Love Trouble Darkness (To Love Ru Darkness) – Review

Im Vergleich zur Vorgängerserie ist diese Reihe der perverse, kleine Bruder den man normalerweise eigentlich gar nicht kennen will.

Mit Fortsetzungen für Manga-Reihen ist es immer etwas seltsam – entweder werden Reihen nach Jahren von Pause weitergeführt oder eben in andere Magazine geschoben, weil das Original-Magazin keinen Bock mehr drauf hatte und die Fortsetzung da einfach nicht reinpasst. So ähnlich muss es zumindest bei Love Trouble Darkness gewesen sein. Ich habe die erste Reihe vor Ewigkeiten reviewt und diese Reihe eben auch schon vor längerer Zeit fertig gelesen. Zum damaligen Zeitpunkt habe ich auch gesagt, ich werde diese Reihe nicht noch mal reviewen – aber ein paar Dinge will ich dann doch noch sagen.

Mae, Nana, Momo und Yami (Golden Darkness).

Darkness hört in etwa da auf, wo der Vorgänger aufgehört hat. Es ist nicht sonderlich viel Zeit vergangen, seit dem Ritos unfreiwilliges Liebesgeständnis an Haruna an eigentlich fast alle Mädels raus kam die er so kennt. Ganz so einfach wird das was ihm bevorsteht allerdings nicht – Prinzessin Lalas jüngere Schwester Momo hat nämlich vor Rito einen eigenen Harem zu erstellen. Dabei scheut sie weder Intrigen noch körperliche Nähe und sie ist nicht nur sein einziges Problem. Eine neue Gestalt namens Mae Kurosaki taucht auf und möchte die ehemalige Killerin Golden Darkness (Yami) wieder auf den Pfad der Dunkelheit bringen. Hier gibts also dieses mal eine Menge Kämpfe, viele versaute Witze und auch manchmal etwas zu viel Haut.

To Love Ru hatte einige, versaute Anspielungen und Ecchi-Szenen. Aber ich habe nicht gedacht, dass die Macher sich derart noch toppen können. Hier wird keine Situation ausgelassen, ordentlich herum zusauen. Dabei passiert tatsächlich zwar nichts was richtig wie ein Hentai ist, aber es kratzt schon sehr oft daran. Dagegen wirkt To Love Ru wirklich schüchtern und zurückhaltend mit dem was es zeigte. Auch ändert sich hier einiges bei den Charakteren – Rito grapscht nun im Schlaf Mädels an, Momo schwankt stets zwischen Perversion und der eigenen Verliebtheit, Nana ist nach wie vor Tsundere, die schüchterne Haruna kriegt manchmal die Klappe auf, Tsundere Yui erkennt teilweise doch das Rito gar nicht so pervers ist und akzeptiert schon innerlich das sie auf ihn steht … und merkwürdige Inzest-Vibes von Ritos Schwester Mikan, was aber nie über Hand nimmt (zum Glück). Und ach ja, Yami möchte Rito nicht mehr ständig umbringen – aber na ja, um sie geht es hier ja auch zum Teil am meisten. Einzig und allein Lala rückt hier teilweise so dermaßen in den Hintergrund, das ich dachte: „Ey, Leute! In der ersten Serie war sie der Mittelpunkt und jetzt auf einmal ist sie unwichtig?“ Lala war immer etwas dämlich und naiv in Kombination, aber das macht sie eben aus. Das man sie so dermaßen hinten anstellen musste, verstehe ich nach wie vor absolut gar nicht.

