Nagato Yuki-chan no Shoushitsu – Review

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Endlich was neues aus dem Haruhi Universum, yaaay. Zumindest hab ich mich gefreut, weil Gründe.

Das Verschwinden der Yuki Nagato-chan basiert auf dem gleichnamigen Manga, der von Puyo gezeichnet wurde. Dieser war auch für die Mangavorlage der Kurzserie The Melancholy of Haruhi Suzumiya-chan zuständig. Somit war mit diesem Manga ein eher lustiges Werk zu erwarten, was es im Grunde auch erfüllt. Für dieses Review solltet ihr daher den Haruhi-Anime (Staffel 1 & 2) und den Film kennen. Aber beginnen wir erst mal mit der Story. (Achtung, Spoiler!)

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Story

Die schüchterne Yuki Nagato ist die Vorsitzende der Literatur-AG an ihrer Schule, auch wenn sie die ganze Zeit mit Computerspielen verbringt. Die beiden anderen Mitglieder sind ihre beste Freundin Ryōko Asakura, die wegen Yukis Unbeholfenheit sie ständig bemuttert, und Kyon in den sie verliebt ist. Im Verlauf der Handlung stoßen noch ihre Mitschülerinnen die zurückhaltende Schulschönheit Mikuru Asahina und deren „Beschützerin“ und Vorsitzende ihres Fanclubs Tsuruya hinzu, sowie später die einnehmende und charismatische Haruhi Suzumiya, die ebenfalls an Kyon interessiert ist, und deren sie liebender Mitschüler Itsuki Koizumi, die beide auf eine andere Schule gehen.

Um die Serie wirklich verstehen zu können, sollte man den Haruhi Movie gesehen haben. Denn dort wird der eigentliche Grundstein für dieses Universum geschaffen. Das ganze ist erst mal total ungewohnt, aber nicht vollkommen anders als die Originalserie. Wer die alte Serie aber wirklich mochte, könnte hier eventuell keinen Spaß haben und das ganze nur wegen den Charakteren schauen. Kennt man den Haruhi Film nicht, denkt man sich, man sei irgendwie im falschen Film. Mir hat das aber sehr Spaß gemacht und vor allem die lustigen Sachen waren echt drollig. Man merkt dennoch deutlich, dass Kyoto Animation nicht mehr am Anime beteiligt ist. Es werden zwar oft Anspielungen auf die Originalserie gemacht, aber es ist eben nicht mehr genau dasselbe, was es eigentlich war. Es ist eben ein Spin-Off – mehr aber auch nicht. Man kann es eigentlich überhaupt nicht mit Haruhi selbst vergleichen, aber das schauen macht trotzdem Spaß.

Die Umsetzung ist nämlich durchaus gelungen. Natürlich sind nicht alle Gags und Kapitel im Anime drin, aber die wichtigsten und witzigsten bleiben einem natürlich nicht vorenthalten. In Folge 8 kommt es allerdings zu einem Bruch der ach so lustigen Welt, da Yuki fast von einem Auto angefahren wird. Einerseits fand ich diese Tatsache interessant, andererseits hat es mich total aus der Stimmung gerissen. Ich weiß bis jetzt nicht, was mich da genau gestört hat, oder ob es nur dieser fiese Cliffhänger war. Somit kommt es zu einem Bruch in Yuki’s Charakter und wir treffen die Nagato wieder, die wir aus der alten Serie kennen. Diese versteht nicht ganz, was hier vorgeht und bemerkt, dass dieser Körper keine ihrer Erinnerungen hat. Nach und nach versteht sie diese menschliche Yuki und entscheidet sich dann, etwas zutun. Wird Yuki wieder ihre menschliche Seite zurück erlangen und so sein, wie immer? Wird es zu einem Liebesgeständnis kommen? Das spoilere ich an dieser Stelle nicht, aber ich war mit dem Ende zu frieden, auch wenn es sich nicht so richtig wie eins angefühlt hat.

