Kamikaze Kaitou Jeanne – Review

Kaitou_Jeanne_full_1803551 Heute mal ein Review zu einem wahren Shoujo-Klassiker.

Ich habe den Manga vor einiger Zeit gelesen und das ist wirklich schon 4-5 Jahre her. Da er mir aber reichlich in Erinnerung geblieben ist, kann ich aber sicher noch ein gutes (zum Teil schon fast Kurz-Review) Review hinbekommen (alsob.jpeg).

Die 16-jährige Marron Kusakabe ist eigentlich eine ganz normale kamikaze_kaitou_jeanne_v04_ch018_page_146Schülerin – doch sie ist auch die Reinkarnation der französischen Freiheitskämpferin Jeanne d’Arc. Mit Hilfe des kleinen Engels Fynn Fish kann sie sich in die Diebin Jeanne verwandeln, um Dämonen zu jagen, die sich zu Beginn der Serie nur in Kunstwerken, später jedoch auch in normalen Gegenständen (im Manga sind es nur wertvolle Bilder, auf denen, wenn der Dämon besiegt ist, ein Engelsbild erscheint) einnisten und von „reinen“ Menschen Besitz ergreifen (erinnert mich vom reinen grad an Sailor Moon, haha xD), denen diese Kunstwerke etwas bedeuten. Ist ein Dämon besiegt, verwandelt er sich in eine Schachfigur, der Besessene ist befreit und der Gegenstand verschwindet. Daher wird Jeanne für eine geheimnisvolle Diebin gehalten und von der Polizei und ihrer besten Freundin Miyako Tōdaiji, die Tochter eines Polizisten, verfolgt.

Ich kannte dieses Werk auch lange nur in der Anime-Fassung. Als ich allerdings mal den Anime re-watchte, stellte ich fest, dass das eigentliche Ende ziemlich verwirrend war. So griff ich also damals zum Manga, der in genauer Reinfolge sogar meine zweite Reihe war. Mit sieben Bänden war die Reihe eben recht überschaubar, was mich echt freute. Ich hatte weitaus mehr Bände erwartet, wenn ich es mir mal so überlege.

Wenn man den Manga dann fertig hat, weiß man durchaus woran man ist – damals liefen beide noch gleichzeitig und es ist eben wie bei jeder kamikaze-kaitou-jeanne-1971067Reihe so, welche parallel zu Anime läuft. Der Anime braucht dann irgendwann eigene Handlung oder neue und macht einfach, was er will, wo der Manga sich Zeit lässt und eine ordentliche Geschichte erzählt. So wird auch Marrons Familienproblem ordentlich beleuchtet und Finn wird nicht ganz unberechtigt böse. (Spoiler kommen nun regelmäßiger, Achtung!) Eigentlich war sie ein kleiner Engel, der allerdings aus dem Himmelsreich verbannt wurde (es war mehr ein Missverständnis, um es so zu sagen=. Einerseits tut sie einem schon leid, andererseits ist es schon gemein Marron so fies zu hintergehen. Fish sammelte daher alle Schachfiguren für Satan und wird dann wieder ordentlich böse. Wie der Kampf zwischen ihr und Marron ausgeht, sollte klar sein. Allerdings sind die Konflikte in Marron selbst weitaus besser beschrieben (und auch nachvollziehbar), als sie es im Anime waren. Das sie nun Jungfrau bleiben muss, um Jeanne zu sein war recht ironisch, aber auch irgendwie … komisch? Ich saß schon recht verwirrt da, aber hey, die beiden haben es trotzdem ge … na ja.

