Kuroko no Basket (Anime) – Review

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Oh je, da hab ich mir aber was vorgenommen.

Eigentlich bin ich gar kein Fan von Sportanimes. Durch meinen Job bin ich relativ eingeschränkt, mich großartig zu bewegen und überhaupt – mein Interesse zu Sport ist eigentlich kaum vorhanden. Irgendwas an Kuroko hat mich aber doch gereizt und es war nicht, weil mir die Charakterdesigns gefallen haben. Als ich vor einiger Zeit Free gesehen hatte, dachte ich so etwas wie: „Na ja … bisschen Sport und Fanservice hat noch niemandem weh getan.“ Aber nun merke ich, wie unglaublich schlecht dieser Anime im Vergleich zu Kuroko ist. Klar, das Thema und die Sportart in Free ist völlig anders. Auch wenn es um Freundschaft und Schwimmen geht, wurde diese Serie nur fortgeführt weil … Fangirls. Shipping ohne wirkliches Ende. Das gibt es im Kuroko Fandom auch, aber ich frage mich ernsthaft, woher das eigentlich kommt. Kuroko ist ein reiner Shounen-Anime (es lief in der Jump, da laufen keine Fanservice-Manga für Mädchen) mit Sportthema (hier Basketball) und daran kann man eigentlich nichts falsch verstehen. Ich habe alle drei Staffeln (75 Folgen und alle OVAs) gesehen und mich vom Manga erstmal ferngehalten (weil die Zeichnungen, … am Anfang sehr speziell sind), weil Basketball doch eigentlich nur animiert funktionieren kann. Und hatte ich mit diesem Gedanken Unrecht? Nicht wirklich.

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Shima, nach dem er die erste Staffel gesehen hat.

Story

Einst gab es an der Teikou Mittelschule ein krass starkes Basketballteam, mit fünf hochbegabten Spielern. Das ist allerdings ein Jahr her und diese fünf Spieler sind mittlerweile in der Oberschule. Anstatt dass sie einfach alle auf dieselbe Schule gegangen sind, haben sie sich aufgeteilt und treffen so nun bei Spielen der Oberschulen gegeneinander an. Typische Meisterschaften halt. Das es in dieser sogenannten Wundergeneration aber noch ein sechstes Mitglied gab, ist relativ unbekannt. Kuroko ging an die noch recht neue Seirin-Oberschule, wo er auch gleich dem Basketballteam beitritt. So unscheinbar wie er wirkt, ist er allerdings nicht ganz. Neben ihm tritt allerdings auch Kagami dem Team bei, der selbst ordentlich was auf den Kasten hat. Wir erleben Seirins Werdegang und begleiten sie dabei, wie sie das beste Oberschulteam Japans werden wollen.

Eines vorn weg – wer hier realistisches Basketball erwartet, ist völlig fehl am Platz. So wie hier die Schwerkraft außer Kraft gesetzt wird, ist es einfach nicht realistisch. Der Anime nimmt das mit dem Basketballspielen aber völlig ernst und zieht nahezu in Echtzeit die Spiele lang (aber zum Teil auch wesentlich länger), was dazu führen kann, das ein Spiel drei bis vier Folgen lang ist (wenn nicht sogar länger). Wer sich also null für diesen Kram interessiert, könnte auf Dauer gelangweilt sein. Es gibt natürlich hin und wieder witzige Dialoge, aber viel Slice of Life gibt es nicht. Natürlich, Übergangsszenen und dergleichen gibt es schon. Aber wirkliche Fillerfolgen, die einen richtig hart langweilen, gibt es nicht. Was hatten wir? Eine halbe Folge Essen probieren und eine Folge Onsen (wo aber die Hälfte der Folge auch über Basketball geredet wird) ist das höchste, was mal neben dem Basketball gezeigt wird. Man kann also nicht meinen, das der Anime sich nicht darum schert, sich selbst ernst zu nehmen. Im Gegenteil, manchmal nimmt er sich sogar etwas zu ernst (worauf Drama folgt – Basketball bedeutet hier genauso, Konflikte mit sich selbst und anderen zu haben). Alles wo man richtig ablacht gibt es dann eher in den Bloopers (ja, die gab es als Bonusmaterial) oder in dem anderen Bonuskram, wo man es eigentlich weniger erwartet. Es gab eine ganze OVA, die sich quasi Kagamis Dummheit widmet. Wie schafft man es bitte, in einem Test NULL Punkte zu schaffen? Am Ende hat er es gebacken bekommen, aber was zur Hölle. Der Junge hat wirklich nur Basketball, Essen und Atmen im Kopf. Okay, ganz so schlimm ist es nicht, aber man könnte es fast denken.

