Von der optimalen Folgenanzahl und schlechten Adaptionen

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Der Posttitel klingt unglaublich intelligent. Sollte ich dieses Image sofort wieder runterziehen? Aber natürlich.

Währen man Leute oft schreien hört: „Boar, der Manga ist viel zu lang.“, hört man das von Animeschauern eher weniger. Zumindest werdet ihr mich nicht oft sagen hören: „Boar, der Anime war mal echt zu lang. Solang hätte der echt nicht sein müssen.“ Wahrscheinlich war das früher mal anders, aber heutzutage kotze ich stets über die Folgenanzahl(en) der meisten Anime. Ausgeschlossen sind allerdings Endlos-Shounen, die ich sowieso nicht mitverfolge. Bei One Piece und Co. habe ich irgendwann die Übersicht verloren.

Mein Problem mit vielen aktuellen Serien ist oft die Folgenanzahl, aber das muss nicht zwingend nur auf neue Serien zustimmen. Man bekommt oft was empfohlen und schaut rein, bis man am Ende alles bereut. Natürlich gibt es Anime, die mit dreizehn Folgen vernünftig abgeschlossen sind. Eine so richtige Verbindung kann ich meistens allerdings nicht zu diesen aufbauen. Wenn, dann kommt so etwas meist mit Nachfolgerstaffeln, aber ich habe vergleichsweise wenige Lieblingsanime, die nur eine Season liefen.  Schlagt mich, aber Angel Beats! steht auch noch seit Jahren recht weit oben bei mir. Warum weiß ich auch nicht so genau, aber es war wohl damals mit eine meiner ersten Anime im Netz. Das Angel Beats! eigentlich 26 Folgen bekommen sollte war irgendwie logisch, aber die Entscheidungen in der Branche versteht man nun mal nicht immer. Hingegen ist zum Beispiel völlig unverständlich, warum K-On! Staffel zwei 26 Folgen braucht. Ich mochte K-On! total gern, aber das hab ich bis heute nicht so wirklich verstanden. Wenn man mich also nach der optimalen Folgenzahl fragt, bekommt man eine kurze Antwort – 26 Folgen sollten für mich eigentlich drin sein, wenn ich einen Anime schaue, der auch halbwegs eine interessante Geschichte aufbauen will.

Aber wie schon erwähnt – Ausnahmen gibt es immer. So etwas wie Another hat auch in zwölf Folgen funktioniert und hatte ein in sich gut abgeschlossenes Ende. Sicher fallen euch noch mehr Beispiele ein (mir auch), aber gerade meine Lieblingscharaktere stammen stets aus Serien mit mehr als dreizehn Folgen. Heißt – ich brauche einfach Zeit, mit Charakteren warm zu werden. Japan zählt bei zweiten Staffeln sogar oft weiter, was ich zum Beispiel bei Kuroko no Basket beobachtet habe. In der zweiten Staffel war die erste Folge auf einmal die 27., was aber auch irgendwie logisch ist. Immerhin wird die Story trotz neuer Staffel meistens direkt weitergeführt. Das Anime allerdings oft so kurz gehalten werden, hat auch andere Gründe. Meistens hat es Geldgründe, Zeitgründe oder der Manga/die Novel ist noch nicht beendet. Man könnte nun genauso sagen – warum adaptieren die etwas, was noch nicht abgeschlossen ist? Den Gedanken dahinter verstehe ich auch nicht ganz, aber viele Anime haben dadurch zu leiden. Ob nun offene Enden oder andere Enden – das Gerage der Fans hört man sehr laut.

Bei schlechten Umsetzungen werden jetzt wahrscheinlich alle Sword Art Online schreien. Aber wisst ihr was? Das kehrt mich immer noch einen Scheiß. Bei Novelvorlagen ist das wahrscheinlich immer so eine Sache, weil die Studios vielleicht andere Vorstellungen zur Adaption haben. Änderungen sind da eigentlich vorprogrammiert. Wie es da bei Mangavorlagen ist, kann man auch abstreiten. Gerade bei Elfen Lied diskutiere ich gern immer wieder, wie genial die Story des Mangas später wird. Das der Manga optisch eher nix war, kann man dann sich wohl denken. Eigentlich sehen Anime verglichen mit ihren Ursprungsmangas immer besser aus oder zumindest genauso gut. Wird eine Anime-Adaption länger, ist es das nächste. So etwas wie Sailor Moon in 52 Folgen pro Staffel zu strecken, war heikel. Viele Filler und wenig Story waren da an der Tagesordnung, weil der Manga nur einmal im Monat erschienen ist. Was man nun von Sailor Moon Crystal hält, ist erstmal zweitens. Einen gerushten Manga nochmal zu adaptieren ist eigentlich ziemlicher Schwachsinn. Aber die Fans haben sich es irgendwo gewünscht, da sei es ihnen gegönnt.

