Reingelesen – Love Live! School Idol Project & Diary

Von süßen Idols und schließenden Schulen – nun auch in Mangaform.

An Love Live! kommt man mittlerweile nicht mehr wirklich vorbei. Da verhält es sich ähnlich wie mit K-On!, das seinerseits der Scheiß war. Durch Sunshine hält sich Love Live auch nach wie vor über Wasser, doch das interessiert uns heute nicht. Wir widmen uns der Ursprungsreihe und deren Manga, der hierzulande bei Egmont erschienen ist. Wir schlagen hier sogar zwei Fliegen mit einer Klappe und behandeln sogar den Hauptmanga und Diary, eine Manga-Adaption der Bonusnovel zum Anime.

Scan aus Love Live! School Idol Project.

Zur Story muss ich denk nicht mehr viele Worte verlieren. Otonokizaka schließt bald seine Pforten und Honoka gründet eine School Idol Gruppe um dies zu verhindern. Der Manga unterscheidet sich als von der Haupthandlung nicht wirklich im Vergleich zum Anime, hat aber doch ein paar Dinge die anders sind. So war Honoka ursprünglich mit Umi im Kendo-Club, Nozomi hat am Anfang einen komischen Club deren Name ich mit nicht merken kann und es gibt viele Kleinigkeiten die etwas anders sind. Wirklich stören tun diese aber nicht, weil der Manga nicht aus zu vielen Slice of Life Dingen besteht und tatsächlich Stück für Stück etwas vorankommt. Da die Reihe aber anscheinend nur einmal im Jahr erscheint, geht es leider nur schleppend voran und man hat gern eine längere Wartezeit vor sich. Dennoch fokusiert sich der Manga eben mehr auf das eigentliche Love Live und die Rettung der Schule – nicht zu vergessen ist auch der Konkurrenzkampf mit A-RISE von der UTX. Dieses Mal besteht die UTX auch mal nicht nur aus A-RISE, auch die Schülersprecherin wird gezeigt die anscheinend etwas gegen Eri hat und auch ebenso direkt mit ihr konkurriert.

Scan aus Love Live! School Idol Diary.

Außerdem schämt sich der Manga auch nicht dafür, einige Yuri-Anspielungen zu bringen die aber meist sehr harmlos und oberflächlich sind. Man merkt aber sehr, dass der Manga weit vor dem Anime entstanden ist. Gerade wegen der Unterschiede und auch an den Charakterdesigns merkt man es am deutlichsten und Nozomi und Nico kann man am Anfang wirklich nur anhand der Art wie sie sind und an ihren Brustgrößen unterscheiden. Es klingt traurig, ist aber so. Wer also noch gar nichts mit Love Live! zu tun hatte und mal reinschauen mag, sollte einfach mal zugreifen. Bewegt ergibt das zwar sicher weitaus mehr Sinn, aber vielleicht entdeckt der eine oder andere noch etwas für sich. Die Zeichnungen sind am Anfang noch nicht ganz optimal, aber das gibt sich mit der Zeit so nach und nach. Es war damals eben noch etwas schwierig das festzulegen, was später auch wichtig für den Anime war. Aber das sind eben Unterschiede, die man ertragen kann.

Love Live! School Idol Diary dagegen ist eher eine Art Sammlung an Kurzgeschichten. Wer die Charaktere also nicht kennt, wird eher wenig damit anfangen können oder nicht so richtig verstehen, warum das und dies nun mal so ist. Zur Erklärung – dieser Manga ist eine Adaption einer Bonusnovel, die mehrere Kurzgeschichten enthält. Im Grunde war diese Novel auch schon Bonus zum Anime, aber gezeichnet funktioniert sie eigentlich auch ganz gut. Sprich, hier findet man zum großen Teil eher alltägliche Geschichten, aber genauso auch sehr ernste Geschichten. Die Zeichnungen sind etwas näher am Anime und die Charaktere eben auch – deswegen stehen die Charaktere hier so wie sie eben schon im Anime waren, sprich ist das hier eben nur Bonus.

An sich ist Diary aber trotzdem nicht übel. Wenn man die Charaktere mag sind sie in solchen Geschichten auch gut verwendet worden und jeder Charakter bekommt hier seinen Moment um einmal zu scheinen und im Mittelpunkt zu stehen. Worunter allerdings beide Manga ein wenig zu leiden haben, ist die Übersetzung. Wer nicht wirklich darauf achtet, wird es im Grunde nicht bemerken. Allerdings wechseln die Namensgebungen gern mal von Eri zu Eri, Nico wird grundsätzlich mit K geschrieben und Witze kommen zum Teil nicht ganz so gut rüber, wie sie es eigentlich sollten. In den ersten Bänden kommt einem das meiste auch sehr hölzern geschrieben vor, was auch ein wenig schade ist. Natürlich haben nicht alle Charaktere eine extrem eigene Art zu sprechen, aber gerade eine Nozomi hat ja eigentlich einen Dialekt und eine Honoka würde niemals so ernst reden wie Umi. Gerade bei Love Live ist das gar keine so große Sache, aber irgendwie erscheint mir der Übersetzer an dieser Reihe immer etwas oberflächlich und nicht so ganz bei der Sache. Nein, das sage ich nicht, weil ich die Serie ursprünglich vor dem Release selbst übersetzt habe. Es fällt einem einfach auf und ich möchte meinen, das diese Person sicher schon bessere Arbeit geleistet hat. Es ist einfach ein wenig schade.

Die jeweiligen Cover laufen allerdings immer nach dem selben Prinzip. Es sind immer drei Charaktere zu sehen, auf Band 1 haben wir da Umi, Honoka und Kotori aus dem zweiten Jahr. Auf Band 2 sind es die Maki, Hanayo und Rin aus dem ersten Jahr. Band 3 hat dann jeweils Nico, Eri und Nozomi aus dem dritten Jahr. Ihre Persönlichkeiten werden auch recht gut dargestellt, aber es läuft da halt immer nach dem selben Prinzip. Ab Band 4 wiederholt sich dieses Prinzip dann auch wieder, nur mit anderen Outfits. Von den Cover der Hauptreihe kann man sich also etwas langweilen, aber die von Diary laufen ja auch ähnlich ab. Der einzige Unterschied dort ist eigentlich nur, das man etwas dynamischere Posen hat und die Zeichnungen eben etwas besser im allgemeinen Aussehen. Allerdings ist zu Dairy noch kein vierter Band erschienen und da weiß ich zumindest, das die drei Charaktere dann etwas mehr gemischt werden. Zumindest ein wenig Abwechslung.

Zusammenfassend kann man sich die Love Live! Manga aber doch einmal geben, selbst wenn man noch gar keine Erfahrungen mit diesem Universum an sich hatte. Diary ist aber eher nur den Leuten zu empfehlen, die auch den Anime kennen. Ich empfinde es zumindest so, dass dieser Manga wirklich nur ein Bonus ist und für einen völligen Neuling wohl etwas komisch ist. Den Love Live! baut vieles auf seinen Charakteren auf und wenn man diese nicht wirklich kennt, ist das natürlich etwas unvorteilhaft. Mit unserem deutschen Release haben wir aber vielen Ländern schon etwas voraus und das ist doch ganz nett, oder nicht?

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