Ore wo Suki nano wa Omae dake ka yo (Are you the only one who loves me?) – Review

Ein gewöhnlicher Harem-Anime? Na, das hier ist etwas durchgeknallter.

Man sieht die ersten Bilder von OreSuki im Netz und denkt sich – generischer Harem-Anime. Aber irgendwie fand ich die Charakterdesigns ganz nett und dachte mir – hey, versuch es einfach mal. Man kann jederzeit abbrechen, wobei sich das bei zwölf Folgen ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr so lohnt.

Story

OreSuki, folgt dem Oberschulleben des glücklosen Amatsuyu Kisaragi (»Jooro«). Als er eines Tages nicht nur von seiner Kindheitsfreundin Aoi Hinata (»Himawari«), sondern auch noch von seiner coolen Senpai Sakura Akino (»Cosmos«), nach der die ganze Schule verrückt ist, um ein zweisames Gespräch gebeten wird, dachte er bereits, dass sich das Blatt für ihn endlich wenden würde. Gleich zwei Damen sind an ihm interessiert und er kann es kaum erwarten, ihre Liebesgeständnisse in Empfang zu nehmen! Doch alles kommt anders als man denkt … Ihre Liebesgeständnisse gelten nicht etwa ihm, sondern seinem besten Freund, und er ist nichts als der Mittelsmann! Während er sich also wieder zurück in die trostlose Einsamkeit begibt, bemerkt er eine weitere junge Dame, die ihm häufig Blicke zuwirft: Sumireko Sanshokuin (»Pansy«). Doch mit dieser pessimistisch dreinblickenden Dame mit ihrer Brille und ihrem langen Zopf will Amatsuyu gleich gar nichts am Hut haben, richtet sie doch bei jeder Gelegenheit ihr scharfes Mundwerk gegen ihn und erfreut sich auch noch an seinem Leid! Was will sie überhaupt von ihm? Ist sie etwa auch an einer seiner beiden Freundinnen interessiert? Weit gefehlt! Tatsächlich ist Sumireko trotz ihrer Kommentare die Einzige, die etwas für den armen Kerl übrig hat … (Quelle: Anisearch, so was schreib ich nicht so)

Die ersten Folgen sind wirklich zum wegschmeißen gewesen – also ziemlich witzig. Man erwartet zum Teil sonst was und es kommt anders als man erwartet. Es gibt nämlich diese Bank, auf die Joro immer geschoben wird und dort kommt dann immer das Geständnis. Das geht teilweise so weit, dass die Bank sogar in der Bücherei steht – wie auch immer Pansy die dorthin geschafft hat. Joro glaubt in seinem Kopf sowieso ein halber Light aus Death Note zu sein – oder einfach ein totaler Aufreißer. Alles was hier normal wirken könnte, wird in irgendeiner Form auf den Kopf gestellt. Auch nicht alles läuft immer so, wie es sich unser Hauptcharakter wünschen würde und na ja – ein bisschen Stress gibt es dann gelegentlich auch. Die vierte Wand wird sehr oft gebrochen, in dem Joro irgendwelche Bemerkungen macht, viele Anspielungen auf andere Anime und die erste Hälfte der Serie macht echt viel Spaß. Aus meiner Sicht wäre es sogar eine der ersten guten Harem-Serien der letzten Jahre gewesen, da nach dem Stress mit dem besten Kumpel auf einmal Himawari und auch Cosmos auf ihn stehen. Aber leider geht es danach etwas bergab mit der Serie. Nicht auf einmal, aber so nach und nach. Mehr und mehr Mädels kommen dazu und ich war tatsächlich froh, als mal eine freundschaftliche Badefolge im Schwimmbad kam. Es wurde gegen Ende auch noch mal interessant, als Pansy Ex-Freund auftaucht und dieser sie sehr offensichtlich erobern will. Aber irgendwie ist das nicht interessant genug gemacht worden, auch wenn die Twists dort auch überraschend waren. Keine Ahnung was da so falsch gelaufen ist, schade.

Charaktere

Joro ist nicht nur der strohdoofe Protagonist, er hat tatsächlich ein paar aktive Gehirnzellen und kann manchmal ganz cool sein. Mit der Zeit wird er aber irgendwie langweilig, ich weiß auch nicht. Die ersten drei Mädels sind aber Klischees in sich. Himawari, die Kindheitsfreundin, ist das typisch lebendige Genki Girl aus dem Stereotype-Handbuch. Cosmos ist die typisch hübsche Schülerpräsidentin, die aber irgendwie einen Knacks weg hat. Pansy ist aber eigentlich noch schlimmer – unscheinbares Mädel mit Brille und Zöpfen, aber in Wirklichkeit ist sie ohne Brille total hübsch und sie bindet sich aus welchen Gründen auch immer sogar die Brüste ab. Ist etwas übertrieben, aber ja. Die ersten Folgen rundete dann noch Joros bester Kumpel Sun-chan ab, der ja eigentlich der Love Interest von Cosmos und Himawari war – aber er liebt eigentlich Pansy. Ja, es ist reichlich kompliziert, aber Sun-chan ist noch ganz angenehm und nach Folge 6 mehrere Folgen ein laufendes Meme und dann mal kurz wieder ernst. Aber was solls.

