Fate/Stay Night – Review

Fate-Stay-Night
Nach Shingetsutan Tsukihime heute endlich ein Review zu Type Moons Fate/Stay Night.

Fate/Stay Night, welches auf der gleichnamigen Visual Novel von Type Moon basiert, erschien im Jahre 2006 und ist eine 26-teilige Serie. Falls mir jetzt einer kommt mit: „Bist du blöd, Fate/Zero ist doch die Vorgeschichte, schau das du Noob!“ Liebe Leute, ich schaue ein Franchise IMMER chronologisch, nicht so wie der Publisher lizenziert. Alles mit seiner Zeit, meine Kinder. Fate/Stay Night entspricht der ach so von Fans umstrittenen Adaption der Hauptroute, die in der eigentlichen VN angekratzt wird. Kein Plan, nie gespielt. Da ich Tsukihime aber ganz gern mochte und die Charaktere von Type Moon ganz nett aussehen, hat man natürlich mal reingeschaut. Dieses Mal bin ich auch nicht ganz so fies, da Studio Deen ja eigentlich mein Todfeind ist. Fate/Zero schaue ich eventuell noch später, wobei ich schon ein paar Folgen und Ausschnitte bei meinem Cousin gesehen habe, welcher die Serie auch schaut. Aber nun zum Detail, Shima stand mir als Kenner der VN regelmäßig zur Seite und sprach an, wenn etwas anders war als in der Visual Novel.

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Zur Übersicht: Shirou, Saber, Archer, Rin

Story

Es könnte ein normaler Tag für den Schüler Shirou Emiya werden. Eine Schulfreundin Sakura hat ihm Frühstück gemacht, er ist zur Schule gegangen und lebt sein kleines, alltägliches Schulleben. Doch die Zeit für einen besonderen Wettkampf ist angebrochen. Die Arena ist Shirou’s Heimatstadt und Teilnehmer agieren im Verborgenen. Magisch begabte (Master) beschwören sich einen Diener (Servant) um diesen gegen andere kämpfen zu lassen. Gewinnen kann man den Heiligen Gral, dem nachgesagt wird, dass er dem Gewinner einen Wunsch erfüllt.

Visual Novel Adaptionen schauen sich am Anfang immer etwas merkwürdig, aber gerade hier fand ich die Mischung der Genres recht angemessen. Action, Drama, Fantasy, Romance und etwas Mystery. Im Ganzen eine schöne, angenehme Mischung. Die Story geht für gewöhnlich recht ernst voran und es gibt hier und da mal einen kleinen Lacher, wie es in einer VN eben üblich ist. Daher würde ich auch sagen, dass man dem Anime eine deutliche Adaption anmerken kann. Zwar fängt der Anime sehr ruhig in der Schule an, aber wenn interessiert das schon? Doch das ist hier gar nicht das Problem. Verglichen mit Tsukihime war hier einiges weitaus schlüssiger und nachvollziehbarer. Auch die Tatsache, dass die Servants Helden aus der Vergangenheit (oder Zukunft, aber wir wollen ja nicht auch noch UBW spoilern) sind, war schön gemacht. Ein kleines bisschen Geschichte kann ja immerhin nicht schaden, oder? So sieht man einige schöne Szenen und gerade Action kommt hier nicht zu kurz. Aber auch das Zusammenspiel der Charaktere finde ich sehr schön dargestellt. Normalerweise habe ich immer ein Problem mit Anime, in denen es viel Action und eine Menge Magie/Fantasy gibt. Aber hier kann man wohl von einem guten Gesamtpaket sprechen. Man langweilt sich zumindest nicht und bekommt was Ordentliches zu sehen.

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Charaktere

Shirou ist so ein typischer Protagonist mit übermäßig hohem Helfersyndrom. Seine Philosophie passt eben ganz dazu und er ist ein netter Kerl. Es gibt bis heute noch den ewigen Alltime-Running-Gag, in dem er sein berühmtes Zitat sagt: „Menschen sterben, wenn sie getötet werden.“ Auch kennt er sich nicht sonderlich mit Magie aus, obwohl er ein paar magische Fähigkeiten besitzt. Aber gut, so viel gibt es zu ihm nicht zu sagen. Er hilft seinen Mitmenschen gern und funktioniert auch so ganz gut in seiner Position als Protagonist.

Saber, welche Shirous Servant wird, basiert auf König Arthur (in diesem Fall Arthuria). Sie ist eher ruhig, recht kühl aber dennoch eigentlich eine ganz nette Persönlichkeit. Oftmals ist Saber sehr ernst, immer auf den Sieg bedacht und denkt vorher nach, bevor sie etwas tut. Am Anfang versteht sie manche Handlungen von Shirou nicht, da sie in Fate/Zero eher wie ein Gegenstand behandelt wurde (ja, so weit habe ich Zero schon gesehen). Shirou behandelt sie eher wie einen Menschen und das finde ich doch ganz putzig. Zwischen den beiden knistert es auch irgendwie, wenn ich das mal so behaupten darf. Ansonsten kämpft Saber in Rüstung und Schwert, welches sich Noble Phatasm schimpft. Mehr fällt mir jetzt weiß Satan nicht ein.

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Übersicht: Sakura, immer noch Saber, Taiga.

