Hype Hell #21 – Fate/Stay Night (und alles was noch zu diesem Franchise dazugehört)

Das ist … sehr schnell eskaliert.

Das Fate-Universum ist ein Franchise, das wahrscheinlich wie kein anderes in den letzten Jahren explodiert ist. Ich habe eher zufällig irgendwann damit angefangen und hab mich gewundert warum es schon damals so viel davon gab. In den letzten Jahren ist das aber noch mal größer geworden – hier geht es also eher um einen internationalen Hype. Es gibt ein paar deutsche Fate-Fans, aber dazu komme ich später. Ich betone hier an der Stelle also – ich mag einige Fate-Titel, aber ich habe auch meine Probleme mit diesem Franchise. Aus diesem Grund gibt es also heute eine Hype Hell dazu – mit allen, kleinen Problemen die diese Reihe hat.

Wo fange ich an?

Ich kann diese Frage nicht mehr lesen. Ja, für jemanden der völlig neu mit diesem Franchise ist, muss man diese Frage beantworten. Aber viele machen es komplizierter, als es eigentlich ist. Das Problem mit Fate/Zero und Fate/Stay Night ist aber einfach – fängt man mit dem Prequel an, schaut man eine Serie die besonders edgy sein will und damit auch erwachsen, was die Erwartungen an Fate/Stay Night danach hoch setzt. In Fate/Stay Night bekommt man aber sämtliches Basiswissen mitgeteilt und ich will auch gar nicht die Schwächen dieser Serie beschönigen. Man kann Zero und Stay Night aber nicht vergleichen, weil sie zu anderen Zeiten erschienen sind und auch aus der Feder zwei unterschiedlicher Autoren stammen. Um als purer Neuling, ohne Ahnung, wirklich rein zu kommen sollte man eigentlich mit Fate/Stay Night anfangen. Danach kann man schauen was man will, aber ich frage mich nach wie vor ernsthaft, warum diese Frage für so viele schwer zu beantworten ist. Man könnte auch sagen, das man die Visual Novel lesen sollte – aber wer hat schon die Zeit, 100+ zu lesen was da vor fünfzehn Jahren geschrieben wurde?

Die Fans untereinander

Viele Serien, viele Fans – es gibt mehrere Gruppen, die gern aufeinander einreden. Die Visual Novel-Fans, die Fans der alten Serie von 2006, die allgemeinen Type Moon-Fans, die Zero-Fans (auch liebevoll Zerofaggs genannt), Fans die Grand Order (die Mobile-App) oder die Fans der neuen Adaptionen (UBW, Apocrypha, ect.). Das sich da niemand mehr einig sein kann, ist klar. Aber es nimmt manchmal Ausmaße an, die man selber irgendwann nicht mehr ertragen kann. Normalerweise lese ich gern mal durch Kommentarspalten und schau mir Meinungen anderer Leute an. Aber bei Fate kriegt man irgendwann Kopfschmerzen oder man hält den ganzen, aufgestauten Hass da nicht aus. Ich frage mich ernsthaft, wie die Macher selbst noch Übersicht über das alles haben.

Situation in Deutschland

In Deutschland ist die Lizenzsituation leider nach wie vor so, das Serien geholt werden wie sie verfügbar sind. Bei Fate kommt noch dazu, dass man damals wohl auf irgendwelche Zerofaggs gehört hat und gemeint hat: „Hey, das ist ein Prequel, lass machen, ist auch aktueller.“ Wenn man sich also zurücklehnen will und das schaut was gedubbt existiert, muss man am Ende nun mal auf Zero zurückgreifen. Wobei ich nicht verstehe, warum sie damals diesen furchtbaren UBW-Film lizenziert haben, den Deen 2010 produziert hat. Mittlerweile sollte man eigentlich denken, dass man als Dub-Schauer in Deutschland eigentlich alles kriegen sollte und nicht mehr lang warten muss. Aber Fate ist eben ein Beispiel, wo das nicht funktioniert. Klar, wir haben den Manga zu Fate/Stay night. Aber ehrlich, einladend finde ich diesen als Neuling auch nicht, auch wenn er wie die erste Adaption von 2006 ist. Die Amerikaner haben zumindest einen englischen Dub für so gut wie alles, die können sich echt glücklich schätzen. Man kann sich für andere Franchises nur wünschen, das sie nicht so verschobene Releases bekommen wie Fate. Aber na ja, schwierige Situation hierzulande halt.