Die Nebencharaktere hier sind aber auch ganz nett eingefügt worden – wie zum Beispiel die Ziehmutter (oder große Schwester, auf der Yami basiert) von Yami, Lunatic, die als neue Lehrerin an die Schule kommt. Sie war zwar ähnlich naiv wie Lala und hatte mit Darkness eine gemeinsame, traurige Vergangenheit – aber so richtig im Vordergrund stand sie leider nie. Auch der Bösewicht Nemesis und ihre Dienerin Mae sind am Anfang wirklich nicht übel – landen aber auch mit der Zeit schon so halb in Ritos Harem. An Mae war interessant, dass sie eine kleine Teilzeit-Yandere ist und Yami als Schwester sieht (was theoretisch richtig ist) und an Nenemis … war es der Fakt, dass sie aussieht wie ein Loli und Sadisitin ist. Aber sonst? Ich erinnere mich an kaum irgendwelche anderen Figuren, die noch groß neu waren. Das sollten eigentlich alle sein. Inhaltlich wurden diese ja auch ganz nett eingesetzt, keine Frage. Aber zwischen all den versauten Ecchi-Szenen, die gelegentlich auch zu weit gingen und dem fünfzigsten Annäherungsversuch von Momo wurde es dann doch etwas träge. Die Action-Szenen waren immer sehr gut in Szene gesetzt und die Witze nach wie vor nicht übel. Auch die Seitenanzahl von nun vierzig statt zwanzig Seiten hilft hier ungemein. Unter anderem eben auch, weil man hier nicht mehr einen Dialog neben den anderen quetschen muss und sich hier auch auf die Zeichnungen konzentrieren konnte (und bei manchen Szenen auch musste, wenn auch unfreiwillig). Das hier auch ein ernsterer Plot angeschnitten wurde, finde ich gut – auch wenn man das zwischen den oft grenzwertigen Szenen nicht so auffällt. Wegen der Story kaufe ich diesen Manga nach wie vor nicht, aber es war schon mal etwas besser als das was man hier im Vorgänger zu lesen hatte.

Die Zeichnungen sind aber nach wie vor sehr gut und sogar etwas besser geworden. in einem generischen Ecchi-Manga hat man ja in der Regel nicht so viele Details zu sehen, aber hier … das war schon manchmal etwas zu extrem. Es gab Punkte, an denen ich da saß und mir dachte – wie wollen die das noch toppen? Das kann man nicht mehr toppen, ohne einen Hentai zu produzieren. Das funktioniert einfach nicht, das kann mir keiner erzählen. Aber man kann hier schon durchaus eine Entwicklung erkennen, das Jump SQ in dem diese Serie lief hat den Autoren auch wesentlich mehr Freiheiten gegönnt – wenn auch manchmal etwas zu viele. Interessant fand ich aber, das diese Reihe auch offensichtlich irgendwie mit Black Cat verbunden war, weil selber Mangaka. Ich kann euch jetzt aber nicht mehr im Detail sagen, wie und wer dieser Charakter war. Aber es gab schon ein paar coole Szenen in dieser Serie und das will ich weiß Gott auch nicht bestreiten. Aber ob das hier wirklich hohen Wiederleswert hat, daran mag ich ein bisschen zweifeln. Völlig beschissen ist diese Reihe aber auch nicht, nur etwas eigenartig.


Auch Darkness ist kein hochanspruchvolles Werk, macht aber einige Dinge etwas besser als der Vorgänger und hat tatsächlich auch Inhalt. Sollte dieser Manga aber noch einen dritten Teil bekommen, bin ich mir unsicher wie man das noch toppen soll. Interessant ist ja schon, das in dieser Serie eher der Fokus auf Lalas Schwestern und Yami lag. Inhaltlich gäbe es sicher noch genug, aber sonst? Von einer Fortsetzung würde ich mir etwas normaleres wünschen, als das was ich hier teilweise gelesen habe. Charaktere haben sie ja auch reichlich zu verwursten und daran mangelt es nun wirklich nicht. Ich bleibe zumindest gespannt, wie es hier weiter gehen könnte.

Bewertung: 7 von 10 Punkten

Verlag: Tokyopop – in achtzehn Bänden abgeschlossen

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Ein Gedanke zu „Love Trouble Darkness (To Love Ru Darkness) – Review

  1. Naja mit den Namen kann ich eh wenig anfangen aber der Anime davon hat mich auch nie gereizt, Harem Animes limitieren sich meistens selbst wenn es nicht reines slice of life ist meinem glauben nach. Sekirei als Gegenteil vielleicht, aber sonst? Nicht so meine Sparte, aber nett das es doch noch gute Aspekte gab ^^

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