Werke wie Jeanne, I.O.N und dieser eine One Shot teilweise noch sehr komisch aussahen, ist Fullmoon schon auf dem Weg der Besserung. Allgemein mag ich lange Wimpern, aber es war bei ihren Werken manchmal etwas arg übertrieben. Da störten mich die großen Augen nicht mal. Außerdem wirkten auch die Hände oft etwas komisch gezeichnet. Teilweise erinnerten sie mich sogar an Disney Werke, von der Art her. Bei Fullmoon wirkten sie dagegen etwas dünner, wenn ich sie so betrachte. Allgemein wirkten die Charaktere weitaus dünner, als in den vorherigen Werken. Es ist natürlich nicht so tragisch, aber doch auffällig. Nachfolgerwerk Shinshi Domei Cross wirkte dagegen etwas besser, was das Thema Anatomie angeht. Allgemein fand ich die Zeichnungen hier auch wesentlich süßer, als bei Jeanne. Sie haben manchmal sogar etwas moehaftes, aber nicht allzu übertrieben. Man könnte meinen, man wollte es süß wirken lassen, aber dennoch schlicht und einfach angehen.

Alles in allem war ich aber durchaus zufrieden. Ich meckere nun mal gern, das gebe ich ganz ehrlich zu. Am Ende des Mangas saß ich dann sogar da und dachte mir: „Mou, schon vorbei?“ Das ist ein gutes Zeichen, selbst wenn ich mich mal darüber aufrege. Vielleicht regt es in dem einen oder anderen auch die Tränen, da es hin und wieder recht emotional wurde. Lest einfach selbst, sag ich mal.

Bewertung: irgendwas zwischen 7 und 8 Punkten

PS: Den Anime werde ich auch noch reviewen, sobald ich damit fertig bin. Da war ich nich sooo … zufrieden.

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2 Gedanken zu “Full Moon wo Sagashite – Review

    • Fullmoon war wirklich schön, ja. Solche Serien wünsch ich mir in Zukunft öfter von Arina. Aber das passiert schon mal, ich hab bei irgendeiner Serie auch mal erst den 3. Band gelesen, bevor ich den 2. gelesen hab. xD

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