Skull-face Bookseller Honda-san (Gaikotsu Shotenin Honda-san) – Review

Kurzanime gehen halt immer.

Man kann eigentlich immer einen Kurzanime zwischen seine Liste schieben. Egal ob die Episode nun drei, sechs oder zehn Minuten geht – das funktioniert immer irgendwie. Hier in diesem Fall sind es dreizehn Minuten und die sind wirklich unterhaltsam gestaltet.

In dieser kleinen, bescheidenen Serie geht es um Honda-san. Dieser ist ein Buchhändler, der seine Erfahrungen im Buchhandel in seinem Manga verewigt. Dabei stellt er sich selbst als ein Skelett dar, was wahrscheinlich eine Anspielung auf sein Aussehen ist. Ich vermute, er ist sehr dünn und stellt sich deswegen so dar. Seine anderen Kollegen werden auch meist mit Masken dargestellt um eben deren Anonymität zu wahren. So sind Honda-sans Erfahrungen im Buchladen nicht nur toll und lustig, sondern auch noch mit anderen Dingen verbunden.

Wirklich viel kann man in der Regel nicht erwarten, wenn man so kurze Serien schaut. Aber hier ist es eigentlich ganz amüsant gemacht, weil die Situationen die dargestellt werden nicht völlig aus der Luft gegriffen sind. So ist jeder Kollege im Buchladen für eine Abteilung zu ständig und Honda-san ist für amerikanische Comics zuständig – was für ihn am Anfang auch etwas merkwürdig war. Man bekommt hier aber meistens Kunden mit, die Manga suchen oder bestimmte Buchtitel. Meistens sind es aber eher Manga, die auch teilweise angedeutet werden (Cover und zensierte, existierende Titel). Am meisten habe ich wahrscheinlich darüber gelacht, als die Yaoi-Fans (Fujoshi) so ein bisschen durch den Kakao gezogen wurden. Nicht wirklich beleidigend, aber es werden so ein paar extreme Beispiele gezeigt und eben auch nicht nur japanische Leser. So kann es also genauso passieren, das man ein paar Ausländer in diesem Buchladen sieht und Honda-san dann mal ganz schnell englisch reden muss. Eine meiner Lieblingsfolgen war auch, als er zu einer Art Verkaufsschulung war und da so ein paar … Problemchen hatte.

Wie er diese Erfahrungen aus seiner Arbeit teilt, zeigt sich nach ein oder zwei Folgen. Diese Kurzserie basiert auf einem Webmanga, der von diesem echten Honda-san gezeichnet wird und neben dem Zeichnen auch noch nach wie vor für den Buchladen arbeitet. Mit seiner Arbeit geht ihm ja nie der Stoff aus und es gibt nicht nur lustige Momente. So gab es auch eine Folge, wo ein älterer Herr einen Band von einem verstorbenen Mangaka kauft und in Erinnerung über ihn schwelgt. Oder eine ältere Dame, die wirklich sehr dankbar gegenüber Honda-san ist und weiß nicht so wirklich wie er damit umgehen soll. Die Inhalte sind so zum Teil wirklich banale Sachen, aber so sind diese Tatsachen eben wenn man dort arbeitet. Das alles ist von den Emotionen der Figuren manchmal etwas extrem dargestellt, aber das macht es umso lustiger. So gibts auch mal ein paar Lieferprobleme mit Büchern, Verlage die irgendwie Mist mit Nachdrucken oder anderen Dingen gebaut wird und die Tatsache das Honda-san eben neben seinem Job zeichnet. Es gab eine Stelle, wo ein Buchverleger darüber redet – wie dieser Typ aus der Buchhandlung ihn an diesen Manga erinnert und er dann gesagt bekommt: „Hey, das ist der Mangaka.“ Seine Reaktion war sehr genial.

Vom Aufbau sind die Folgen trotz zwölf Folgen aber eher wie Doppelfolgen und abwechslungsreich. Die Zeichnungen sind eher simpel gehalten, erfüllen damit aber ihren Sinn. So in der Richtung sind dann auch die Animationen und alles was dazugehört. Ich würde ja normalerweise total viel Kritik schreiben, aber so viel macht dieser Kurzanime gar nicht falsch. Das Opening erinnert mich vom Aufbau auch ein wenig an das von Nozaki-kun, wenn auch der Song wesentlich anders ist. Das Ending ist ein schöner Ausklang für die Folge und sehr entspannend zu hören. Ich habe nach dieser Serie jetzt nicht unbedingt das Bedürfnis, den Manga dazu zu lesen. Aber so eine zweite Staffel, warum nicht? Tut keinem weh und der Abschluss der Serie endete auch mit Weihnachten, relativ offen für eine Fortsetzung.


Ich versuche ja immer so viel wie möglich zu einer Serie zu schreiben, aber bei einem Kurzanime kann man dann tatsächlich nicht so viel schreiben. Ich mochte eigentlich alle Witze dieser Serie und mag wie simpel das ganze gestaltet ist. Serien wie Pop Team Epic im letzten Jahr waren mir einfach zu bescheuert und dagegen mag ich diese Kurzserie bei weitem mehr. Sie verlangt nicht zu viel von einem, ist einfach zu verstehen und langweilt einen nicht zu Tode. Mehr kann man von einer kurzen Serie doch eigentlich gar nicht erwarten, oder? Ich bin zufrieden und das werden andere sicher auch sein. Um ehrlich zu sein, hat überhaupt schon irgendwer etwas richtig negatives über diese Serie geschrieben? Nein? Dann ich auch nicht, also kann es ja nicht so schlimm sein. Schaut einfach mal rein und überrascht euch selbst. Als kurzen Zeitvertreib auf jeden Fall geeignet.

Bewertung: 8 von 10 Punkten

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Ein Gedanke zu „Skull-face Bookseller Honda-san (Gaikotsu Shotenin Honda-san) – Review

  1. Klingt otal drollig, warum ist das so unbekannt? Webanimes haben es wohl schwerer, aber das klingt echt nach was das ich mir ansehen würde wenn sie es mal dubben sollten ^^ Guter Bericht, gefällt sehr

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