Fate/stay night (Manga) – Review

Wow, Tokyopop hat es geschafft den Fate-Manga in einer sinnvollen Reihenfolge anzuordnen. Nice~

Ich habe bestimmt schon einige Fate/Zero-Fans mit dem Einstiegstext getriggert, aber Release-Reihenfolgen sind aus meiner Sicht immer sinnvoll und im Falle von Fate erst Recht. Tokyopop hat also mal wieder irgendwas richtig gemacht, was nicht oft bei denen vorkommt. Verschwenden wir also keine Zeit und legen los. Auf eine Inhaltsangabe verzichte ich dieses Mal. Stattdessen verlinke ich meine anderen Reviews – das zum Anime (2006), das zum UBW-Anime (2014-2015) und das meiner Meinung nach wichtigste – das Review zur Visual Novel. Ich spoilere hier ohne Ende, es juckt mich nicht ob euch das triggert oder nicht. Kommt also wieder, wenn ihr Fate kennt oder halt nicht. Ist euch überlassen.

Der Fate-Manga ist eine Kombination aus der Fate-Route und der Unlimited Blade Works-Route, was ich so erst gar nicht erwartet habe. Das Internet hat geschrien, diese Adaption sei wie der Anime von Deen – ist aber nicht so. Man hat hier vermehrt seinen Fokus auf Action, Fantasy und Mystery gelegt – es wird viel geredet, aber ab den Kämpfen wird es dann wieder entspannter zu lesen. Ich war mir erst unschlüssig, ob eine Kombination dieser beiden Routen überhaupt Sinn machen würde. Um aber auch Caster vorkommen zu lassen, war dieser Schritt nötig und ist tatsächlich nachvollziehbar. Nach dem Kampf gegen Caster geht es aber mit der regulären Fate-Route weiter und das ist aus meiner Sicht auch in Ordnung so. Ehrlich, ich habe nicht erwartet das diese Kombi funktioniert. Es sind ein paar Schlüsselszenen zu UBW drin gewesen, aber ansonsten folgt der Manga wirklich mehr der Fate-Route. Trotzdem sind hier und da Dinge drin, die man selbst in den beiden Routen nicht erfahren würde. Lancer deutet hier wesentlich deutlicher an, dass er im Gralskrieg bisher immer Pech hatte und zuvor einen anderen Master hatte. Bei Caster ist es ähnlich, kommt aber nicht an die Schilderung ran die ich aus Hollow Ataraxia kenne. Auch ein paar kleine Bonusstorys sind drin und man erfährt sogar das Sakura der eigentliche Master von Rider ist. Ich mag die UBW-Route immer noch nicht im Vergleich zum Rest, aber so untergebracht macht es tatsächlich Sinn und schneidet alles mal kurz an. Heavens Feel bleibt glücklicherweise außen vor und das ist auch ganz gut so, dass hat immerhin seinen eigenen Manga bekommen.

Ich fand es tatsächlich auch witzig, wie Caster den Kampf mit Archer irgendwie überlebte und von Kotomine für ein paar Kapitel am Leben gehalten wurde – nur um dann von Gilgamesh getötet zu werden. So bleibt ihr Ende zwar genauso wie es sein sollte, aber was zur Hölle. Und ja, das Thema Shinji. Ich weiß nicht wer ihn wirklich ernsthaft mögen könnte, aber man hat hier versucht ihm Charaktertiefe zu geben. Er erfährt quasi das er gar nicht das Oberhaupt werden kann, weil keine Magie, kriegt mit das Sakura das Oberhaupt wird und ist einfach salty ab da an. Noch schlimmer wird es dann, als Sakura aufhört so gefühlslos rumzulaufen und Gefühle für Shirou entwickelt. Ich mein, das ihm irgendwie verziehen wurde war eh sehr strange. Aber Shinji nicht sterben zu lassen verstößt irgendwie gegen alles, sonst stirbt er ja nur in der UBW-Route nicht. Aber na ja, wenigstens gab es eine schöne Sakura und Rider-Szene, die hat mir sehr gefallen.

