Hibike Euphonium – Review

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KyoAnis neuster Streich – es ist ein Musik-Anime. Wer hätte das gedacht …

Wisst ihr, wie merkwürdig es ist, Yuki Nagato-chan und diesen Anime in einer Season zu sehen? Ich mein, man bekommt nicht nur einen KyoAni Anime, sondern gleich noch einen, der auf einem KyoAni Anime basiert. Dafuq, wa? Hab ich euch verwirrt? Das war mein Plan, ich hoffe es hat geklappt. Aber nun gut – K-On! mit Blassohrchester, bitches! (Review empfiehlt sich mehr für Leute, die den Anime gesehen haben.)

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Story

Bei diesem Anime handelt es sich um ein Blassorchester, in dem viel zu viele Leute Mitglied sind. Verdammt noch mal, ja, es sind sicher über fünfzig Leute in der Band. Unser Hauptcharaktere sind natürlich dabei und wollen an einem Summerfestival teilnehmen, bei dem nur eine gewisse Auswahl an Leuten des Clubs teilnehmen kann. Somit müssen sich unsere Charaktere ernsthaft mit Dingen auseinander setzen, die es nun mal bei einer Band gibt und natürlich will auch jeder mit dabei sein.

Man könnte meinen, KyoAni versucht K-ON! anständig zu schreiben, nur in einem anderen Musikgenre. Denn es gibt zum Teil ernsthafte Probleme in der Band, was deren Zusammenspiel betrifft und halt auch kleine Auseinandersetzungen und Sidestorys mit den Charakteren selbst. Man hat versucht ernsthaft an die Sache ranzugehen und das merkt man sogar an der einen oder anderen Stelle. Es gibt zumindest einen ehrlichen Lehrer, der den Schülern freundlich sagt, dass sie gerade Scheiße zusammengespielt haben. Natürlich ist nicht alles superrealistisch, aber der Ansatz dafür – der ist da! Man könnte meinen, dass alle die sich in K-ON! aufgeregt haben, es gäbe zu wenig Musik, hier endlich bedient werden. Es gab natürlich auch Leute, die von vornherein gesagt haben, KyoAni fabriziert hier wieder nur Mist. Man hätte dieses Konzept doch ruhig auf mehr als 13 Folgen produzieren können. Ich mein, K-On!! hatte 24 Folgen und war teilweise so ermüdend, dass ich mich gefragt habe, ob es in dieser Serie überhaupt irgendwas ernstes gibt. Natürlich gibt es auch in Hibike nicht 100 % mehr Musik, als in K-On! um mal davon abzusehen, kann man hier viele Zusammenhänge ernst nehmen und auch teils als Musiklaie sehr gut nachvollziehen. Man hat zumindest das Gefühl, Kyoto Animation hätte sich hier zumindest auch mal auf die Instrumente selbst und die vielen Kleinigkeiten konzentriert, die beim ausarbeiten der Geschichte wirklich wichtig sind. Wahrscheinlich ist es aber wirklich eine schwierige Sache, einen Musikanime anständig zu produzieren. Hier sind aber die Ansätze zu einer ernsten Story durchaus da, weshalb man sich Hibike auch anschauen sollte, wenn man bei K-ON! sehr oft mit den Augen gerollt hat. Natürlich gibt es dadurch nicht mehr so viele witzige Szenen in diesem Anime, aber es gib doch ein paar und das finde ich im Gesamtbild sehr schön (ja, ich mochte das Drama in der Serie ganz gern, wenn es nachvollziehbar war).

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Charaktere

Ja, das ist so das Problem dieses Animes. Da, wo K-ON! seine Grundbasis hat, ist dieser Anime eher ein na ja. Die Charaktere sind natürlich alle moe und süß, keine Frage. Sie verhalten sich auch hin und wieder realistisch und es gibt tatsächlich männliche Charaktere, aber … sie haben keinen wirklichen Wiedererkennungswert. Ich kann mich jetzt nicht mal richtig erinnern, wie die Hauptmädels heißen. Die einzige die mir im Gedächtnis geblieben ist, bleibt und ist Asuka, weil sie so verdammt witzig ist. Wenn ein Nebencharakter also nun mehr heraussticht als der Rest, ist das schon etwas traurig. Die Yuri-Anspielungen merkt man zwischen den Charakteren allerdings noch deutlicher und so findet man wenigstens als Yuri-Fan einen gewissen Gefallen an Hibike, wenn es auch nicht durch und durch genaue Anspielungen sind. Es fängt allerdings schon mit dem Mainchar an – diese ist unnötig ruhig und emotional, was man so fast gar nicht nachvollziehen kann. Auch ihr Streit mit einer für den Plot wichtigen Freundin ist sicher gut dargestellt gewesen. Allerdings fehlte hier auch irgendwie das Grundwissen, wenn man den so will. Das größte Problem ist aber auch die Tatsache, dass es so viele Mitglieder im Blassorchester gibt. Ich kenne nicht die genaue Anzahl, aber unsere Mainchar-Mädels sind wirklich die einzigen, die ich mir zusammen mit Asuka merken konnte. Alle anderen sind mir nicht wirklich im Gedächtnis geblieben. Nicht mal die männlichen Charaktere, aber die waren auch zu ruhig.

