Fate/Zero – Review

Schaut sich wie eine Fanfiktion, fühlt sich wie ein ekelhafter Pickel an. Macht euch bereit, wenn ihr Zerofaggs seid.

Ich habe mich sehr lang darum gedrückt, ich bin ehrlich. Die Frage, welche Fate-Serie man am besten als erstes schaut macht sowieso jeder für sich falsch. Selbst ich habe es getan, mit Carnival Phatasm angefangen. Ich habe nicht einen Joke verstanden, wie sollte ich das verstehen ohne Grundwissen zu haben? Natürlich sind deutsche Zuschauer die nur den Dub haben noch mal etwas bestraft – da sich damals so viele Leute über die Umsetzung von Deen aufregen mussten, wird es diese eigentlich sehr einsteigerfreundliche Serie niemals auf Deutsch geben. Ehrlich, das ist schade. Hat man Deens erste Serie gesehen, hat man eigentlich sämtliches Grundwissen und kann danach jede Fate-Serie schauen auf die man Lust hat. Klar, man könnte die Visual Novel lesen. Aber wer hat für so etwas Zeit? So schaue ich nun nach Fate/Stay Night, UBW, den zwei bisherigen Heavens Feel-Filmen und anderen angefangenen Spin Offs nun Fate/Zero. Ich habe mein Bestes gegeben, unvoreingenommen an diese Serie zu gehen. Aber ich verstehe schon seine Existenz nicht – Fate/Zeros Geschichte wird in der Stay Night-Serie genug angesprochen? Warum musste man dazu noch extra eine Vorgeschichte schreiben? Na ja, egal. Zu den Review von Fate/Stay Night kommt ihr hier und das zu UBW findet ihr hier.

Story

Dies ist eine Geschichte über den Beginn und spielt 10 Jahre vor Fate/stay night. Dreimal wurde die Entscheidung hinausgezögert, doch nun im vierten Gralskrieg entfesselt sich in Fuyuki ein Kampf von sieben Meistermagiern, die nach der Macht des Grals streben und sieben Geister des Krieges beschwören, die in einem ultimativen Duell gegeneinander kämpfen … (Quelle: anisearch.de)

Oder wie ich es ausdrücken würde, eine Menge Arschlöcher (bis auf eine Ausnahme) bringen sich gegenseitig um – wobei sich mit dem Töten noch ordentlich Zeit gelassen wird. Die dialogintensive erste Folge mit über 40 Minuten war nicht schön zu schauen. Ich glaube, diese Folge habe ich sogar zweimal gesehen, weil ich es vor Jahren schon mal mit dieser Serie versucht hatte und es einfach nur abschreckend war. Ich hätte mir auch ehrlich gewünscht, etwas mehr von der Beziehung zwischen Kiritsugu und Irisviel zu sehen. Klar, darüber wird immer wieder gesprochen und man sieht Bilder in den Endings von den beiden. Aber ich hatte nie so richtig das Gefühl, die beiden mal als Paar gesehen zu haben. Mit der Zeit wird auch logisch warum, aber der Anime fängt nach der Geburt von Tochter Illya an. So ein bisschen was von den beiden hätte ich zuvor schon gern gesehen. Am Anfang dachte ich echt – hier geht es gleich richtig zur Sache. Aber die ersten Folgen sind gefüllt von endlos vielen Gesprächen und wenn die Action kommt ist sie ziemlich ermüdend und steif dargestellt worden. So eine richtige Dynamik hab ich da nie erkennen können und mir ging der erste Kampf zwischen Saber und Lancer richtig auf die Nerven. Die meiste Zeit dachte ich nur – hört auf euch so in den Arsch zu kriechen und kämpft doch einfach. Die Sache mit Kariya und Aoi fand ich aber tatsächlich interessant, auch wenn das sehr böse eskaliert ist. Macht im Gesamtbild zwar auch Sinn, aber so richtig zufrieden war ich damit auch nicht. Von allen Episoden fand ich eigentlich nur ein paar wirklich gut – zum Beispiel die, wo Rider andere Servants zum Trinken einläd. Das Flashback von Kiritsugu war nicht schlecht und die Folgen gegen Ende waren auch nicht übel. Aber man versucht Fate hier krampfhaft in ein erwachseneres Gewand zu schieben und geizt nicht mit Blut. Auch wurde nicht viel von Master und Servant-Dynamik gezeigt, was ich in Fate/stay night und anderen Serien sehr mochte. Das waren schon Dinge, die mich sehr gestört haben. Aber der größte Krampf kommt erst jetzt.

