Love, Chunibyo & Other Delusions! – Review

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Zum Start der DVD-Veröffentlichung gibt es heute ein Review zum mehr oder weniger bekannten Comedy-Romance Anime Chuunibyou Demo Koi ga Shintai.

Chuni kenne ich eigentlich schon länger und habe es auch schon gesehen, als die erste Staffel in Japan lief. Die erste und zweite Staffel basieren jeweils auf der gleichnamigen Light-Novel, die Kurzserie allerdings aus der Feder von Kyoto Animation selbst. Daher gibt es heute ein zusammenfassendes Review von Staffel eins, zwei und dem Movie, der im Grunde nur aus Recaps besteht. (ich spoilere hier und da mal, sorry)

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Story

Bei dem Syndrom Chuunibyou, auch als Achtklässler-Syndrom bekannt, handelt es sich um ein 14-jähriges Kind, welches das Verhalten eines Animehelden aus einer Fantasy-Welt zeigt. Unter eben diesem Syndrom litt der junge Yuuta Togashi und er erinnert sich nur ungern an seine Vergangenheit. Auf seiner neuen Schule scheint es anfangs besser zu laufen, bis er einen Vertrag mit Rikka Takanashi abschließt. Diese leidet nach wie vor an dem Syndrom und übertreibt es mit ihren Wahnvorstellungen fast noch mehr als Yuuta zur damaligen Zeit.

Was in den ersten Folgen noch total witzig erscheint, wird später bitterer Ernst. Denn Rikka leidet nicht nur irgendwie unter diesem Syndrom – nein – es hat einen recht persönlichen Grund, von dem Yuuta erst später erfährt. So erleben wir in den ersten Folgen einen recht witzigen Anime, in dem Rikka und ihre Freundin Dekomori in Wahnvorstellungen gegeneinander kämpfen – riesige Fantasywelten und Kämpfe. Halt typisch Anime, ne? In der Realität hüpfen sie allerdings nur bescheuert durch den Raum, was eigentlich eher ernst zu nehmen ist. Man könnte also sagen, dass der erste Teil der Serie noch ordentlich lustig ist, bis dann der wahre ernst kommt. Gegen Ende hin entsteht auch noch eine kleine Romanze zwischen Rikka und Yuuta, was darin endet, dass die beiden ein Pärchen werden. Neben den Beiden gibt es allerdings noch ein anderes Mädchen, welches ebenfalls Chuuni in ihrer Mittelschulzeit hatte und der Hauptgrund ist, warum Dekomori welches hat. Aber die erste Staffel wirkte in sich sehr knuffig, auch wenn das Drama-Romance etwas plötzlich kam. Ist an sich allerdings nicht schlimm, weil ich eben nicht wirklich damit gerechnet hatte.

Die zweite Staffel thematisiert also das recht sorgenfreie Zusammenleben von Rikka und Yuuta, wobei später noch ein weiterer Charakter auf dem Plan erscheint, an den ich mich allerdings kaum mehr erinnern kann. Die Beziehung zwischen Dekomori und Nibutani. Der Rest war irgendwie nur Hintergrund und auch so – irgendwie ging es im Grunde fast nur darum, dass Rikka Yuuta endlich mal küssen wollte, aber das haben sie bis Ende nicht mehr getan. Wie sagte Shima immer so schön zu mir: „Sie werden sich nicht küssen.“ Eine zweite Staffel war irgendwie unnötig und man hätte es bei dieser Ersten belassen können. Ich habe es letztlich nur noch wegen den Charakteren geschaut.

Der Film und die Web-Kurzserie sind also auch Zusatzmaterial für einen Fan der Serie, aber nicht unbedingt wichtig. Wer den guten Teil von Chuuni sehen will, sollte einfach nur die erste Season sehen und dann vielleicht die Zweite, wenn es wirklich gefallen hat. Ansonsten schaut man nur einen mit Actionszenen ausgestatteten Slice Of Life Anime mit einer Brise Romance und Comedy, welche später auch etwas nachlässt.