Man könnte fast meinen, Kyoto Animation war die Story wichtiger als die Charaktere, aber wenigstens handelt es sich nicht ausschließlich um Pappaufsteller. Sie haben nur leider keinen richtigen Wiedererkennungswert, was ich wirklich schade finde, weil das Potenzial definitiv da war. Liegt aber wohl auch an der Tatsache, dass es so viele Charaktere waren.

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Zeichnungen & Animationen

Manchmal nimmt es KyoAni auch etwas zu genau mit den Animationen. Hier gibt es wieder ekelig große Tränen, viel zu viele Details und Moe, so weit das Auge reicht. Ist für mich aber okay, wenn ich das mal sagen kann. Der Zeichenstil ist wieder so ein typisches KyoAni Ding, da die Zeichenstile sich mittlerweile nicht mehr groß unterscheiden. Ganz putzig anzusehen, dennoch. Ja, was die Hintergründe angeht haben sie allerdings wieder sehr genau gearbeitet. Mensch, wenn das mal Sau aussehen würde, wäre ich ernsthaft verwundert. Die Hintergründe sind wieder genau nachgezeichnet und wirken manchmal fast so, als wären es echte Fotos. Den Zeichenqualitätswert kann man hier echt nicht kritisieren.

Musik & Synchronisation

In einem Musikanime sollte es doch viel Musik geben, oder? Na ja, es gab schon ein paar Stücke des Orchesters zu hören, aber Ohrwürmer waren das alles nicht. Das OP war sehr schön anzuhören und erinnert optisch stark an die K-ON! Openings. Das ED hätte irgendwie auch ein K-ON! Song sein können, war aber auch ganz okay. Viel Hintergrundmusik gab es auch gar nicht, was mich bei der Thematik jetzt auch nicht wundert. Man sieht die Schüler ja beim üben, ne?

Die Sprecher bestanden im Grunde aus überwiegend neuen Sprechern, zu denen ich nicht viel sagen kann. Daher überlasse ich es euch, was ihr davon haltet. Passt schon.

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Was gibt es abschließend zu sagen? Eigentlich sollten alle bösen K-On! Hater nun endlich Ruhe geben, denn KyoAni hat in diesem Anime genau das gut gemacht, was an K-ON! immer kritisiert wurde. Ist das aber auch besser? Na ja. Ich finde den Ansatz schön und auch die Umsetzung ist durchaus löblich, aber ich werde die meisten Charaktere dieses Animes bis nächste Woche vergessen haben (bis auf Asuka). Zumindest kann man den Versuch, ein ernstes K-ON! zu machen, durchaus gelten lassen. Allerdings empfinde ich K-ON! nach wie vor als besser, auch wenn ich mit Hibike kein sonderliches Problem habe. Der Abschluss der Serie war zumindest sehr schön und ich hätte mir vielleicht doch ein paar Folgen mehr gewünscht, wenn ich es mir recht überlege. Einfach der Charakterewillen, damit ich etwas besser mit ihnen zu Recht komme. Aber KyoAni wird wahrscheinlich wieder einen Film oder eine zweiten Staffel nachschieben, weil sie das fast immer machen, auch wenn ein Werk abgeschlossen wirkt. Ich für meinen Teil bräuchte zumindest keine zweite Staffel und kann gut mit dieser einen Staffel leben. Also daher gilt für mich: K-ON! > Hibike Euphonium (auch wenn es nicht schlecht war).

Bewertung: 6/10 Punkten

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2 Gedanken zu “Hibike Euphonium – Review

  1. Ich gucke zur Zeit auch Hibike! Euphonium. Kann deine Meinung zum Yuri-Anteil allerdings nichts teilen. Sicher gibts da ein zwei Stellen, aber das fänd ich nicht unbedingt erwähnenswert. Finds schade, dass du es so sehr mit K-On vergleichst. Denn es gibt da draußen immer noch Leute, die das nicht geguckt haben, einschließlich mir. 😀 Ich bin bisher sehr zufrieden mit dem Anime und kann spontan auch nichts zum „meckern“ finden. (:

    • Ohne K-ON! gesehen zu haben, ist die Serie sicher noch um einiges besser. Ich mag K-ON! eben sehr und daher kommt auch der Vergleich, weil selbes Genre und selbes Studio. Man kann zumindest vieles rein interpretieren, aber das es ein wenig gequetscht wirkt, finde ich schon störend. Ich finde, manche Handlungsstränge hätten durchaus mehr Zeit bekommen können. Zumindest ist das meine Meinung, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass du die Serie sehr magst.

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