So belebt man das Genre Sport aber anscheinend irgendwie, den groß gelangweilt war ich nicht. Manchmal waren die Spiele zum Ende hin etwas langatmig, aber bereut habe ich es nicht. Wie hart diese Kerle ihren Sport lieben, kann man wohl einfach nicht in Worte fassen. Für jemanden wie mich ist das wohl einfach unverständlich, aber ich denke wohl einfach anders. Soll ja jeder seine Vorlieben haben. Warum die Zuschauer der Spiele allerdings nie ihr Maul halten können, weiß ich auch nicht genau. Die Dialoge sind alle relativ nett, aber manchmal denkt man sich: „Bitte, halts Maul.“ Als Team wächst Seirin somit immer weiter und hat auch nur einmal (okay, … ein paar Mal mehr nach Touo, wo sie die Motivation verloren haben) verloren. Ihre Siege waren aber oft knapp, weshalb man auch nicht von unrealistischen Siegen reden kann. Gib alles kann man hier wohl im harten Capslock schreiben. Aber im ernst – ich hatte durchaus meinen Spaß und habe mich nur vereinzelt aufgeregt (vor allem über die Antagonisten). Die Charaktere leben zwar ungemein in der Vergangenheit, was manchmal etwas nervig sein kann, aber es ist okay. Mir ist nur völlig unverständlich, wie man eine Flashback-Arc fast ans Ende setzen kann. So etwas gehört in die Mitte oder den Anfang, aber scheiße war das niederschmetternd. Die Teikou-Arc war ein bisschen so, als wenn du allen den Spaß nimmst und sie innerlich tötest, nur damit sie besser werden und nur noch gewinnen.

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Charaktere

Hier gibt es wohl tatsächlich ein Problem. Bei den ganzen Teams die es gibt, hat man verdammt viele Charaktere abzuharken, die man wichtig waren und es noch sind. Deshalb gehe ich jetzt wirklich nur auf die wichtigsten ein, also verzeiht, wenn ich wenn vergessen habe. Erwartet habe ich keine total tiefen Charaktere, immerhin ist das hier immer noch Shonen. Aber ich glaube, sie haben das beste aus der Sache gemacht. Wundert euch nicht, warum hier alle Charaktere nur beim Nachnamen genannt werden – das ist im Anime auch so und wenn sie wirklich mal Vornamen verwenden, steht man kurz fragend da und denkt sich: „Dafuq … er heißt nicht Kuroko mit Vornamen?“