Das die Gemälde nun zu Engeln wurden, war für mich aber auch ein kleiner Aha-Effekt. Im Anime wurden sie (in meiner Erinnerung) glaub immer weiß. Hier gefiel mir auch die Geschichte mit dem Jungen der herzkrank war sehr gut. In dieser einen Story drehte es sich darum, dass er einen Dämon im Herzen hatte und Jeanne ihn retten sollte. Sie würde ihn allerdings dabei töten, da der Dämon genau an seinem Herz saß. So musste sie sich doch Tatsache kamikaze-kaitou-jeanne-1969519entscheiden, ob sie nun sein Leben oder den Dämon aufgeben sollte. Dieser Konflikt hat mir schon damals echt gefallen. Das Romance in der Serie interessierte mich dagegen eher weniger. Viel eher hätte ich mir eine Jeanne gewünscht, die etwas mehr badass ist, aber da waren meine Erwartungen einfach an der falschen Stelle. Mir gefielen mehr Marrons Konflikte und Probleme, beziehungsweise das Character Development welches unsere Protagonistin durchmacht. Man macht bei der Geschichte ordentlich was mit, da sie echt nicht gut zu verdauen ist. Mir kamen die Charaktere zumindest weitaus verständlicher und umgänglicher vor, als sie es im Anime waren. Außerdem gab es in einem Chapter fast eine Rape-Szene, bei der ich heute noch enttäuscht bin, dass es nicht dazu kam. Komisch das es nur Noin Claude (dieser Lehrer, der eigentlich ein Dämon war) versucht hat, wenn ich ehrlich bin. Ich mochte ihn, aber vielleicht liegt das auch nur an seinen langen Haaren. haha xD. Aber seine Backstory war auch recht schön, wenn ich das anmerken darf. Keine Ahnung, ob die im Anime auch vorkam.

Die Zeichnungen sind dagegen ein nichts gegen das, was Arina Tanemura heutzutage an den Start legt. Die Augen die sie zeichnet, waren ja schon immer sehr groß. Ohne Frage, das unterstelle ich ihr gar nicht. Selbst diese vereinzelten Wimpern waren damals noch okay, obwohl es an Detail recht gemangelt hat. Die Haare und auch die Körper waren auch okay, wenn auch zum Teil ohne Proportionen. Ich sehe über diese Dinge wirklich gern hinweg, gerade im Anbetracht der heutigen Zeit. Aber diese Finger … meine Fresse. Die Hände die sie zeichnete, erinnern mich teilweise an die von Mickey Mouse und das war echt übel. Aber gut, jeder fängt mal klein an. Zumindest waren ihre Farbillustrationen immer recht sauber und schön, aber sie schrieb im zweiten Fanbook ja selbst, sie hätte bemerkt dass ihr erstes aussah, wie von einem Anfänger gezeichnet.

Im ganzen muss ich aber rückblickend sagen, dass mir der Manga weitaus besser gefallen hat, als der Anime. Gerade die Tatsache, dass er nicht ewig auf irgendwelchen Fillern sitzt, finde ich spitze. Mit sieben Bänden hat er die ideale Länge und ist für seine damalige Zeit sehr schön anzusehen und nachvollziehbar. Würde er allerdings einen vollkommen neuen Manga (neue Zeichnungen) mit der selben Story bekommen, würde ich ihn mir sicher noch einmal zu legen. Neben Full Moon wa Sagashite einer der besten Storys von Arina Tanemura.

Bewertung: 7 von 10 Punkten

Kamikaze_Kaitou_Jeanne_full_1656001

Advertisements

2 Gedanken zu “Kamikaze Kaitou Jeanne – Review

  1. „Außerdem gab es in einem Chapter fast eine Rape-Szene, bei der ich heute noch enttäuscht bin, dass es nicht dazu kam.“ <– Really? Ich saß mit offener Kinnlade da, der Satz liest sich ziemlich abgefucked XD

    Ansonsten eine sehr lebendige Review, auch wenn es mir gefallen hätte wenn du nicht nur Finns änderungen vom Anime zum Manga besprochen hättest, auch ein zwei Bilder der Mickey Mouse Hände wären gut gewesen XD

    Ansonsten aber eine schöne Review die wohl auch geshcickt distanziert die Eidnrücke von damals und heute gut miteinander verzahnt. Respekt! 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s