Fujoshis (Yaoi-Fangirls)

Ja, das wird leider immer ein Problem bleiben. Ich bin von solchen Leuten auch schon als homophob bezeichnet worden, obwohl ich eigentlich nichts dagegen habe. Fanarts oder Fanfictions in dieser Richtung machen mir nichts aus. Aber solche toxischen Mädels haben es schon geschafft, mir einen bestimmten Charakter in Fate/Zero richtig kaputt zu machen. In den anderen Serien betrifft es mich eher weniger, auch wenn es da bestimmt nicht stören würde. Die Schreiber haben irgendwann mal im Nachhinein gemeint, das Gilgamesh pansexuell ist und Rider aus Zero biisexuell (in dem Fall war es bei Alexander dem Großen wirklich so, aber das mal daneben gestellt) ist. Na und, muss man daraus so eine große Sache machen? Man soll doch shippen was man will, Yaoi-Fangirls sind einfach nur noch ekelhaft geworden. Für Alexander ist Waver der kleine Bruder, den er nie hatte. Und für Waver ist Alexander der große Bruder, den er nie wollte. Was gibt es da schon falsch zu verstehen? Ich habe Waver wegen einer dieser toxischen Miststücke richtig gehasst, obwohl er auch nur ein Opfer von viel zu spätem Characterdevelopment wurde (und stiefmütterlicher Schreibweise). Hab ich deswegen was gegen die ganzen Doujinshis die es zu Fate/Zero in Richtung Yaoi gibt? Nein, ich hab gar nichts gegen Yaoi. Ich mag es nur nicht, wenn etwas offensichtliches in eine falsche Richtung gedrängt wird und obsessive Fans nervig werden. Ich hab meine Prinzipien, aber andere Leute sind nur dafür da mit ihrer Meinung anderen auf die Nerven zu gehen. Aber hey, es ist ja nur das Fate-Fandom. Fujoshis sind nie cool gewesen und werden es auch nie sein.

Fate/Grand Order

Nach all den Visual Novels ist eine Mobile App das, wo auch Type Moon mit drauf springen sollte. Sony verdient verdammt viel Geld damit und ehrlich, die Idee finde ich auch nicht schlecht. Im Vergleich zu Gacha Games wie Love Live oder Bang Dream ist es aber ziemlich unfair. Man kann damit Zeit verbringen, die Stories sind nett – aber auch ein Neuling kommt da bestimmt nur mit viel Mühe rein. Oder vielleicht sehe ich diese Sache auch etwas zu kompliziert.

Zu viele Informationen

Das Fate-Universum ist mittlerweile riesig. Manchmal muss ich selbst mit etwas fortgeschrittenen Wissen Dinge nachlesen, die einfach zu kompliziert sind. Ob es nun simple Charaktere, Details oder Dinge über den Gralkrieg sind – ist man kein Hardcore-Fan, muss man gelegentlich im Type Moon-Wiki nachlesen. Vom Nasuverse fange ich gar nicht erst an, das Fate-Universum ist ja auch Teil davon und wir konzentrieren uns darauf mal besser nicht. Man könnte wahrscheinlich einzelne Lesungen im Fach Fate oder Type Moon nehmen und weiß sicher trotzdem nicht alles. Von vielen Informationen fühle ich mich nicht überfordert, aber manchmal etwas überrollt. Nasu und alle die dazugehören machen sich sicher viele Gedanken um ihr Universum. Aber manchmal ist es halt doch schon ein bisschen zu viel. Nix zu komplex, aber manchmal etwas zu viel Information.