Und na ja, teilweise erinnere ich mich auch nicht an alle Details der Visual Novel. Allerdings fand ich es reichlich unlogisch, das Illya als Gral alle Servants mit echten Namen kennt, aber Archer nicht. Kotomine hat vor zehn Jahren den Gral berührt und den Brand ausgelöst, war im Deen-Anime auch so, aber ich habe keine Erinnerung daran wie es sonst war. In der VN war da glaub nichts und auch nicht in Zero. Aber wie gesagt, kann mich auch täuschen. Und na ja, hier gibt es denk den meisten Anteil an Gilgamesh am Ende, es tut mir leid, ich mag seinen Abgang in Heavens Feel mehr. Das er scharf auf Saber ist, ok. Aber so wirklich brauchen tue ich das auch nicht. Man merkt hier sehr oft, das Figuren wie Merlin und Morgan Le Fay noch ganz anders aussehen als heute und das Ende war relativ zu erwarten wie das was man aus dem Anime und der Visual Novel kennt. Ich hab aber das Gefühl mehr Kiritsugu gesehen zu haben, als mir bewusst war. Nicht schlimm, aber trotzdem will ich das mal anmerken.

Die Zeichnungen dieses Manga sind am Anfang noch sehr durchwachsen. Alles sieht ein bisschen kastenmäßig aus und die Form der Augen erinnert etwas an frühe Anime der 2000er oder Manga der 90er. Doch Dat Nishiwaki wird nach und nach besser, wenn auch nicht konstant – aber man sieht eine deutliche Entwicklung. Er konnte seine Zeichnungen über die Zeit festigen und das erkenne ich ihm hoch an. Tokyopop hat sich nicht nur entschieden den Fate/stay night Manga als erstes zu bringen (was die sinnvollste und plausibelste Reihenfolge ist), sondern auch noch in Doppelbänden. Die zehn Bände wirken zwar relativ dick, aber nicht zu groß und 10 € pro Band ist absolut in Ordnung. Die Übersetzung ist manchmal relativ hölzern, aber das liegt denk oft auch an dem Rhythmus in dem die Serie raus kam. Wenn man alle zwei Monate einen Band rausscheißt, kann das mit Doppelbänden nicht ideal werden. Manche Texte waren nicht gut eingerückt, gerade im letzten Band. Aber zusammenfassend ist es zumindest in Ordnung.


Ich habe den Manga ja eher für Shima gekauft, weil wir ein kleines Stück Fate in der richtigen Reihenfolge mal unterstützen wollten. Und ehrlich? An manchen Punkten war ich inhaltlich sehr überrascht. So wie die Fate-Route hier umgesetzt war, ist es die bisher beste Umsetzung dieser Route. Klar, mit Abstechern zu den anderen Routen. Aber wenn ich noch einmal lese, das hier sei wie die Deen-Adaption, schlag ich um mich! Hier und da gibt es Ähnlichkeiten, aber es ist einfach viel besser gemacht und als ganzes am besten zusammengefasst. Ehrlich, man könnte mit dem Manga sogar ziemlich gut ins Fate-Franchise einsteigen. Der Manga ist nicht perfekt, aber für völlige Neulinge ist das hier eigentlich nahezu ideal. Wenn ihr euch also gar nicht mit Fate auskennt, schlagt zu. Den Fate/Zero Manga werde ich aber nicht kaufen, weil ich ihn ganz simpel hässlich finde und mich mehr über die Novel gefreut hätte. Muss ich also weiter online Übersetzungen lesen, was solls. Alles was Tokyopop jetzt für mich tun könnte, wäre mir den Heavens Feel-Manga zu geben. Oder die Novels, aber das ist sehr unwahrscheinlich.

Bewertung: 7 von 10 Punkten

Schreibste mal was, aber denk dran - das hier ist nicht Tellonym.

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