Die Wundergeneration

Um mit Kuroko (na ja … zu Seirin kann man ihn eher zählen, aber für mich gehört er hier auch dazu) anzufangen, haben wir hier einen … eigentlich ungewöhnlichen Protagonisten für einen Sportanime. Ich dachte stets, Protagonisten in Sportanime wären meist glückliche, übereifrige Gesellen. Dagegen wirkt Kuroko echt anders – erst ist sehr ruhig, zurückhaltend und sehr unauffällig. Mit seiner Irreführung lässt sich das dennoch ganz gut kombinieren. Manche Menschen bemerken ihn nicht mal, wenn er direkt vor ihnen steht. Dennoch arbeitet er hart an sich, entwickelt sich weiter und zeigt seinen Teamkollegen viel Respekt und stellt deren Bedürfnisse stehts über seine eigenen. Ich dachte ja erst sogar, er würde sogar keine Emotionen zeigen. Man merkt aber durchaus, dass es da einfach nur an seiner Persönlichkeit liegt. Einen lächelnden Kuroko sieht man jetzt nicht immer, aber dennoch mal am Rande. Ich mag ihn irgendwo so wie er ist, auch wenn er mich am Anfang sehr verwirrt hat.

War ich bis jetzt noch sehr lieb, hole ich jetzt gleich mal aus. Kise ging mir ordentlich gegen die Nerven und ich mag ihn einfach gar nicht. Ich habe ja sonst kein Problem mit sorgenfreien und freundlichen Persönlichkeiten, aber er geht mir ordentlich auf den Sack. Der Kerl wirkt einfach so unglaublich dümmlich und er hängt an jeden Namen (wo er die Person zu besser kennt) ein -cchi, was so unglaublich nervig ist. Dann ist er natürlich nebenbei noch Model (alles klar, Junge) und kann andere bei Spielen irgendwie kopieren, aber mich juckt dieser Charakter so gar nicht. Wahrscheinlich stehen viele Mädels unter den Kuroko-Fans auf ihn, aber ich halte nicht viel von ihm.

Aomine ging mir zeitweilen auch auf den Sack. Völlig arrogant, rüpelhaft und wenig Rücksicht auf andere, machen ihn jetzt nicht so sympathisch. Na klar, irgendwo ist er Kagamis Rivale, aber meine Fresse. Wenn man dann so sieht, wie er früher war, denkt man sich: „Wer ist das?“ Eigentlich hat er Basketball auch sehr geliebt (tut es im Grunde immer noch), aber irgendwann ist es für ihn einfach langweilig geworden. Das ist wohl immer so ein Problem von hochbegabten Spielern – keine Herausforderungen und keine guten Gegner mehr. Es ist aber auch nicht schwer, besser als Kise zu sein. Man kann also sagen – er hat irgendwo Gründe, aber am Anfang versteht man das nicht so gut.

Als nächstes haben wir dann Tsundere-Karotte (weil grüne Haare und meist orange Klamotten) … eh, Midorima. Warum er so extrem abergläubisch ist und nur auf sein Horoskop hört, ist mir noch immer ein Rätsel. Sein Glücksgegenstände sind auch irgendwann nicht mehr ganz so lustig, aber was zur Hölle. Er wirkt immer sehr verkrampft und mies gelaunt, lächelt selten und weiß am Anfang noch nicht so wirklich, was Teamplay ist. Wenn man aber bedenkt, wie nervig sein Kollege Takao sein kann, ist das irgendwo verständlich. Mit Kuroko kommt er irgendwie gar nicht gut aus, aber es gibt ja immer jemanden, der den Protagonisten nicht ganz so mag. Ich frage mich zwar bis heute warum, aber gut. Ansonsten ist er auch ziemlich stark, aber wo bliebe denn der Spaß, wenn alle Spieler luschig wären.

Mit unrealistischen 2,09 m (wir sind immer noch in fucking Japan) ist Murasakibara wohl der größte Spieler in der gesamten Serie und wohl auch der, mit dem meisten Talent. Blöd nur, dass er verdammt faul ist und permanent am Süßigkeiten fressen ist. Ich fand es ein wenig schade, das er erst so richtig in Staffel 2 aufgetreten ist. Laut eigener Aussage hasst er Basketball auch, aber man bekommt so leicht mit, dass es doch nicht so ist. Unter welchen Umständen das jetzt so ist, verrate ich an dieser Stelle nicht. Er hasst Leute, die den Sport wirklich lieben und hart dafür arbeiten, weil er darin einfach keinen Sinn sieht. Dementsprechend macht er Leute auch ziemlich runter, was nicht schon so ziemlich fies ist. Ob ich ihn wirklich mag, weiß ich auch nicht so genau.