Die Anime Adaptionen

Dieses leidige Thema auch noch. Bei all den Anime ist es schwer zu sagen, welcher der beste ist. Allein, weil über die Jahre so viel erschienen ist und der technische Standard im Jahre 2011 nun mal anders ist als 2006. Eine 1:1 Adaption der Visual Novel ist meiner Meinung aber auch gar nicht möglich – so lang wie die Inhalte der Story sind, ist das echt schon ein bisschen heftig. Viele Dinge müssen eigentlich auch gar nicht in einen Anime rein, manchmal saß ich beim lesen schon sehr gelangweilt da. Wie das bei Zero und Apocrypha ist, keine Ahnung. Die Light Novels interessieren mich dazu auch nicht so, auch wenn die sicherlich auch mehr Inhalt haben. Aber manche Vergleiche sind einfach nur ätzend. Eine UBW-Serie kann man zum Beispiel nicht mit der Film-Adaption vergleichen. Das sind alles so Dinge, wo viele Fans einfach so blind sind. Aber na ja, Hauptsache der Mund ist offen.

Spin Offs, Games & Mangas

Alles was bis jetzt genannt wurde, ist noch lang nicht alles. Es gibt noch sehr viel mehr Spin Offs, Spiele und Mangas zu Fate, die ich hier gar nicht genannt habe. Von all den Saber-Formen mal ausgeschlossen, immerhin sind die Saber aus Fate/Extra und Fate/Stay Night nicht derselbe Charakter. Ehrlich, nicht mal ich habe Lust alles zu Fate anzuspielen oder sogar zu lesen. Es ist schon ein Wunder, dass ich die Visual Novel anfangen habe und immer noch lese. Man kann sich mit allem zu Fate sicherlich mittlerweile eine ganze Sammlung aufbauen – aber darauf muss man auch Lust haben. Schaut also worauf ihr Lust habt und lasst euch nichts aufdrängen. Letzteres bringt meist eh nichts.


Was ist mein Fazit? Fate ist groß geworden, aber das wird irgendwann auch zurückgehen. Type Moon ist ein begabtes Studio mit viel Talent – sie haben es eigentlich gar nicht nötig, Fate so auszumelken. Ich gönne in der Regel aber jedem seine Lieblingsserie, solang er andere dafür nicht schlecht macht. Ihr wisst ja sicher auch, das ich vieles was ich schreibe gar nicht so meine. Mittlerweile hasse ich Waver nicht mal mehr so sehr und Rin ertrage ich mittlerweile auch ganz gut. Eine Übersicht für dieses Universum ist mittlerweile schwer und ehrlich gesagt will ich kein Wiki-Schreiber des Type Moon-Wikis sein.

Habt ihr eine Meinung zu Fate? Oder andere Serien aus dem Nasuverse (Tsukihime, Canaan, Garden of Sinners und so weiter)? Dann gern in die Kommentare.

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Ein Gedanke zu „Hype Hell #21 – Fate/Stay Night (und alles was noch zu diesem Franchise dazugehört)

  1. Es ist eskaliert, so kann man es wohl sagen xD
    Klar haben wir auch Digimon und YuGiOh als dieses „Shared Universe“ Werke, und ich mag die IDEE einer „alternativen Geschichte“, aber Fate? ^^ Fate will manchmal einfach mehr sein als es ist, tiefphilosophisch und bedeutend und letztendlich krankt es schon oft genug an ihren Simplen Regeln, was mich bei solchen Serien UM ein Spiel mit Regeln immer stört. Habe zwei serien davon gesehen und das reicht, ich denke für das Studio ist das Franchise irgendwamm mehr Bürde als Vorteil ^^

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