Gekkan Shoujo Nozaki-kun – Review

Hab mir ewig vorgenommen diese Review zu schreiben, also zieh ich das heute endlich mal durch.

Ja, ich bin irgendwie so faul mit unfertigen Beiträgen. Deswegen packe ich heute diese Review zu einer Serie aus, die ich vor fast vier Jahren gesehen habe. Aber warum packe ich die überhaupt aus, wenn sie schon so alt ist? Na, weil ich es kann natürlich.

Story

Die Highschool-Schülerin Chiyo Sakura ist in ihren Mitschüler Umetarou Nozaki verliebt. Als sie ihm unerwartet ihre Liebe gesteht, hält er sie jedoch für einen Fan und gibt ihr ein Autogramm. Sie sagt ihm, dass sie für immer bei ihm sein will und wird daraufhin zu ihm nachhause eingeladen, um ihm bei seinen Zeichnungen zu helfen. Es stellt sich heraus, dass Nozaki ein renommierter ‒ unter dem Künstlernamen Sakiko Yumeno bekannter ‒ Mangaka ist.
Um sich Nozaki anzunähern, wird sie seine Assistentin. Im Verlauf der Arbeit an seinem Manga Let’s Love treffen die beiden auf etliche Mitschüler, die ihnen assistieren und ihnen als Inspiration für neue Charaktere in der Geschichte dienen. Quelle: Anisearch – mal eine gut geschriebene Inhaltsangabe auf dieser Seite, wow.

Inhaltlich klingt Nozaki-kun jetzt wahrscheinlich wie Bakuman. das nun auf einmal ein Shoujo-Titel ist. Allerdings ist die Tatsache das Nozaki Shoujo-Manga zeichnet das einzige was hier mädchenhaft wirkt. Die Würze liegt hier wirklich in der Comedy, wo auch gern mal auf romantischen Klischees rumgeritten wird. Mir stellt sich bis heute die Frage, wie ein Junge (Nozaki) der absolut keine Ahnung von Liebe hat auf die Idee kommt einen Shoujo-Manga zu zeichnen. Die Sache, das ihm also ein Mädchen gesteht und er keinen blassen Schimmer von Liebe hat und dann solche Manga zeichnet macht es wirklich kurios. Die Idee hinter dieser Serie wirkt jetzt gar nicht mal so kreativ, aber es ist einfach sehr gut gemacht. Ich habe mich selbst gewundert, warum wir die Serie damals so gut wie am Stück geschaut haben. Aber es war einfach sehr gut gemacht und das muss man dem einfach zu gute halten.

Charaktere

Völlig überzeichnete Charaktere mit komischen Macken, könnte man hier einfach so stehen lassen. Sakura ist als Charakter eigentlich ziemlich blass und schon fast zu normal, im Vergleich zu den anderen Charakteren. Aber sie macht ihre Rolle als das verliebte Mädel einfach zu gut und weiß irgendwie selbst oft nicht was abgeht. Nozaki hat sich jetzt oben schon selbst erklärt, er ist so eher der gefühlsarme junge Mann der irgendwie unheimlich wirkt aber trotzdem ganz okay ist. So kann man ihn eigentlich sehr gut zusammen fassen. Bei den anderen Charakteren muss ich jetzt tatsächlich nachschauen, wie sie heißen.

Als erster Assistent neben Sakura hatten wir Mikoto, der so den generischen Schönling darstellen sollte. Irgendwie war er auch Tsundere, aber ich erinnere mich nicht mehr so sehr an ihn. Das gebe ich zu. Dann haben wir da noch Yuzuki, die ganz cool daherkommt und dann auch irgendwie Sakuras Freundin wird. So eine typische Schlägerbraut kennt man ja immer mal, aber das mit ihr war schon recht unterhaltsam. Dann haben wir da auch noch den ordungsliebenden Zwerg Masayuki der irgendwie penetrant damit verdammt ist mit seiner Kindheitsfreundin Yuu rumhängen zu müssen oder sie halt zurecht weisen muss. Yuu ist nämlich bei den Mädels sehr beliebt und stellt damit quasi den gut aussehenden Prinzen dieser Geschichte dar – aber sie ist halt ein Mädchen, das Klischee muss man halt auch bedienen können.

Dann sind da wahrscheinlich hier und da auch noch ein paar Nebencharaktere, aber an mehr kann ich mich tatsächlich nicht erinnern. Ab einem bestimmten Zeitpunkt gab es mit den Charakteren auch Witze die etwas wiederholend gewirkt haben, aber irgendwie habe ich mich damit ganz gut anfreunden können. Viele Witze basieren eben sehr auf den gängigen Klischees der Charaktere, die sie mit sich bringen können und eben Situationen wo Nozaki gerade nach einer Lösung für ein inhaltliches Problem in seinem Manga ist. Passt aber trotzdem gut zusammen.

