Codename Sailor V – Review

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Nachdem es schon genug Stuff zu Sailor Moon gab, bringe ich euch heute ein Sailor V Review mit.

Sailor V ist bekanntlich ein Prequel zu Sailor Moon und erschien bereits ein Jahr vor seinem Sequel. Mit der Idee ihres Redakteurs, eine längere Serie aus dieser Story zu machen, wurde Sailor V allerdings vorerst pausiert und Sailor Moon produziert. Die Pause dauerte dann bis zum endgültigen Ende Sailor Moons an, bis Sailor V dann auch endlich beendet werden konnte. Ob es der Serie gut getan hat, klären wir jetzt. Man könnte sie wohl den Ursprung des Bösen nennen, wenn man die Gegner des alten Animes so betrachtet.

Sailor V unterscheidet sich auch nicht großartig von Sailor Moon. Minako ist ein dreizehnjähriges, faules Mädchen, dass auf Idols und halt die typischen Prominenten dieser Zeit steht. Das diese aber zum 007Teil Bösewichte sind, die Energie sammeln wollen, kommt für sie erst einmal unerwartet. Es handelt sich hierbei um eine Unterorganisation des Dark Kingdoms, welche Minako dann als Sailor V besiegen soll. Die Polizei sieht das nicht gern, aber die Chefin von denen steht trotzdem voll auf Sailor V. Während diese also dabei sind Minako vergeblich zu schnappen, kämpft Minako gemeinsam mit Artemis gegen diese recht bescheuerte Organisation. Außerdem hat sie hier einen ähnlich mysteriösen Mitspieler wie Bunny, also eine Art Tuxedo Mask. Allerdings war der nicht gerade einprägend und geht grad so als Prototyp für Tuxedo Mask durch. Artemis muss sie aber noch penetranter zusammenscheißen, weil sie echt teils NOCH fauler ist, als Bunny. Ihr dachtet das geht nicht? Hier habt ihr den Gegenbeweis, alles ist möglich.

Die Parallelen zu Sailor Moon sind deutlich und das Grundprinzip ist genau das selbe. Dennoch ist es witzig Minako bei ihren Abenteuern zu sehen, was sich eben auch deutlich witziger herausstellt, als Sailor Moon. Genau hier liegt auch irgendwo der Schwerpunkt der Serie, was ich ganz niedlich finde. Natürlich treffen wir am Rande auch auf einige bekannte Gesichter, die man da und dort schon deutlich erkennt. Dennoch hat Sailor V eben etwas eigenes an sich, was ich ganz schön finde. Am Anfang ist gar nicht so deutlich, dass es sich hierbei um einen direkten Vorgänger Sailor Moons handelt, was aber später nach und nach deutlich wird, den man bemerkt wirklich sehr deutlich, wo die Serie pausiert. Ich kann auch nicht genau sagen wo dieser Punkt ist, aber … man merkt es einfach. So merkt man letztlich spätestens am Ende, wie beide Reihen zusammenhängen. Minako erinnert sich an die Zeit, die sie gemeinsam mit den anderen Kriegerinnen (im anderen Leben) verbrachte und auch an die Mondprinzessin. Somit schließt sich der Kreis dann sehr deutlich und Sailor V ist ohne Logiklücken ein Teil des Canons, ohne das man es wirklich bemerkt hat.

022Gerade dieser seichte, aber doch einfache Humor macht Sailor V zwar nicht besser, aber um einiges witziger und gängiger zu lesen. Gerade dieser Humor fehlte mir in Sailor Moon oft, auch wenn er vorhanden war. Man könnte meinen, Minako ist einfach stumpf doof, aber man verzeiht es ihr irgendwie. Ich denke mal, dieser Humor ist der eigentliche Grund, warum der alte Anime auch so lustig war und der Manga dementsprechend so ernst gehalten war. Selbst dieses Monster des Tages Prinzip ist in den Kapiteln enthalten und genauso bescheuert, wie es zu Zeiten des Animes war. Sailor V wird eigentlich nur gegen Ende kurz ernst, aber man verträgt das eigentlich ganz gut. Die Serie ist eben etwas heiterer, ne? Allerdings war meine Vorstellung für diesen Manga eine ganz andere. Im meiner Vorstellung war Sailor V eine ernste, coole und erwachsene Kriegerin, weshalb ich für einen Moment verwirrt war. Mir hätte der Manga wahrscheinlich auch mehr gefallen, wäre er in dieser Richtung gestaltet worden, aber … so fand ich ihn natürlich auch gut. Ob es ein besserer Einstieg in das Sailor Moon Universum ist, weiß ich nicht genau. Ein Selbstversuch ist wahrscheinlich klüger, aber ich hätte mir Sailor V wohl auch ein zweites Mal nach Sailor Moon gekauft. Leute die mehr auf Comedy stehen, sind hier jedenfalls besser bedient, wenn man denn so will. Ich bin da aber reichlich neutral, meine ich über mich zu behaupten.

Die Zeichnungen sind dementsprechend aufgrund des Alters etwas schlechter, als in Sailor Moon. Die Posen sehen teils einfach nur etwas steifer aus und die Finger wirkten teils etwas spitzer, aber sonst war es im Grunde genau auf dem selben Niveau, wie Sailor Moon. Irgendwann ist der Zeichenstil dann auch etwas besser, was auch daran liegt, das Naoko die Serie nach Sailor Moon wieder aufgegriff037en hat. Wie gesagt, ich weiß nicht genau, wann das war. Es war halt auf einmal so und das war auch okay. Durch die Neuauflage sind es auch nicht mehr drei, sondern zwei Bände und die neuen Cover machen ordentlich was aus, wobei die alten Cover noch im Band enthalten sind.

Im Grunde wird Sailor V genau den Fans gefallen, welche die alte Sailor Moon Animeserie wirklich geliebt haben. Die Fans des Mangas werden dann doch nicht so befriedigt sein, weil sie nicht genug Drama und Romance bekommen. Das war für mich zwar weniger das Problem, aber ich mochte das ganz ehrlich, sehr gern. Natürlich macht es das nicht besser als Sailor Moon. Beide Serien sind im etwa auf dem selben Niveau und können hintereinander weg sehr schön gelesen werden. Minako ist auch teilweise schlimmer, was die Faulheit angeht, aber doch nicht so weinerlich, wie ihre Kollegin Usagi. Man sollte sich an beiden kein großes Vorbild nehmen, wenn man denn so will. Ich war sehr zufrieden mit dieser Serie, weil sie auch von der Länge her stimmt.


Was bleibt noch groß zu sagen? Ich würde sogar einen Anime zu diesem Manga begrüßen, weil das Prinzip der Crystal Serie ganz gut passen würde. Man würde auf fünfzehn Folgen kommen und das wäre gerade für mich sehr in Ordnung. Ob man das ganze aber überhaupt noch zeitgemäß hinbekommt, weiß ich nicht. Idols sind aber bis heute noch angesagt, weshalb es wohl nicht daran scheitern kann. Ich warte gespannt, vielleicht gibt es ja auch die coole Sailor V, die ich mir vorgestellt habe.

Bewertung: 8/10 Punkten

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Ein Gedanke zu “Codename Sailor V – Review

  1. Irgendwo musste ich zweimal das wort „deutlich“ in einem Satz lesen, schäme dich Òó Nein ernsthaft, ich fand die Review gut auch wenn ich hier gerne einen charakterguide gehabt hätte, z.B. über die Bösewichte und diesem Tuxedo mask Light verschnitt. Nichts desto trotz eine gut aufgezogene Review bei der ich doch ein klares Bild herauskristalisieren (haha wortspiel!) konnte

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