Shingetsutan Tsukihime – Review

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Heute Mal ein Review zu Type Moons Vampir-Animu. Nicht so wie Twilight, mal am Rande.

Für dieses Review sind möglichst eventuelle Vorkenntnisse vorausgesetzt. Außerdem war die Serie für mich teils undurchsichtig und wirr, dass ich vielleicht nicht alles einbringen konnte. Allerdings musste das wichtigste drin sein und ich denke, ihr könnt euch ein Bild von der Serie machen.

Ich kam auch eher zufällig zu dieser Serie, da die Charaktere dieser Serie auch im Type Moon Cross-Over Anime Carnival Phantasm vorkamen. Da die Charaktere dort aber eher albern und süß dargestellt worden sind, ist dies hier noch einmal die richtige und ernstere Version, die ich eben erst nach dieser Parody gesehen habe. Auf gehts!
Screenshot 2015-05-13 21.06.07

Story

Shiki Tohno verlässt nach 8 Jahren das Haus der Arima Familie um nach dem Tode seines Vaters, auf Bitten seiner Schwester Akiha, in ihrer gemeinsamen Villa zu leben. Als er am selben Tag wieder zur Schule geht, begegnet ihm ein neues Gesicht – Ciel. Das merkwürdige ist nur dass Shiki keinerlei Erinnerung an eine solche Schulkameradin besitzt, doch all seine Freunde scheinen sie zu kennen. Während der Schule bricht Shiki ganz plötzlich zusammen und wird Heim geschickt. Als er auf dem Weg nach Hause durch den Misaki City Park läuft, verschwindet sein Bewusstsein und er findet sich in Hause der Tohno Familie wieder. In einer mörderischen Vision ersticht er eine junge Frau. Am nächsten Tag jedoch, als er wieder auf dem Weg zur Schule durch den Park geht, sitzt dieselbe vermeintliche tote Person auf einer Schaukel und meint, Shiki gefunden zu haben. Shiki wird mit der Tatsache konfrontiert, die Dame namens Arcueid getötet zu haben. Als wenn das nicht auch noch alles wäre, sie ist auch noch ein Vampir und konnte sich deshalb regenerieren. Es scheint, Shiki hat nun schlechte Karten, aber der Vampir ist recht angetan von dem Jungen und verpflichtet ihn als Bodyguard, für sie zu arbeiten. Shiki hat einfach keine Wahl und fühlt sich so schon dieser Aufgabe gewidmet, da die Dame immer noch von seinem Angriff verletzt zu sein scheint. Die Dinge nehmen Überhand, als die beiden zum ausruhen, in ein Hotel gehen ausgerechnet in dem selben wo Shikis Schulfreundin Yumitsuka und Familie heute ihren Geburtstag feiern wollten. Nero Chaos (Konton), eine abscheuliche Bestie, die nur aus einer Art von Wölfen zu bestehen scheint, richtet ein grausames Gemetzel im Hotel an und füttert seine Wölfe mit den Körpern der Hotelgäste. Neros einzige Absicht ist es, Arcueid auf Befehl Roas zu töten – ein Krieg zwischen Shito und Shinso Vampiren. Während die Shinso eng mit der Natur verbunden sind, man könnte sie man auch als Geister bezeichnen, sind die Shinto das ganze Gegenteil und saugen das Blut der Shinso. Nun aber hat Arcueid einen neuen starken Verbündeten gefunden. Doch welche Fähigkeit besitzt ausgerechnet Shiki? Unter welchem Fluch leidet die Mondprinzessin?