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Charaktere

Jetzt mal ganz ehrlich, habt ihr Haruhi wirklich nicht vermisst? Ich schon, zumindest ein bisschen. Diese schüchterne, menschliche Yuki kannte ich schon aus dem Film, aber dass sie so süß sein konnte, hätte ich nicht gedacht. Im Gegensatz zu ihren Ich in der normalen Serie, ist sie nicht ganz so still aber dennoch sehr ruhig und verschlossen. Das sie sich in Kyon verliebt, war aber irgendwie klar. Dennoch hat es mich nicht gestört und so wieso ist Kyon in dieser Welt so wie immer. Kein Unterschied, höchstens das er etwas netter ist, vielleicht. So ließt diese Nagato auch keine Bücher, sondern spielt Videogames auf ihrer Vita und lebt mit ihrer Freundin Asakura zusammen, die wir ja auch kennen. Diese ist manchmal etwas streng zu ihrer Freundin, aber dennoch ein guter Mensch und eben eine sehr gute Freundin, wenn nicht sogar fast Schwester. Aus diesen dreien besteht also anfangs der Literaturclub, den Yuki leitet, doch sie machen auch nicht wirklich viel in diesem Club und irgendwann kommt es auch dazu, dass Haruhi, Koizumi und Mikuru dazustoßen. Gerade bei diesen handelt sich um die selben Charaktere, wie schon in der alten Serie. Daher verstehe ich auch nicht ganz, warum viele Leute an dieser Serie rum meckern. Es würde sich anfühlen wie eine Fanfiktion und was weiß ich.

Aber viele bedenken hier einfach nicht, dass es sich hierbei wirklich nur um eine alternative Welt handelt, die nichts mit der eigentlichen Serie zu tun hat. Die Charaktere sind genau die selben, die ich in der normalen Serie lieb gewonnen habe und das wird sich auch hier nicht ändern. Denn es sind wirklich nur Kyon, Asakura und Yuki etwas anders, der Rest reagiert und handelt genauso, wie er es in der normalen Serie tun würde.

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Zeichnungen und Animationen

Der neue Zeichenstil ist auf Puyos Manga zurückzuführen, der einfach weitaus niedlicher ist und sich nicht nur vom Charakterdesign an die Figuren hält. Ob man so was mag, ist einem selbst überlassen, aber ich mag es jetzt auch nicht so sehr. Gerade hier ist es eben auch ein ganz anderes Studio und es sitzen auch wahrscheinlich andere Leute dran, als an der Originalserie. So kommt diese Serie eben zeichnerisch und animationstechnisch zusammen, aber mich stört das wirklich nicht. Es ist eben kein stumpfer Abklatsch des Mangas, der mit dem Zeichenstil der Originalserie getüpfelt wurde und das stellt mich wirklich zu frieden.

Musik & Synchronisation

Hier ist wirklich alles auf dem Niveau, der alten Serie. Die Songs sind wirklich knuffig, sowohl das Ending, als auch das Opening. Selbst der BGM wurde teils aus der Originalserie übernommen und so hat man zumindest hörbar keinen Unterschied zwischen Yuki Nagato-chan und der Melancholie der Haruhi Suzumiya. Ich kenne die Liste des Castes nicht, aber ich bin mir sicher, das hier wieder der selbe Komponist am Werk ist.

Das selbe kann man über die Synchronisation sagen. Der deutsche Dub folgt aber sicher noch und den fand ich bei der alten Serie schon recht gut (Haruhi ausgenommen). Was erzähl ich da, die Serie wurde schon längst lizenziert, haha.

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Yuki Nagato-chan ist und bleibt ein Spin-Off der Haruhi Serie. Ob es das nun besser oder schlechter macht, sei dahin gestellt. Man merkt aber doch deutlich das andere Leute am Werk waren, obwohl es von Anspielungen nur so trieft. Gerade bei diesem Werk muss man selbst entscheiden, ob man es mag oder nicht, gerade weil es so locker anfängt und dann ernst wird. Ich sehe es aber als Teil des großen Haruhi-Universums und habe mich wirklich jede Woche auf die neue Folge gefreut (letztlich unterliegt es dem Original leider doch). Heißt auf gut Deutsch – ich hatte meinen Spaß und bin durchaus zufrieden mit dem, was sie aus der Serie gemacht haben (kenne ja den Manga). Es ist zumindest schön zu sehen, das Haruhi an sich nicht einfach vergessen wurde und doch noch ein Studio gewillt war, diesen Anime zu produzieren.

Bewertung: 7/10 Punkten

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