Comic Girls – Review

Mal ein aktueller Anime, weil es halt geht.~

Anime und Manga über das Manga zeichnen gibt es denk schon, es ist kein so unbekanntes Thema mehr. Ich denke bei solchen Anime-Serien sehr schnell an Bakuman. oder Monthly Girls‘ Nozaki-kun, aber das sind sicher nur zwei Beispiele von einigen mehr. Als Shima und ich durch die Seasonliste geschaut haben, fiel uns dieser Moe-Titel mit dem Namen Comic Girls schon auf. Natürlich war uns auch bekannt, dass es einen recht fixen Dub dazu gibt. Aber das war mir ehrlich gesagt ziemlich egal. Wir waren in der Regel immer recht fix dabei, die Folgen zu schauen. Daher gibt es heute dieses Review, Spoiler sollte es eigentlich keine geben.

Story

Ja, man könnte jetzt eine komplexe Inhaltsangabe schreiben. Wäre aus meiner Sicht aber ziemlicher Schwachsinn. Comic Girls handelt eigentlich nur von vier Mädchen, die in einer Art Internat wohnen und neben der Schule Manga zeichnen. So simpel kann man es zusammen fassen und dagegen wird sicher niemand etwas sagen. Der Inhalt ist nicht sonderlich komplex, meist dreht sich die Handlung über die alltäglichen Probleme beim Manga zeichnen oder auch seltener die Schule. Wirklich tiefgründig ist diese Serie allerdings nicht, da muss ich jeden hier enttäuschen. Es gibt einige schöne Szenen und man hat mal ein paar nette Witze, aber viel gibt es hier eigentlich nicht zu sehen.

Man kann diese Serie also nicht wirklich mit Titeln wie Bakuman vergleichen. Der Vergleich zu Nozaki-kun würde funktionieren, passt aber auch nicht – der Titel war eher ein Romance-Comedy Titel – was Comic Girls aber nicht ist. Für die Länge von 12 Folgen ist die Serie eigentlich wie geschaffen und es gibt die typischen Klischee-Folgen – eine Strandfolge, eine mehr um die Schule oder auch eine Weihnachtsfolge. Geht bei dieser Serie bloß nicht mit den Maßstab an und diskutiert über großartigen Inhalt. Zum Entspannen reicht es aber durchaus, dafür war ich dieser Serie sehr dankbar.

Charaktere

Protagonistin Kaos (ist ihr Spitzname, eigentlich heißt sie Kaoruko) ist ein typischer Angsthase. Sie hat nicht sonderlich viel Selbstvertrauen und hat schon einige Sitzungen mit ihrer Redakteurin hinter sich. Diese sieht Talent in ihr, aber die beiden kommen leider nicht oft auf einen Nenner was die Storyboards von Kaos angeht. Unter den Mädels ist sie auch die einzige die hauptsächlich digital zeichnet und mit dem traditionellen Arbeiten hatte sie dann am Anfang schon einige Probleme. Dann hätten wir da noch die sehr hyperaktive Koyume, die Shoujo-Manga zeichnet. Sie ist relativ witzig, aber jetzt nicht mein Liebling. Gerade als es darum ging Jungs zu zeichnen, gab es eine sehr lustige Situation. Ihre Jungs waren unglaublich komisch aussehend und sie hat es irgendwie nicht hinbekommen, sie gut aussehen zu lassen. Dann wäre da noch Ruki, die eigentlich Kinder-Manga zeichnen wollte – irgendwie ist sie dann bei leicht erotischen Manga angekommen. Sie stellt sich irgendwie auch gern als großbrüstig da, ist aber mindestens genauso flach wie Kaos-chan. Sie wirkt in der Gruppe sehr wie die ältere Schwester, da sie etwas reifer wirkt. Den Kreis des Maincasts schließt dann Tsubasa, eine Shounen-Mangaka die eher wie ein Junge rüberkommt und sich auch so verhält. Dieses Verhalten hat auch seinen Grund, aber wenn sie nicht gerade am Zeichnen ist bleibt sie sehr ruhig und gelassen. Außerdem scheint Koyume irgendwie mit der Zeit in sie verschossen gewesen zu sein, aber na ja. Die Macher haben wohl mitbekommen, dass Yuri gut ankommt.

Bei den Nebencharakteren gibt es nicht sonderlich viele, die man hervor heben kann. Die Klassenlehrerin, die heimlich Fan von Tsubasa ist, die Internatsmama mit der kleinen Katze oder auch die ältere Mitschülerin Suzu. Letztere wirkt wie ein Geistermädchen und liebt es Kaos zu erschrecken. Sie war ein wenig das Highlight der Serie, gerade wenn sie sich einmal normal verhält ist sie eigentlich sehr lieb und nett. Jemand wie sie ist schon fast zu offensichtlich, wenn es darum geht Horrormanga zu zeichnen. Aber na ja. Wir haben hier sehr lebhafte Charaktere, auch wenn sie nicht ohne Klischees vorhanden sind. Allerdings stört mich das hier gar nicht so. Gibt wesentlich schlimmeres.

Zeichnungen & Animationen

Hier bewegen wir uns auch sehr solide. Sehr große Augen, bunte Frisuren und alles was typisch ist für Moe-Anime Titel wie diese. Die Animationen waren ganz in Ordnung, auch wenn die Hintergrunde teils rotoskopiert waren. Seit Aku no Hana habe ich anscheinend kein Problem mehr damit, möchte ich meinen. Ist aber nicht weiter tragisch, weil es hier ja nur um eine solide, süße Serie geht. Zu sehr will ich mich ja auch nicht beschweren.

Musik & Synchronisation

Das Opening ist ein typischer Song, den die Synchronsprecherinnen zusammen singen. Also an sich nichts besonderes, aber ich mag das Ending der Serie gern. Das ist ein sehr entspannendes und ruhiges Lied. Zur Synchronisation des Simuldub kann ich an der Stelle also nichts sagen und selbst wenn, würde ich wahrscheinlich auch nichts dazu sagen. Die japanischen Sprecher fangen die Mädels ganz gut ein und machen sie noch um etwas lebhafter. Allerdings habe ich jetzt niemanden nur vom Hören wiedererkannt. Es gibt ja die typischen Sprecherinnen, die man immer wieder erkennt, weil sie überall dabei sind. Hier gab es keinen von ihnen zu hören, was mich darauf schließen lässt, dass hier viele neue Sprecherinnen dabei waren. Hört sich also passend zum Bild alles sehr cute an, aber anders wäre es dann auch seltsam.


Comic Girls ist, was es sein will – niedlich, aber nicht besonders deep. Es gab einige nette Folgen und dafür bin ich der Serie auch dankbar. Allerdings ist das hier nichts, was ich von mir aus nochmal sehen wöllte. Bei Slice of Life-Serien verhält sich das in der Regel immer Recht ähnlich und hier ist das auch so. Was das Thema Manga zeichnen anging war es sicherlich auch nicht immer realistisch dargestellt, aber es hat sich schon relativ richtig angefühlt. Sprich, es werden sicher einige falsche Dinge oder nicht ganz so richtige Dinge dabei gewesen sein – aber nichts störendes. Vielleicht erkennt der eine oder andere auch etwas Tiefe in der Serie, aber so ist es dann doch eher was für nebenbei. Aber das ist schon okay so.

Bewertung: 6 von 10 Punkten

Schreibste mal was, aber denk dran - das hier ist nicht Tellonym.

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