Als nächstes hätten wir da Rin Tosaka, eine typische Tsundere wie sie im Buche steht. Total auf ihren Status als Magierin stolz, zaubert sie hin und wieder mal irgendwas mit deutschen Zaubersprüchen, was gerade im japanischen sehr lustig klingt. Ich mag sie ganz ehrlich nur in diesem Anime, da sie mir in der Unlimited Blade Works-Serie manchmal ganz schön unsympathisch war. Ihr Servant ist Archer, der als Bogenschütze bekannt ist. Sein Charakter ist weitaus ruhiger als Rins und im Vergleich bildet er eine ordentliche Balance zu ihrem oft hysterischen Charakter. Um welchen Helden es sich bei Archer handelt, gebe ich an dieser Stelle nicht preis. Zu viel Spoiler, meine Freunde.

Eigentlich wäre es das schon mit dem Maincast. Aber es gibt noch ein paar Nebencharaktere, die man vielleicht nennen sollte. Sakura ist zum Beispiel dieses typische „Senpai, ich hab dir Essen gemacht“ Mädchen, welches wirklich total freundlich ist und niemandem was tun würde (Heavens Feel Route *hust*). Diese ist eigentlich Rins Schwester, wurde aber von einer anderen Familie aus von mir vergessenen Gründen adoptiert. Dort leidet sie täglich unter den Schikanen ihres Bruders Shinji, der ein echtes Arschloch ist und ziemlich grob mit seiner Schwester umgeht. Er ist ebenfalls ein Master, wobei eigentlich Sakura seinen Servant herbeigerufen hat. Dieser Servant ist Rider, basierend auf Medusa, echt sexy und verdammt cool. Keine Ahnung, was nochmal ihre Kampfart war, ich denke Nahkampf oder so. Sonst wäre da noch Illya, deren Mutter wir aus Fate/Zero kennen, welche den Servant Berserker (basierend auf Herkules) beschworen hat. Sie ist so ein typisches kleines Mädchen, mit typischen Onii-chan Gerede. Kein Charakter, an den man sich lange erinnert, wenn man ihn nicht mag. Ach ja, die Lehrerin war noch ganz witzig. Ähnlich wie die aus Azumanga Daioh.

Ansonsten gibt es noch Lancer (der ganz am Anfang stirbt, was schon immer so war) der als Servant ganz lustig war und eben Gilgamesh als letztlicher Antagonist. Ich mag ihn nicht sonderlich, das gebe ich gern zu. Deshalb gehen wir darauf nicht näher ein. Ich mag die Charaktere dieser Serie und sie haben auch eine gute Balance. Alles passt einfach sehr gut zusammen und ist nicht zwingend austauschbar. So sehe ich das zumindest.

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Zeichnungen & Animationen

Die Zeichnungen der Serie sind sehr nahe an die Visual Novel gehalten. Das kann man von den neueren Animes (Unlimeted Blade Works, Zero) leider nicht so sagen. Da sehen die Charaktere eher aus wie Eierköpfe, was hier gar nicht der Fall ist. Natürlich schwankt auch hier die Qualität, aber das liegt eher am Alter der Serie. Die Animationen stammen von Studio Deen, welche ich normalerweise hasse und verachte. Ich schrieb bereits in Higurashi, wie schlecht deren Animationsqualität sein kann. Doch in Fate/Stay Night ist es aushaltbar, man hat sich tatsächlich Mühe gegeben etwas zu schaffen, das halbwegs nach was aussieht. Aber was die Fans von dieser Serie halten, erläutere ich noch etwas weiter unten.

Illya für die Quote

Illya für die Quote

Musik & Synchronisation

Ich mag die Musik der Serie. Das Opening und Ending sind eher ruhigere Songs und das passt zur eher ernsten, ruhigen Atmosphäre von Fate. Auch so ist der BGM recht stimmig und immer gut eingesetzt gewesen. Hier gibt es also nichts Schlimmes anzumerken.

Bei der Synchro handelt es sich um eine gute, japanische Synchronisation, welche ich eh nie wirklich ankreide. Schade ist es eigentlich, dass keine deutsche vorhanden ist. Das Zero als erstes lizenziert wurde, kann ich irgendwo nachvollziehen. Aber warum lizenzieren sie die Hauptroute, die eigentliche Geschichte nicht? UBW ist doch nur eine alternative Route von Rin, aber der eigentliche Protagonist interessiert die Publisher, die Fans nicht? Traurig … wirklich traurig.


Fate/Stay Night wurde mir als oft von Fans kritisiertes Werk geteasert, was es meiner Meinung nach nicht ist. Natürlich hat es seine Schwächen, war hin und wieder vorhersehbar und etwas komisch. Aber mal ganz ehrlich – sowas ist gerade bei Actionszenen unvermeidbar, wenn man die Serie wirklich halbwegs ernst macht. Selbst wenn ich meinen Hass auf Studio Deen begrabe, würde ich diese Serie immer noch besser finden als den aktuellsten Ableger von ufotable. Wer mir nun mit Argumenten kommen möchte, darf gerne heran treten. Ich habe vielleicht auch von vielen Dingen im Fate Universum keine Ahnung, weil ich mich nicht so tief damit beschäftigt habe. Doch dieser Ableger gefällt mir trotz seiner Schwächen gut und wird von mir weiterempfohlen.

Bewertung: 8/10 Punkten

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4 Gedanken zu “Fate/Stay Night – Review

  1. WARUM du den Antagonisten nicht magst hätte mich schon noch interessiert wenn du ihn schon bewertest, ansonsten eine nette Review über einen Anime den ich noch nicht kenne. Sakura klingt auch herrlich nach Klischee einer „dere-dere“ nebenfigur ohne bösen seiten ^^

    • Arroganter Klischee Antagonist der sich für was besseres hält und es auch irgendwie ist (König aller Helden oder so). Habe nicht mal eine Minute Sympathie für den Kerl empfinden können. Der Kerl war einfach neee.

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