Angel Beats! Heavens Door – Review

Vielleicht hat mir dieser Manga die Augen geöffnet … vielleicht aber auch nicht.

Nicht mal die Amerikaner haben es geschafft, diesen Manga zu veröffentlichen. Keine Ahnung warum, Angel Beats ist ja nun wirklich keine unbekannte Serie gewesen. Inhaltlich entspricht dieser Manga dem Prequel zur Serie, was der Inhalt zu Angel Beats war erkläre ich jetzt nicht nochmal. Wir sehen hier eben, wie sich die SSS mit der Zeit zusammen gefunden hat. Kriegt man deswegen alle Fragen die man in der Serie nicht beantwortet hat nun gelöst? Na ja, ich weiß nicht wie man diese Frage beantworten soll.

Im Mittelpunkt dieses Manga stehen Yuri und Hinata. Otonashi ist noch nicht in dieser Welt gelandet, außerdem gibt es auch die Uniformen der SSS noch nicht. Die Figuren in der Standard-Uniform dieser Schule zu sehen war etwas seltsam, aber daran musste man sich eigentlich nur gewöhnen. Hier und da gab es ein paar gute Witze, manchmal wurde die vierte Wand gebrochen und gelegentliche homoerotische Dinge gab es auch – sowohl in die Yuri als auch Yaoi-Richtung. Wirklich völlig ernst nimmt sich diese Reihe eigentlich nie völlig, aber die Kampfszenen sahen gar nicht mal so schlecht aus. Auch die Thematik mit dem eigentlichen Verschwinden wenn man zufrieden ist, wurde hier doch gut gelöst. Shiina wäre zum Beispiel schon während dieses Manga verschwunden, hätte sie Yuri nicht davon abgehalten. Ich versteh nach wie vor nicht, warum Hinata bei einem Lastwagenunfall gestorben sein soll, aber na ja. Yusa, die blonde und sehr emotionslose Dame, war ursprünglich mal eine richtige Männerhasserin und hier und da gibt es tatsächlich ein paar Hintergrundgeschichten zu lesen. So richtig gepackt hat mich aber wenig davon, nicht mal wie Girls Dead Monster (die ursprünglich anders hießen) entstanden ist.

Viele Dinge in diesem Manga wirken einfach etwas sehr eigen. Nicht zu sehr von der eigentlichen Serie entfernt, aber doch anders. Der Engel wird hier und da auch mal in eine lustige Situation verwickelt – was zwar nicht schlimm ist, aber manchmal für ihren Charakter etwas seltsam wirkt. T.K. ist immer noch seltsam, im Manga wurde seine Hintergrundgeschichte nicht erklärt – auch wenn mir Leute schon davon erzählt haben. Yui fehlt völlig, was ich nicht ganz verstehe. Dabei ist Heavens Door gar kein so schlechtes Prequel, aber irgendwie fehlen mir einige Dinge doch noch für das ganze Verständnis. Die Witze waren gut, aber es gab auch kaum Szenen die emotional oder traurig waren. Etwas, das die TV-Serie auf jeden Fall hatte. Ich hab diesen Manga eben mehr als eine Ergänzung für den Anime gehalten, aber irgendwie fällt er inhaltlich mauer aus als erwartet. Was mir aber auch noch eine andere Frage stellt, wenn ich ehrlich bin. Angel Beats! erschien vor fast 10 Jahren, ich hab es ein oder zwei Jahre später gesehen. War das was ich damals gesehen habe also wirklich so gut, wie ich es in Erinnerung habe? Der Manga wirkt der Serie eigentlich recht ähnlich, aber irgendwie wird mir nicht klar was mich hier doch ziemlich stört. Hier und da gab es auch mal ein paar etwas ruhigere und sentimentale Momente, vor allem eine ziemlich gute mit Yuri und Hinata. Aber ansonsten ist mir wirklich nichts von der Geschichte hängen geblieben. Ein wirklich gutes Zeichen ist das nicht, sein wir doch mal ehrlich.

Außerdem hat sich die Reihe bei weitem nicht so lang angefühlt, wie sie eigentlich war. Elf Bände klingt nach viel, aber hier füllt es sich eher wie sechs oder sieben Bände an. Ohne die gelegentlichen Fillerkapitel oder hier und da Dialogen die einfach nur des Witz wegen da sind, wäre man wahrscheinlich auch genau auf diese Bandanzahl gekommen. Ich weiß gar nicht mehr, was ich von diesem Manga erwartet habe. Die Zeichnungen sind denen von Key schon sehr ähnlich, das stört mich nicht mal. Aber irgendwas fehlt hier einfach um es als richtiges Prequel wahr zu nehmen. Man bekommt auf jeden Fall Informationen, die man so im Anime nicht bekommen hätte. Nach all den Jahren ist das als Resultat aber irgendwie etwas unbefriedigend. Es gibt noch einen weiteren Manga mit dem Namen, Angel Beats! Last Operation, aber der wird wohl nur das behandeln was es im Anime eh schon zu sehen gab. Also – eher so ein meh. Heavens Door ist mir aber immer noch lieber so, als wäre es irgendein düsterer Prequelmanga mit Fokus auf super erwachsenen Themen gewesen. Diese Reihe bleibt seinem Ursprung trotzdem treu – es ist einfach nur ernüchternd, das man nicht alles bekommt, was man gerne hätte. selbst Girls Dead Monster war irgendwie nie nur für den Yuri-Fanservice da und die letzten beiden Mitglieder wirkten da einfach nur reingerusht. Ursprünglich haben da sogar Yuri und Shiina mitgespielt, aber eben nur als Ersatz. Außerdem wurde mir tatsächlich noch bewusst, das selbst die NPCs irgendwann von der Schule gegangen sind. Das war zumindest eine interessante Sache bei Girls Dead Monster, die eine solche Schülern in der Band hatten. Diese Welt die es hier in Angel Beats gab, wird wohl zum Teil ein Rätsel bleiben. Schade, aber nicht zu ändern.


Die Idee war nicht übel und die Umsetzung war auch nicht so schlecht. Allerdings habe ich das Gefühl, man wollte hier wirklich eher etwas eigenes und unabhängiges erschaffen. Schlecht ist Heavens Door deswegen nicht, aber es bleibt weit hinter seinen eigentlichen Möglichkeiten zurück. Wie gut ich Angel Beats heute finden würde, stelle ich nun auch ein ganz kleines bisschen in Frage. Allerdings habe ich nun ein bisschen mehr Screentime für Iwasawa bekommen, die ich damals schon sehr mochte. Wer mit Angel Beats völlig neu ist, kann ja mal versuchen ob man mit diesem Manga einen guten Einstieg in die Welt dieses Franchises bekommt. Ich kann es leider nicht so gut einschätzen und habe auch aktuell keine Lust nochmal alle dreizehn Folgen zu sehen (auch wenn es sicher schnell geht). Wahrscheinlich würde es, direkt nach diesem Manga, einiges von der Bewertung die ich damals hatte runterziehen. Wer hier also mal reinschauen will – ruhig zu. Man sollte nur vielleicht nicht mit den höchsten Erwartungen rangehen, dafür ist es in gewisser Sicht doch etwas zu anders. Schade, aber nicht zu ändern.

Bewertung: 6 von 10 Punkten

Verlag: keine Lizenz – in 11 Bänden abgeschlossen

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