Charaktere

Rikka, Dekomori, Nibutani und Kumin-senpai

Rikka, Dekomori, Nibutani und Kumin-senpai

Bei dieser Serie bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich die Charaktere mag oder nicht. Nun ja, fangen wir einfach mal an.

Rikka Takanashi ist diejenige, um die sich die Serie eigentlich hauptsächlich dreht. Sie hat nach wie vor noch Chuuni, obwohl sie mittlerweile in der Oberschule ist. Sie hat nicht sonderlich viele Freunde und nur Dekomori und ihre ältere Schwester als Kontakte in ihrem Telefon. Später gründet sie eine Art Club für ihre „Artgenossen“, in den auch Yuuta mit reingezogen wird. Zwischen Yuuta und ihr besteht eine Verbindung in dem Sinne, weil Rikka schon früher unter ihnen gewohnt hat und den Dark Flame Master beobachtet hat. Somit ist Yuuta quasi auch ein Grund für Rikkas Wahnvorstellungen. Mit Dekomori hat Rikka also anfangs am meisten zutun und diese nennt sie auch immer wieder Master. Um Rikkas Charakter zu beschreiben, mixt man einfach Misaki Mei aus Another und Yui aus K-On! Misaki, weil Augenklappe und Haarlänge und Yui weil Charakter. So bekommt man die perfekte Rikka. Eigentlich sehr simpel.

Yuuta, unser eigentlicher Hauptcharakter, ist ein ziemlich stinkgewöhnlicher Kerl, der früher auch unter Chuuni litt. Damals nannte er sich Dark Flame Master und war in seinem Kopf ein ziemlicher Held. Mittlerweile ist ihm das nur noch peinlich und er würde es am liebsten nur noch vergessen. Ich kenn das, ach ja … So versucht er in der Oberschule einen Neuanfang zu starten, was dann später eher nach hinten losgeht. Aber Rikka und er freunden sich irgendwann an, obwohl er sie eigentlich recht nervig findet (weil Chuuni). Aber nun ja, Liebe funktioniert irgendwann immer.

Sanae Dekomori ist eine weitere Chuuni-Infizierte und stammt aus einer reichen Familie. Mehr ist allerdings nicht über sie bekannt. Sie ist mehr oder weniger die Dienerin von Rikka und sieht diese als Meisterin an. Eigentlich wäre sie lieber an ihrer Stelle, weshalb sie auch oft gegeneinander kämpfen. In Dekomoris Wahnvorstellungen kommt es allerdings immer mal dazu, dass sie sich selbst in ihren eigenen Twintails aufhängt und einwickelt. Ganz witzig und ein netter Running Gag, mehr allerdings nicht. Ihr Chuuni entstand dadurch, dass sie im Internet auf eine gewisse Mori Summer traf, die Dekomori als Vorbild sah. Als sie dieser allerdings in der Oberschule begegnet, glaubt sie ihr nicht und himmelt Mori Summer weiter an. Bei ihr gab‘s glaub auch bisschen Drama, aber nun ja. Muss halt, weil Rikka eben auch ihre einzige Freundin war und deren Chuuni für eine Zeit lang ganz verschwindet.

Nibutani geht es ähnlich wie Yuuta – auch sie war früher ein Chuuni in Form von Mori Summer und veröffentlichte in ihren Tagträumen einen ganzen Blog mit Fantasy-Geschichten und Theorien. In der Oberschule angekommen, versucht sie wie Yuuta einen Neuanfang zu machen und das funktioniert anfangs sogar besser, als bei ihm. Leider hat sie die Rechnung nicht mit Dekomori gemacht, welche permanent Mori Summer im Club zitiert und Nibutani so zur Weißglut an Scharm bringt.