Zeichnungen & Animationen

Sehr flüssig, sehr passend. Das Opening ist sehr kreativ umgesetzt und das Ending auch. Gerade ersteres wird ein bisschen wie ein Manga aufgebaut und das ist ganz amüsant anzusehen. Alles wirkt sehr lebhaft und die Hintergründe waren eigentlich auch immer sehr schön anzusehen. Das Auge isst zwar immer mit, aber das beschwert sich hier auch nicht sonderlich. Wie sehr es vom Manga abweicht kann ich nicht sagen, aber der läuft ja nach wie vor weiter und wahrscheinlich hat sich der Stil dort auch schon ein wenig verändert. Ist zumindest auch im Auge nicht schlecht gemacht.

Musik & Synchronisation

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie verdammt cool dieses Opening ist wenn ihr es noch nicht gesehen habt. Leider wird es immer mal wieder von Youtube gelöscht, aber es lohnt sich wirklich danach zu suchen. Man hat ja sehr oft Openings die inhaltlich gar nicht zu der Serie passen, die man eigentlich gerade schaut. Oder eben Openings, die nur lose textlich passen. Aber hier ist das absolut nicht der Fall. Der Sänger singt sogar an einer bestimmten Stelle sehr genau über einen Shoujo-Manga und alles passt wirklich sehr gut zusammen. Meiner Meinung war es eines der besten Openings aus der Zeit, in der Nozaki lief (2014). Selbst Bang Dream! hat mittlerweile sogar ein Cover zu dem Song und es gibt wahrscheinlich noch einige mehr dazu. Ist also schon mal eine Empfehlung, wenn ihr euch einen kleinen Blick auf diese Serie machen wollt. Das Ending dudelt so ein bisschen nebenher, aber viel konnte ich damit nicht anfangen.

Da hier keine deutsche Synchronisation vorhanden vorhanden ist, kann ich dazu nichts sagen. Man hat sich aber einige fähige Sprecher geholt um die Klischees gut darstellen zu können. So gab es einige Sprecher, die in gängige Klischees wieder eintauchten oder eben neu mit so etwas gemacht wurden. Miyuki Sawashiro wird immer in dieses Schlägerbraut-Ding passen. Ist einfach so.


Eine wirklich lustige Serie die verspricht, was sie so anteasert. Sehr unterhaltsam, sehr cool gemacht. Leider ist dieses Ende sehr unbefriedigend, ernsthaft. Es ist zwar ein simples Missverständnis, aber trotzdem. Inhaltlich wurde vom Manga eher wenig in den Manga umgesetzt und das ist dahingehend tragisch, weil? Ja, es existiert mal wieder keine zweite Staffel. Gelegentlich habe ich schon mal was dazu gelesen, aber so richtig was offizielles hab ich seit einigen Jahren schon nicht mehr gesehen. Ist etwas schade, aber vielleicht schafft es der Manga ja noch irgendwann hier her.

Bewertung: 8 von 10 Punkten

Ein Gedanke zu „Gekkan Shoujo Nozaki-kun – Review

  1. Klingt eigentlich recht drollig, wieso habe ich von diesem Anime nie gehört? Wobei mich keine zweite Staffel dann eher abschreckt und ich auf den Manga warten würde, auch wenn der Kitsch-Faktor vielleicht einen tick zu hoch sein wird. Nebenbei: ein kleiner Fehler (das passiert MIR übrigens immer wenn ein beitrag unfertig rumlieft:) Ganz am Ende „. Inhaltlich wurde vom Manga eher wenig in den Manga umgesetzt“

    Man könnte (würde ich NIE ;-P) meckern das der absatz: „Die Idee hinter dieser Serie wirkt jetzt gar nicht mal so kreativ, aber es ist einfach sehr gut gemacht. Ich habe mich selbst gewundert, warum wir die Serie damals so gut wie am Stück geschaut haben. Aber es war einfach sehr gut gemacht und das muss man dem einfach zu gute halten.“ sich etwas wiederholt von wegen SEHR GUT GEMACHT 😉

    Ansonsten aber ein schöner bericht mit recht guten Bildern, und ja: Wenn ich mir Charakternamen nicht merken kann sind die figuren wahrscheinlich wirklich etwas vergesslich X3

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s