Als letztes wäre da noch Akashi, der das erste Mal so richtig in Staffel 2 auftritt. Der Junge ist unglaublich verkorkst und ich habe keine Ahnung, warum eigentlich. Früher war er mal der Kapitän der Wundergeneration und hat … eine Art Fähigkeit, die ich mit dem Geass vergleichen könnte. Wobei, seine Gegner gehen ja nur auf die Knie vor ihm und lassen den Ball fallen. Mehr ist da eigentlich nicht drin. Ich weiß einfach nicht, was ich von ihm halten soll. Er ist völlig eigenartig und mir ist halt nicht klar, warum. Dieser ganze Plot mit seiner gespaltenen Persönlichkeit war einfach völlig wirr und komisch. Aber gut, so schließen wir die Wundergeneration erstmal ab.

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Seirin (die Normalos und Kagami)

Seirin ist relativ gewöhnlich, weshalb es sich nicht lohnt, alle aufzulisten. Wenn man mal das Geschrei von ihrem Kapitän Hyuga weglässt (der ist die ganze Zeit nur am rumschreien, ernsthaft. Also fast immer) haben wir nur ein paar Mitglieder, die mir im Gedächtnis geblieben sind. Zum Nachteil kommt auch noch, dass die sich alle sehr ähnlich sehen. Ich habe zum Beispiel keine Ahnung, wie der Typ heißt, der ständig wie eine Katze gezeichnet ist. Ernsthaft, wer war das gleich noch? Ein Name den ich mir noch gemerkt habe ist Izuki, der irgendwas konnte … aber fragt mich nicht, wie der gleich noch drauf war. Meine Favoriten gibt es bei Seirin trotzdem: Kagami und Kiyoshi.

Kagami hätte eigentlich genauso der Protagonist werden können, wenn es nicht Kuroko gewesen wäre. Ansonsten ist er so gesehen genauso wichtig, aber nicht sonderlich tiefgründig. Meist ist er ziemlich impulsiv, entschlossen und ehrgeizig. Im Vergleich mit Kuroko ist das schon ein ziemlicher Kontrast. Am Anfang war er noch sehr ein Einzelspieler, aber mit der Zeit bemerkt er, dass so etwas auf Dauer nicht funktioniert. Anscheinend kann er ziemlich hoch springen, laut Wiki … das kam mir immer sehr normal vor. Wer aber so krass spielen kann und das Spiel so sehr mag, muss doch ziemlich luftig in der Birne sein. Das zeigen seine Noten ganz gut und er ist extrem schlecht in Japanisch und Englisch (obwohl er in Amerika war … wtf). Ich mochte Kagami aber irgendwie, wahrscheinlich weil er so ein Sturkopf ist. Wie er und Kuroko zusammen funktionieren, ist auch ganz nett. Aber nicht, wie ihr jetzt vielleicht denkt, wie ich das meine. No homo, right?

Eigentlich gibt es hier nur noch einen Charakter den ich nennen muss und das ist Kiyoshi. Wahrscheinlich habe ich eine Art Vorliebe für solche Charaktere, aber alles was mit gutem Drama zusammenhängt, bricht mir sehr oft mein Herz. Eingeführt wird Kiyoshi mehr oder minder als jemand, der gerade aus der Reha kommt, weil da irgendwas passiert ist. Am Anfang fiel er gar nicht so auf, halt nur, weil er oft völlig idiotisch ist (was ihn ziemlich sympathisch macht). Als Gründer der Mannschaft hätte ich ihn erst gar nicht erwartet und dann kam Backstorytime. Normalerweise hätte man genau ihn als Kapitän einsetzen können, wenn man dann genau weiß, wieso, weshalb, warum. Ich glaube, wenn es um Mord und Totschlag gehen würde … könnte man sagen, Kiyoshi würde sich für seine Kameraden opfern. In diesem einen üblen Spiel hat er die anderen so sehr beschützt, dass es weh tat hinzuschauen. Man kann also sagen, er hält alles zusammen und um Gotteswillen … ich sterbe jedes Mal (gefühlt), wenn er schon wieder irgendwas hat. Deshalb mag ich ihn wohl mehr als Kagami.