Als Letztes haben wir noch Kumin-senpai, die ein Jahr älter als alle ist und im Club eigentlich nur damit beschäftigt ist, zu schlafen. Deshalb sieht man sie nicht oft, aber sie ist niedlich beim Schlafen und ein ganz nettes Mädchen. Ihren Sinn habe ich nie verstanden, aber das ist sicher auch nicht gefordert.

Rikka und Dekomori können sehr nervig sein, ich bin ehrlich. Aber das hat alles seine Gründe und so wie die Beiden dann später waren, konnte ich schon überleben. Kumin ist einfach nur da und Yuuta, bzw. Nibutani haben wegen ihren früheren Chuunis noch paar witzige Ticks, aus zu ticken. Das war‘s allerdings schon. Die Charaktere sind sowohl die Schwäche, als auch die Stärke dieses Animes. Auf den neuen Charakter aus Season 2 gehe ich allerdings nicht ein, da ich mich kein Stück mehr an diese erinnere.

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Zeichnungen & Animationen

Bei den Action-Szenen, die sich die Mädels immer vorstellen, bin ich heute noch über die Animationen beeindruckt. Alles so detailreich und ohne CGI. Kyoto Animation hat es einfach drauf. Diese Detailverliebtheit ist einfach toll und das mag ich an den Werken dieses Studios sehr gern. Beim Film sieht man allerdings kaum einen Unterschied und auch so war dieser eher unnötig, als brauchbar. Wer schaut heutzutage noch Recaps, also bitte.

Der Zeichenstil der Serie liegt im studioüblichen Stil des Moeblob vor und ist abartig niedlich. Selbst die Kerle haben diese Augen, was anfangs leicht eigenartig war. Aber der Stil passt irgendwie zu Chuuni und macht es ganz niedlich.

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Musik & Synchronisation

Das Opening ist klasse inszeniert und hat einen tollen Song von ZAQ bekommen. Sparkling Dream ist echt schön und die Stimme der Sängerin ist sehr toll. Das Ending wird von den wichtigen, weiblichen Seiyuus gesunden und heißt Inside Indentity. Selbes Niveau wie das Opening, wobei dieses besser ist. Die Musik der zweiten Staffel ist etwa auf dem selben Niveau, möchte ich meinen.

Die Synchronisation ist im Japanischen recht lustig, vor allem wegen den ganzen englischen Wörtern. Am meisten muss man da bei Dekomori und Sanae lachen und Yuuta hat den Seiyuu von Lelouch, worauf man eigentlich eine Anspielung sehen „könnte“. Zumindest spricht er den Dark Flame Master ähnlich wie Lelouch. Die deutsche Synchro habe ich in einem Teaser gesehen, weshalb nicht viel meinerseits zu kritisieren ist. Die Sprecher sind alle ganz gut gewählt und ich denke, da kann man auf einen guten Dub hoffen. Die Dialoge im Teaser waren zumindest ganz witzig und gerade Rikka konnte sehr gut glänzen.

Wären Staffel zwei und der Film nicht, hätte dieser Anime durchaus eine 7-8er Wertung erhalten. Leider schmälern diese die Qualität des ganzen und verdarben mir gerade die Beziehung zwischen Yuuta und Rikka, die in der ersten Staffel so gut aufgebaut wurde. Ansonsten ist gerade Staffel eins sehr lustig und kann mit dem späteren Romace-Drama Teil ganz gut punkten. Chuuni ist auf seine Weise abwechslungsreich, wenn auch nicht hochanspruchsvoll. Mehr erwartet man von einem Anime doch nicht, oder? Irgendwie tut mir diese Bewertung weh, aber wir wollen doch ehrlich sein – Staffel zwei war eigentlich schon ziemlich scheiße und ein Recap der ersten Staffel mit zwei, drei neuen Szenen macht das nicht besser. Ansonsten – schaut euch Season eins an und bildet euch euer eigenes Urteil.

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Bewertung: 6/10 Punkten – Typischer Fall von viel Potenzial, aber auch viel versenktem. Siehe Staffel zwei, ne?

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