Charaktere

Glaubt mir, eigentlich mag ich Saber. Aber hier konnte ich sie einfach nicht ausstehen, selbst wenn sie in den anderen Serien auch ernst sein kann. Sie gibt sich nie mit irgendwas zufrieden, wenn es ihr erklärt wird oder passt sich an den steifen Plot an. Alles was ich in dieser Serie an Saber gesehen habe, ist eben das was sie als König dargestellt hat – aber ich konnte so keine Sympathien zu ihr aufbauen. Ihr Master Kiritsugu ist nun mal so wie er ist, auch wenn ich nicht ganz verstehe warum er dann später diesen rothaarigen Jungen unbedingt retten musste. In Stay Night wirkt er irgendwie doch anders, aber Saber eben auch. Diese spricht dort auch nicht immer nur in positiven Tönen von Kiritsugu, aber hat doch einen sympathischen Charakter trotz ihrer ernsten Seiten. Mir wäre es sogar lieber gewesen, wäre Irisviel Sabers Master gewesen. Die Szenen zwischen den beiden haben mir gut gefallen, aber leider ist sie nur der Gral und hat ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Illyas Mama gehört glaub zu den wenigen Charakteren, die ich wirklich mochte.

Von Lancer hab ich ja schon gesprochen und ich konnte auch gut verstehen, das er seinen Master am Ende nur noch gehasst hat. Aber diesen Abgang hätte ich ihm echt nicht gewünscht. Diese ganze Folge damit war einfach so dämlich. Kariya fand ich ja wie gesagt interessant, aber im Vergleich zum Rest kommt er eben kräftemäßig nicht ran. Ich konnte seine Ziele gut verstehen, aber na ja. Rin als Kind war sogar irgendwie putzig, aber ihr Vater war so ein arroganter Kerl der mir echt fern hätte bleiben können. Und seine Frau auch, die sich kaum durchsetzen kann. Was ich von Gilgamesh halte, weiß ja eigentlich denk jeder. Ich mag ihn nicht, ich verstehe den Hype unter den Fangirls nicht und das Kotomine sein Master werden würde war echt so vorhersehbar. Kotomine würde ich ja tatsächlich interessant finden, aber er ist auch in Fate/Stay Night nur sehr bedeckt relevant. Ihn kriegt man wahrscheinlich eher in Heavens Feel mit, aber das habe ich noch nicht zu Ende gespielt oder gesehen – weil es ja noch nicht vollständig erschienen ist. Tja, was bleibt uns jetzt noch an Charakteren?

Caster und Rider. Mal mit Caster angefangen, allgemein scheinen das im Fate-Universum immer sehr verrückte Figuren zu sein. Das Tentakel-Ding war aber ekelhaft und er kann Saber und Jeanne auch nicht auseinander halten, was bei den Gesichtern zwar irgendwo verständlich ist, aber trotzdem blöd ist. Eine sehr frühe Jeanne aus Fate/Apocrypha und Fate/Grand Order zu sehen war aber doch recht interessant. Rider war zusammengefasst der beste Servant in der ganzen Serie, Alexander der Große ist hier echt cool gemacht worden. Ich hätte mir nur gewünscht, das er einen anderen Master gehabt hätte. Ich dachte wirklich, ich würde Rin hassen. Aber mir ist klar geworden, das ich Waver noch viel mehr hasse. Er ging richtig auf die Nerven, konnte sich die ganze Zeit nur beschweren und ist ein richtig dummes, nerviges Balg. Ich könnte euch einen ganzen Aufsatz schreiben, warum ich ihn hasse. Ich verstehe auch, warum man gerade ihn für Alexander ausgewählt hat. Aber ehrlich? Es interessiert mich nicht die Bohne, der Kerl hat meinen ganzen, konzentrierten Hass verdient.

Zeichnungen & Animationen

In dem Punkt werden die neuen Fate Adaptionen genug gelobt und ich werde hier nicht viel dazu verlieren. Man kann Fate/Zero hier nicht mit Fate/Stay Night vergleichen, da liegen mindestens fünf Jahre dazwischen und Ufotable hatte eindeutig mehr Geld für die Produktion ihrer Serie als Deen es zu seiner Zeit hatte. Allerdings kann ich ein paar kritische Worte auch hier verlieren – die männlichen Figuren sehen sich zum Teil einfach viel zu ähnlich. Man könnte es damit argumentieren, dass es alles Japaner sind. Aber die meisten männlichen Master sahen alle viel zu gleich aus, Kiritsugu, Tokiomi und Kotomine hätten genauso auch Brüder sein können. Man hat sich Mühe gegeben, die Serie möglichst düster aussehen zu lassen – so sehr, das man in dunklen Szenen fast nichts mehr auf dem Bildschirm erkennen kann. Deen hatte zwar keine so guten Animationen und Zeichnungen, aber dort hat man wenigstens immer erkannt was man schaut.