Mit diesen paar Charakteren wäre der Anime eigentlich gut gewesen. Aber nein, es müssen ja noch mehr rein. Das Mädel von der Schülerzeitung, die Tsundere aus der gleichen Klasse, eine plötzliche Bekannte die mal Hilfe von Joro bekommen hat und das schlimmste kommt noch. Pansys „Ex“ ist die verbesserte Version des Protagonisten und tut den Leuten mit seiner Gutmütigkeit weh, plus hat er noch selbst zwei Mädels die ihn lieben. All diese zusätzlichen Charaktere wären irgendwie nicht nötig gewesen, ich weiß nicht. Alles was im oberen Absatz steht, geht eigentlich in Ordnung. Aber jeder weitere Charakter in dieser Serie ist nur noch belastender geworden. Es wurde ganz simpel einfach zu viel.

Zeichnungen & Animationen

Was besonderes sind die Zeichnungen von OreSuki nicht. Aber sie sind gut genug, dass ich sie gut fand. Man kann die Charaktere gut auseinander halten und die Hintergründe sehen meist wirklich schön aus. Viele männliche Charaktere gibt es hier außer Joro und Sun-chan nicht, der Ex ist wirklich nur ein flauschigerer Protagonist vom Design her. Bei den Mädels, na ja – mit mehr und mehr Mädels, wird es irgendwie nur bunter und langweiliger. Ich mag Pansys Design und das von Himawari gern, aber das war es an der Stelle auch schon.

Von den Animationen her kann ich aber auch nicht meckern. Es gab zwar hier und da mal ein paar Szenen wo gespart wurde, aber die Farben dieser Serie waren eigentlich ganz schön. Das Ending und Opening sahen auch ziemlich toll aus, trotz das der Zeichenstil gar nicht so besonders ist. Studio Connect scheint aber kein so bekanntes Studio zu sein, dafür ist es wirklich nicht schlecht.

Musik & Synchronisation

Musikalisch kann ich hier gar nicht viel sagen. Das Opening ist mehr in meinem Ohr festgeblieben, als das Ending. Von einem BGM habe ich eigentlich nahezu nichts mitbekommen, was irgendwie besonders gewesen wäre. Auch bei den Sprechern ist es das selbe, aber hier bestand der Sprechercast aus hauptsächlich sehr neuen Sprechern, die man jetzt halt noch nicht so gut kennt. Da der Titel aber bei Wakamin läuft, sollte es sehr wahrscheinlich sein diesen Titel auch bald hierzulande zu sehen. Der deutsche Animemarkt ist zwar mittlerweile extrem übergelaufen und qualitativ schwanken Dubs viel zu extrem, aber bei OreSuki sollte es keine großen Probleme geben.


Nach zwölf Folgen sitzt man da und ist etwas unbefriedigt. Das eigentliche Ende dieser Serie folgt erst in einer OVA, die im Sommer erscheint. Ehrlich, die erste Hälfte der Serie war wirklich drollig und abwechslungsreich. Aber irgendwie schwächt es danach ordentlich ab und die letzten zwei Folgen haben irgendwie nicht mehr so viel Spaß gemacht. Aber trotz der Enttäuschungen auf dem Weg zum Ende, fand ich OreSuki wirklich nicht schlecht. Eigentlich hatte ich hier so viel Spaß, wie mit keinem anderen Harem-Titel schon lang nicht mehr. Vielleicht schließt die OVA das ganze ordentlich ab, ich will es zumindest hoffen. Eventuell erscheint diese Bewertung damit etwas hoch, aber auch mit Enttäuschungen fand ich das hier nicht so schlimm. Natürlich gibt es immer noch wesentlich bessere Titel, aber aus dieser Season zähle ich OreSuki tatsächlich zu meinen Favoriten.

Bewertung: 7 von 10 Punkten

2 Gedanken zu „Ore wo Suki nano wa Omae dake ka yo (Are you the only one who loves me?) – Review

  1. Klingt interessant, ich denke trotz Schwächen kann man es sich für 12 Episoden geben, wobei ich sicher nicht wieder irgendwelche OVAS nachholen muss, da passiert eh nie etwas substanzielles. Ich schaue lieber einen Harem der es versucht und scheitert als einen 08/15 der nur die Klischees abharkt ^^

  2. Die ersten paar Folgen waren zum schießen. Danach hat mir irgendwie die Abwechslung gefehlt und es kamen immer mehr Charaktere dazu. Man hatte kaum Zeit sich an den einen Charakter zu gewöhnen bevor nicht schon der nächste vor der Tür stand. Ich finde das haben andere Anime dieser Art schon deutlich besser hinbekommen. Gegen Ende wurde es dann nochmal interessant aber da hat man dann versucht alles in die letzte Hälfte der Episode zu drücken was das Ende der Serie wie du schon sagtest etwas unbefriedigend macht. Warten wir mal die OVA ab.

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