Die Weiber (klingt böse, ist aber leider so)

Während sich der Mangaka sogar Gedanken gemacht hat, auf welche Art von Mädchen seine männlichen Charaktere stehen, gibt es doch auffallend wenige weibliche Charaktere. Ist aber wohl normal, bei einer ziemlichen Shounen-Reihe. Schreiben kann er sie trotzdem nicht, auch wenn sie nett sein können. Ich mein, was macht Seirins Coach Riko aus? Sie ist verdammt streng, hat bisschen was in der Birne und macht ihren Job. Natürlich müssen sie das Klischee, Frauen können nicht kochen, auch wieder rauskramen. Sowohl sie als auch Momoi (Coach von Touo) bringen in Honig eingelegte, ungeschnittene Zitronen mit zum Spiel. WTF. Und man kann sie gut unterscheiden – Riko hat kurze Haare und ist flach (worauf jeder zweite rumhacken muss, inklusive Momoi), wohin gegen Momoi lange Haare hat und große Brüste. Wie offensichtlich … Außerdem steht Momoi seit der Mittelschule total auf Kuroko, keine Ahnung warum gleich noch. Sie ist ziemlich simpel, aber wenigstens kann sie gut analysieren. Ansonsten bleibt nur noch die komische Trulla von Yosen die zwei Folgen Screentime hatte … und Kagamis Mentorin aus Amerika, die wenigstens witzig ist und kein engrish spricht. Aber gut, besser wenige Frauen schreiben, als zu viele … wenn man es nicht kann.

Sonstige

Joar, hier hab ich jetzt noch ein paar Charaktere, die ich nennen möchte. Himuro wäre so ein Fall, wo ich quer durchs Fenster kotzen will. Ich mein, schön das er früher so gut mit Kagami auskam. Auch schön, wie sich die beiden als Brüder gesehen haben. Aber nur weil Kagami besser geworden ist als er, können sie trotzdem noch Brüder/Rivalen/whatever sein. Dieses Geheule von ihm ging mir so dermaßen auf den Keks. Zumindest war sein Engrish (die beiden haben am Anfang auf Englisch gelabbert, obwohl sie in Japan waren … warum auch immer) besser, als das von Kagami.

Ansonsten ist einer meiner Hasscharaktere auch noch Hanamiya, der für Kiyoshis Verletzung verantwortlich war. Ich meine, alle Teams in diesem Anime bemühen sich, geile und gute Spiele zu machen. Aber Kirisaki Daichi? Nö, wir ficken alle kaputt und verletzen Spieler, ohne dass der Schiedsrichter was sieht. Warum hinterfragt das keiner? Außerdem ist Hanamiya eh so eine verlogene Schlange, der erst lieb und freundlich ist und dann sein wahres Gesicht zeigt. Normalerweise hab ich Vorlieben für Sadisten, aber der Junge fällt aus dem Beispiel raus. Ich mein, er hat einen IQ von 160 und nutzt ihn nicht so, wie er sollte. Hier mal ein Beispieldialog: „Tut mir leid wegen der Verletzung, Kiyoshi … als wenn ich sowas sagen würde, du Idiot.“ *Zunge rausstreck* Das Trauma ist stark, bei dem Jungen. Ich frage mich nur, warum.