Musik & Synchronisation

Musikalisch kann ich Fate/Zero nicht viel vorwerfen. Die meisten Chorgesänge die man im Hintergrund vieler Stücke hört sind etwas unnötig, aber wer auf so was steht soll halt seinen Spaß damit haben. Das Opening der ersten Staffel fand ich ehrlich gesagt nicht sonderlich gut und das Ending auch nicht. Gut fand ich aber das von Staffel 2 und auch dessen Ending. Das waren auf jeden Fall ein paar schön ausgesuchte Songs. Fate/Zero habe ich übrigens mit Dub geschaut und ein paar Worte möchte ich dazu schon verlieren. Hier macht sich einmal wieder bemerkbar, das man Serien chronologisch nach dem wie sie erschienen sind lizenzieren sollte und nicht was aktueller ist. Die älteren Figuren klangen alle ziemlich gut, auch wenn eine Irisviel Saber manchmal wie Zayber ausgesprochen hat (zu nah am japanischen). Rider hatte einen wirklich gut ausgesuchten, sehr tiefen Sprecher und Gilgamesh war auch gut besetzt. Ich sag nicht mal was gegen die Kinder wie Rin, Sakura oder Shirou. Aber die Dame die Saber gesprochen hat, fiel es am Anfang etwas schwer alle Emotionen von Saber richtig einzufangen. Das ist mit der Zeit zwar besser geworden, aber auch hier wäre es besser gewesen sie in Fate/Stay Night an zu üben, wo Saber mehr Emotionen als dieses super ernste, engstirnige und sture Ich hatte. In UBW und Heavens Feel geht sie dann wieder klar, aber da kommt sie bei weitem nicht so oft vor wie Stay Night. Auch die Übersetzung hat manchmal ganz schon zu wünschen übrig gelassen, manchmal wusste ich bei verschiedenen Begriffen nicht was gemeint war und musste parallel den übersetzten Untertitel aus der japanischen Fassung einblenden. Ist einfach blöd, wenn man für einen Zombie jede Folge einen anderen Begriff verwendet.


Möglichst super düster, edgy und eine Menge Blut – Fate/Zero ist anders als Fate/Stay Night, aber damit nicht gleich besser (oder erwachsener). Man könnte dieses ganze konfuse Thema mit „wo fange ich am besten an“ damit lösen, dass Ufotable einfach das originale Fate/Stay Night in seiner eigenen Version adaptiert und dieses auch dem folgt was in der Visual Novel gezeigt wird (ohne Abstecher und Elemente anderer Routen). Aber ob das noch passieren wird? Unlimited Blade Works und Heavens Feel folgen wenigstens dem, was Fate ursprünglich im Jahre 2004 gestartet hat. Zero ist einfach da, es ist eine Ergänzung, aber wer die anderen Serien kennt weiß eh schon worin das enden wird. Ich mein, es gibt ja am Ende der Folge immer den Countdown zu den Ereignissen die ab Stay Night folgen. Mich hat nicht ein Plottwist in Zero wirklich überraschen können, weil sie das so gut wie immer in irgendeiner Form anteasern. Ja, man kann Fate/Zero als erstes schauen. Aber ganz ehrlich – hätte ich damit angefangen, wäre ich in diesem ganzen Franchise nicht klar gekommen. Jede andere Serie wäre mir als Anfang lieber als Zero, weil es sich einfach zu sehr vom Rest unterscheidet und auch nicht sonderlich gut geschrieben ist. Ich übertreibe wenn ich sage, ich hasse Fate/Zero. Zusammenfassend kann ich aber schon sagen, dass ich es einfach nicht mag. Gewisse positive Punkte in anderen Reviews kann ich nachvollziehen – aber nicht die Betitelung als beste Serie dieses Franchises. Dagegen können und dürfen sich die anderen Serien doch etwas beleidigt fühlen.

Bewertung: 4 von 10 Punkten

Ein Gedanke zu „Fate/Zero – Review

  1. Oh ganz schön hart, aber ich denke auch das Franchise ist inzwischen so mutiert das niemand so richtig zufrieden sein kann, egal wo oder wie er anfängt. Caster und seinen Diener fand ich eigentlich noch ziemlich unterhaltsam, schlicht weil es so morbide war „Oh ähm meine Hobbys sind menschen töten“ der Kerl war unterhaltsam blöde, ebenso wie eben Blaubart ^^ Alexander und das Trinkgelade der drei könige war wohl wirklich das Highlight. Alexanders Meister fand ich eigentlich okay, klar am anfang war er grauenhaft aber am schluss hatte er sich ja etwas gewandelt, ich mochte seinen arc

    Das die erste Folge erbarmungslose 40 Minuten ging hatte wohl den grund das kein mensch 2 kpmplette episoden diesen zähen haufen unsympatischer typen ertragen hätte, ab der episode 2 geht es hier wenigstens los mit etwas action, kann aber diene Wertung auh irgendwo nachvollziehen, hatte aber bei Zero etwas mehr spaß als bei Blade Works, da fand ich alle Servants langweilig

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