Bei Originalstorys gibt es verglichen gar keine Probleme. Das Studio kann machen was es will, weil niemand auch nur irgendwas erwarten kann. Eigentlich ist das ja der optimale Start für einen Anime, oder? Früher hat man sich gesagt: „Hm, der Anime hat mir gefallen, ich kauf jetzt den Manga dazu“, weil man sich dachte, wird schon klappen. Dann ist man aus allen Wolken gefallen, weil man entweder enttäuscht oder überrascht war. Heute würde ich das wahrscheinlich nicht mehr machen. Klar, wenn ich eine Serie irgendwie mochte und mich der Manga interessiert, hole ich ihn mir natürlich. Aber wenn mich der Anime schon null interessiert hat, werde ich mir sicher nicht die Novel oder den Manga kaufen. Das ist mittlerweile völlig normal geworden. Toradora steht mittlerweile als Manga sogar bei Shima, weil ich keine Lust mehr auf das lange Warten habe. Wenn man wirklich keinen Unterschied zwischen Anime und Manga erkennt, ist das einfach nur peinlich.

Ganz nett ist es dann auch noch zu wissen, wenn man die Meinungen der Produzenten kennt. Bei Elfen Lied habe ich zum Beispiel ein paar nette Dinge gelesen – Nozomi kam nicht vor, weil der Regisseur meinte: „Es macht keinen Unterschied ob sie da ist, oder nicht.“ Irgendwo hatte er auch Recht, aber auf das Ende des Manga hätte er dennoch warten können. Aber vielleicht sehe ich das auch einfach anders. Ich persönlich denke auch, das Recap-Movies mit Bonusszenen bescheuert sind. Klar, die Japaner lieben es, bekannte Charaktere auf der Leinwand zu sehen. Aber wenn man wirklich nichts neues zu sehen bekommt? Das ist doch ziemlich hart. Mir fällt nun auch kein wirklicher Anime ein, wo ich sagen würde: „Denn hätten sie fortsetzen sollen.“, weil ich nach dreizehn Folgen echt nichts sagen kann. Ein Anime, der für mich die ideale Länge hatte, war zum Beispiel Hyouka. 26 Folgen und ein Ende, mit dem ich völlig zufrieden war. Warum denn nicht immer so? Dann gab es noch eine OVA und das wars. Natürlich kann man mit Bonusmaterial immer leben, aber bei sehr beliebten Franchises kann das auch zu viel werden. Wer soll bei zwanzig Miniserien noch hinterher kommen?

Dieser Rant war relativ kurz, aber für mich ist dieses Thema relativ fest. Ich habe eigentlich eine genaue Vorstellung, weiß aber, das andere Leute wahrscheinlich anders denken. Eure Meinung ist wie immer gern gesehen. ^^

 

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Ein Gedanke zu “Von der optimalen Folgenanzahl und schlechten Adaptionen

  1. Nächstesmal einige Bilder einfügen ^^ Natürlich ist ja auch der Grund wieso etwas fortgesetzt wird immer: Geld. Der Roman „Rambo“ endete mit Rambos Tod. Es gibt inzwischen vier Rambo Filme. Dasselbe halt bei ‚Animes. Positivbeispiel: Kill la Kill: 26 Folgen, Ende. Wie eben Hyouka, keine zweiten Serien, zweiten Staffeln oder etc.

    Wobei ich bei Sailormoon die Filler-Staffel eigentlich recht ok fand. One Piece hingegen… guter Gott, die Filler waren entsetzlich. Für Kare Kano tat es mir leid, eine so interessante Serie die dank prosuktionsprobleme komplett zerstört wurd eund ich glaube 4 Zusammenfassungs-Folgen hatte!

    Bei den Animes Angel Beats und Sword Art Online sah ich deutliche inhaltliche Mängel, aber vielleicht gibt es mal ein gutes Remake.

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