Love Live! The School Idol Movie – Review

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Love Live! bekommt einen Movie – eine News die nicht sonderlich überraschend war, aber das Ergebnis überrascht doch sehr.

Grundvoraussetzung für dieses Review ist das Kennen der Serie oder zumindest ein paar Kenntnisse aus der Serie. Daher werde ich hier auch keine Charaktere aufführen. Diese findet ihr im Review zur Serie. Spoiler inklusive, ich hab euch gewarnt.

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Story

Der Movie hört genau da auf, wo die Serie endete – die Mädchen erhalten eine Nachricht, in der steht, dass sie nach Amerika fliegen um dort einen Song zu performen. So besteht die erste Hälfte darin, wie die Mädels nach Amerika fliegen und dort ein paar Dinge erleben, so wie die Performance des Songs selbst. Die zweite Hälfte besteht darin, wie sie nach Hause kommen und dafür gefeiert werden, inklusive der Tatsache, dass sie nun recht bekannt sind. Aber genau da liegt das Problem – die Leute wünschen sich, das µ’s weiter macht. Nico, Eri und Nozomi, welche die Schule abschließen werden, können eigentlich nicht weiter als Mitglieder von µ’s weitermachen. Doch wie soll Honoka, als Leader, genau das den Fans vermitteln? Wird µ’s dennoch bestehen können?

Der Film ist auf genau denselben Niveau wie die Serie selbst. Neben den lustigen Momenten gibt es aber auch durchaus ernste und das überrascht, obwohl man es von diesem Genre eigentlich gewohnt ist. So kullern auch am Ende ein paar Tränen, was wohl tatsächlich daran liegt, dass mir die Charaktere ordentlich ans Herz gewachsen sind. Der Teil in Amerika war im Grunde ganz ordentlich (die Amerikaner sahen wieder anders als die Japaner aus, wie in K-On! War leider nicht ganz so lustig, wenn ich an verpeilte Ritsu denke), aber der zweite Teil ist in meiner Sicht einfach besser. Die Entscheidung der Ältesten, als Idols aufzuhören, war vernünftig und absolut verständlich. Das µ’s letztlich dadurch getrennt wird, ist traurig, aber leider realistisch. Dennoch ist das Drama für den Zuschauer überraschend, gerade durch Honokas Entwicklung.

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Charaktere

Der Film legt großen Wert auf Honokas Character Development, was auch gut in Szene gesetzt wurde. Gerade bei ihr dachte ich, dass sie es ordentlich in den Sand setzen würde. Wir bedenken – sie war in Season eins daran schuld, dass µ’s aus dem Love Live! ausgestiegen ist. Aber wie sie diese Sängerin trifft, am Ende mit A-RISE (eine Gruppe, die µ’s früher als Rivalen hatte) redet, was sie davon halten, war wirklich gut für ihren Charakter. So bleibt sie mir doch nicht als der Charakter in Erinnerung, der am Ende alles verhauen hat.

Die anderen Charaktere kommen dadurch kürzer, aber das ist nicht allzu tragisch. So stehen Nico, Nozomi und Eri noch einmal, wegen ihrer Entscheidung, im Mittelpunkt. Aber schreiberisch kann ich nicht sagen, dass man hier alles in den Sand gesetzt hat. Jeder Charakter hatte in den fast zwei Stunden seine Momente und so kommt jeder mit seiner Waifu auf seine Kosten.

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Zeichnungen & Animationen

Glaubt es, oder nicht – die ach so schrecklichen CGIs waren gar nicht mehr so schrecklich wie früher. Der Film war zeichnerisch und animationstechnisch auf sehr gutem Niveau und sah wirklich spitze aus. Da hat es sich wirklich gelohnt, mehrere Monate auf die BD zu warten. Ich denke da nur an diese Stelle, wo Angelic Angel dran war. Dieser Switch zwischen Bühne und Wiese war irgendwie … krasser Mist. Oder auch manch 3D Effekte und Kamerafahrten, die man in der Serie überhaupt nicht gewohnt war. Auch die Hintergründe am Ende und auch der letzte Song waren wunderschön in Szene gesetzt. Danke an alex_roston für die BD an dieser Stelle. ^^

Love live alle

Musik & Synchronisation

Musikalisch übertrifft dieser Movie fast die Serie, wenn ich so urteilen darf. Die Songs waren wirklich klasse und Angelic Angel ist höchstwahrscheinlich mittlerweile mein Lieblings-µ’s Song. Warum die Mädels allerdings teils random anfangen zu singen und ein Song einfach so rein geschoben wurde, ist mir schleierhaft. Das hat selbst die Serie nicht gemacht. Zur Synchro kann man nun wenig sagen, selbes Level wie die Serie. µ’s bleibt auch weiterhin ein Genuss für die Ohren, was nun nicht verwunderlich ist.

Der Love Live! Movie war in diesem Jahr zu Recht einer der erfolgreichsten Filme Japans (wir sprechen ausschließlich von diesem Jahr) und konnte sich wochenlang in den Kinocharts halten, so wie die Songs des Films in den Charts. Rekorde von K-On! wurden gebrochen und ich muss schon sagen – im Vergleich zum K-On! Movie war dieser um einiges besser. Ich kann es fast selbst kaum fassen – aber echt: mir gefällt dieser Film im nachhinein doch mehr als der K-On! Movie. Natürlich hat auch dieser Film seine kleinen Defizite, weshalb ich keine 10er Wertung geben werde, aber das ist egal. In meinem Herzen bleibt µ’s immer meine Lieblings-Idolband und ich schaue auch mit einem traurigen Auge zurück auf das, was Love Live bisher war. Einen würdigen Abschluss findet µ’s und das ist wohl das Wichtigste. Ich habe geweint, ja, ich gebe es zu. Man kann nur hoffen, das Love Live! Sunshine in diese Fußstapfen treten kann und einen würdigen Nachfolger darstellen kann. Ich bin zumindest optimistisch, dass es so sein wird.

Bewertung: 8 von 10 Punkten

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maki nishikino Nico Yazawa Nozomi Tojo eri ayase Hanayo Koizumi Honoka Kousaka kotori minami Umi sonoda

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