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Zeichnungen & Animationen

Production I.G. ist nicht wirklich das Studio, was ich lieb irgendwo nenne. Von der Story her wurde alles wichtige adaptiert, aber meine Fresse – so viele Standbilder. Von Staffel zu Staffel entwickeln sie sich noch etwas weiter, aber manche Sachen sind echt auffällig. Da wird gespart, wo es nur geht. Der Vorlagenmanga sah am Anfang jetzt nicht so gut aus und wurde später erst besser – da hat sich der Anime doch etwas besser rausgeputzt. Man sieht zwar übermaßig viel Schweiß und Top-Qualität gibt es auch nicht immer, aber optisch kann ich schon mit dieser Leistung weiterleben. Nur im dritten Opening von Season drei war ich sehr verwirrt – auf einmal sieht alles so verdammt weiblich aus. Wer hier keine Meisterleistung erwartet ist sicher zufrieden und total schlecht sieht das hier auch nicht aus. Welche Charaktere halbwegs wichtig sind, bemerkt man aber immer an der Haarfarbe, wirklich. Dieses Klischee ist so alt, dass es hier schon wieder gut verwendet wird.

Musik & Synchronisation

Warum haben Sportanime eigentlich immer so geile Songs dabei? Die Openings waren meist vom selben Künstler und extrem gut. An die Endings erinnere ich mich nicht mehr so genau, aber trotzdem. Vermehrt kriegt man hier eh mehr rockiges zu hören, aber das ist ja keine Sache. Von der Synchro her, musste ich oft lachen. Mensch, die Japaner können auch eher mittelmäßiges Englisch, gerade Yuki Ono der Kagami spricht, bekleckert sich nicht mit Ruhm. Ansonsten sind alle Charaktere recht gut rübergebracht, auch wenn hier immer viel Geschrei zu hören ist. Ich wundere mich ernsthaft, warum Kuroko noch nicht hier gelandet ist. Ich sage es nur ungern, aber … Tommy Morgenstern würde sehr gut zu Kagami passen, aber das wisst ihr nicht von mir. Vielleicht besinnt sich Kazé ja noch dazu, ich dachte, die sitzen in Frankreich auf den Rechten.

Schlussendlich weiß ich gar nicht, warum sich Shima die ganze Zeit beim Schauen (neben mir) beschwert hat. Ich meine, in einem Sportanime erwartet man doch Sport, oder? Klar hat man auf die gründliche Beleuchtung der Charaktere verzichtet, aber zu viel Slice of Life tut auch nicht gut. Da kommt so etwas wie Free raus und das ist ja eigentlich nur Fanservice mit ein bisschen Sport (und Drama). Verglichen damit, hatte ich hier wesentlich mehr Spaß und mehr von den 75 Folgen. Klar, manche Spiele waren echt lang. Aber es hat sich doch gelohnt und Spannung war auch genug dabei. Traurig stimmen mich nur die weiblichen Fans, die diese reine Shonen-Reihe zu sehr in ein falsches Licht ziehen. Natürlich kann man nicht von allen reden, aber trotzdem. Ich fand die Charaktere doch sehr ausgewogen und abwechslungsreich und solange ich meinen Spaß habe ist doch alles okay, oder? Das Ende war zumindest klasse, auch wenn ich an einer gewissen Stelle geschrien habe. Aber das hat eher mit meinem Fangirlherzen, nein, meinem Stolz zu tun. Meinungen sind natürlich gern gesehen. Mit etwas Glück schafft es der Manga vielleicht doch noch hier her, auf Englisch gibt es ihn ja schon. Denkt immer dran – no homo, right?

Bewertung: 8 von 10 Punkten (mit Ausnahme von Staffel 1, als Einleitung kriegt diese nur 7 Punkte)

Ich habe das seltsame Gefühl, etwas vergessen zu haben. Mist. Na ja, bei möglichen Rechtschreibfehlern, möchte ich mich gleich entschuldigen. Nach 3000 Wörtern hatte ich gerade keine Lust, nochmal alles zu lesen. Sorry.

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