Ich fand die Thematik von Anfang an höchst interessant. Auch der Ansatz hatte hohes Potenzial, da die Tatsache, dass Shiki Arceuid gleich mal in der ersten Folge tötet, echt drastisch war. Um so verwirrender war es allerdings, dass sie ihm dies einfach so verziehen hat. Ich mein … unsterblich oder nicht, aber man bedankt sich doch nicht bei seinem Mörder. Die Serie warf im Laufe der Folge so oft Fragen auf, dass man danach einfach nur noch verwirrter war. Warum verhält sich Shikis Schwester Akiha so blöd und streng? Warum ist Ciel so verdammt komisch drauf und hat irgendwie keinen berechtigten Grund, da zu sein? Wieso wird so wenig über Arcueid beleuchtet und wenn, dann nur so flach? Mir gefiel das Erzähltempo der Serie schon, keine Frage. Es ging mir nicht zu schnell und ich fand es auch gut, dass Vampire hier mal NICHT wie die schlimmsten Pussys dargestellt werden. Aber warum so viel einbringen, wenn man eh nicht alles umsetzen kann? So wären mir einige Fragen erspart geblieben.

Gerade die Geschichte um Shikis Bruder und die Tatsache, dass er solche Kräfte hatte, wurde viel zu spät und viel zu kurz aufgeklärt. Hier hätte mir eine reine Erklärungsfolge gut getan, wenn man es man so sagen kann. Die Atmosphäre der Serie war schön und die ersten sechs Folgen waren sehr schön eingeleitet. Dann ging es jedoch eher bergab, obwohl die Serie gute Serie mit später gutem Character Development hat. Die Fragen mal dahingestellt, die Beziehung zwischen Shiki und Arcueid war sehr süß dargestellt. Das Ende der Serie war dann recht traurig, weshalb ich mir ein eher positiveres Ende für Arcueid gewünscht hätte.

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Ich glaube, man hatte hier eine gute Story vorliegen, die man allerdings nicht optimal in 12 Folgen füllen konnte. Es hätte wohl ein paar Folgen mehr gebraucht, um alle Charaktere wirklich zu behandeln. Schade.

Charaktere

Eigentlich waren die Charaktere in Tsukihime gerade die Stärke des Animes. Zwar hat man mit Shiki nicht gerade den stärksten Hauptcharakter, sondern einen eher passiven und ruhigen männlichen Protagonisten, aber wenigstens ist er keine absolute Pussy. Ich habe wirklich schlimmeres von ihm erwartet. So eine richtig blöde Pussy, der möglichst viele Mädchen um sich herum hat und sich nicht recht entscheiden kann, weil er viel zu blöd dazu ist. Gut, dass es nicht so war. Im Laufe der Story interessiert er sich wirklich nur für Arcueid und die beiden sind auch sehr knuffig zusammen. Sie war so süß und moe … meine Fresse, ich bekomme Karies. Ihr Interesse an der Welt ist eher rege und erinnert an eine streunende Katze. Sie wirkt eher nicht wie die Prinzessin der Vampire und auch als Vampir wie ein … trockener Alkoholiker. Daher hasst sie Blut und trinkt dieses auch nicht. Sie hat eine liebenswürdige Persönlichkeit und wirkt auch manchmal eher wie ein Kind, als eine erwachsene Frau. Allerdings wurde sie als weiße Prinzessin sehr mäßig beleuchtet, was mir im Anime einfach gefehlt hatte.

Ansonsten wäre da noch Shikis viel zu strenge Schwester Akiha, die ihm nicht erlaubt nach um 10 raus zugehen und solche Späße. Sie liebt ihren Bruder, was für mich auch vollkommen okay ist. Es ist für mich auch weitaus nachvollziehbarer, dass sie Shiki mehr als Bruder sieht als ihren richtigen, gerade weil dieser Shiki umbringen wollte. Aber ihre übertriebene Bruderliebe war mir einfach zu viel. Ihre Backstory und ihre Fähigkeit wirkte interessant auf mich, aber nicht ausreichend um auf mich sympathisch zu wirken. Dann wären da noch die Hausmädchen des Arima Hauses, die zwar recht niedlich, aber doch recht blass wirkten. Die eine sehr lieb, die andere eher sehr ernst und emotionslos. Das wirkte auf mich nicht wirklich einprägend. Genauso ist es auch mit Shikis Freunden, die einfach nur da waren und nichts großes beigetragen haben.

Diejenige, die aber am meisten unter der Tatsache leiden musste, nicht anständig eingeführt zu werden, war Ciel. Die ältere Mitschülerin die auf einmal auftaucht, alle kennen sie und sie ist voll nett, aber natürlich bemerkt niemand das sie einfach erschienen ist. Höchstens der Hauptprotagonist, aber der vergisst das anscheinend auch wieder ganz schnell. Außerdem ist es erst nur ihre Aufgabe, unseren Protagonisten vor Arcueid zu warnen und während der Nacht paar Vampire abzustechen. So Klischee und einfach nur unsymphatisch. Aber das war auch bei den Bösewichten so. Keiner von diesen war irgendwie nachvollziehbar, auch nicht Shikis Bruder oder der Mann mit den Tierchen im Mantel.

Gerade hier hätte man so viel machen können und die Ansätze waren auch da. Allerdings wurden nur ein paar Charaktere ernsthaft angeschnitten und weiterentwickelt, was ich auch reichlich schade finde.

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Zeichenstil & Animationen

Für heutige Standards ist Tsukihime eher mäßig animiert. J.C.Staff hat mittlerweile einfach mehr drauf und hier hat man einiges versenkt. Von der reichlich hässlichen Kussszene mit Shiki und Arcueid, bis zu einigen hässlichen Gesichtern, die irgendwie nicht nochmal neugezeichnet worden sind. Dennoch war der Zeichenstil recht schön und muss sich vom Charakterdesign nicht hinter den anderen Werken von Type Moon verstecken. Gerade die Darstellung des Opening und Endings war sehr schön dargestellt und hat sehr zur düsteren Atmosphäre der Serie gepasst. Allgemein dominierten in dieser Serie matschige, dunkle Farben. Einfach schön mysteriös.

Musik & Synchronisation

Der BGM der Serie war sehr orchesterlastig und das hat3833 mir sehr gefallen. Gerade dass hat mir sehr gefallen, da die Streicher- und Pianomelodien sehr zur Serie gepasst haben. Auch das Opening war sehr schön durch die Chorgesänge anzuhören und das Ending hatte sehr schönen, ruhigen Gesang. Hier wurde sehr auf die Atmosphäre geachtet, die einfach perfekt zur Serie passt. Die Synchro war natürlich auch sehr gut, aber der finale Bösewicht wurde mit sehr, sehr schlechter Tonqualität aufgenommen. Ich weiß nicht warum, aber er war total schlecht zu verstehen und klang einfach nur schrecklich.


Tsukihime ist so eine Serie, die wahrscheinlich nur einmal richtig gut ist und wirklich Leute braucht, die wirklich auf Serien dieses Genre stehen. Mystery-Serien gehen ja eh ziemlich mäßigen Tempos voran und das hat mir eigentlich gut gefallen. Leider fehlte es mir oft an Erklärungen und Einzelheiten zu den Charakteren, weshalb ich hier etwas abwerten muss. Gerade die blutigen Szenen hatten mir sehr gefallen, aber so kann ich einfach keine Bestwertung geben.

Bewertung: 8/10 Punkten

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2 Gedanken zu “Shingetsutan Tsukihime – Review

  1. Vorweg: Zwei Sätze lesen sich eher holperig:

    „Das merkwürdige ist nur Shiki hat keinerlei Erinnerung an eine solche Schulkameradin besitzt“

    „Wieso wird so wenig über Arcueid so ziemlich schlecht beleuchtet“

    Aber davon abgesehen war deine Review ganz okay, auch wenn ich nicht ganz begriffen habe wer Ciel ist und was genau sein Platz in der Geschichte war, doch ich schulde es einfach deiner Aussage das der Plott etwas schwer zu fassen ist. Immerhin besser als Twilight XD

    • Habe die zwei Sätze mal korrigiert.
      Ciel war quasi die liebe Senpai, die in Wirklichkeit was gegen Brunestud hatte und auch eine Art Vampir war. Aber Shiki hat sie gemocht und permanent vor Brunestud gewarnt. Weiber halt xD

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