Ore Monogatari – Review

Hm … ich hab jetzt bestimmt zwei Minuten nachgedacht, was hier steht. Klickt einfach den Beitrag auf, ich rede hier sonst eh nur Unsinn.

Von Ore Monogatari habe ich sehr wahrscheinlich über Memes erfahren, so traurig wie es klingt. Habt ihr schon mal das Meme mit dem riesigen Zug und dem klitzekleinen Tunnel gesehen? Das Internet ist teilweise echt fies, das muss man schon sagen. Zur weiteren Vorbereitung für dieses Review wollte ich eigentlich wissen, wie weit der Anime den Manga adaptiert – aber ich durfte es nicht erfahren. Dem Internet war viel wichtiger, ob Sunakawa schwul ist oder Takeo und Yamato tatsächlich Sex haben können. Ja, solche Fragen beschäftigen das Internet eher, aber egal. Dieses Review hat ein paar Spoiler, ich habe nur den Anime und den Live Action-Movie gesehen.


Story


Takeo Gouda hat es nicht einfach im Leben: Mit seinen zwei Metern Höhe und 120 Kilogramm ist er bei den Mädchen nicht gerade beliebt, und das obwohl er eigentlich ein sehr gutmütiger Mensch ist. Zu seinem Leidwesen sind auch noch seit der Grundschule alle Mädchen hinter seinem gutaussehenden und besten Freund Makoto her. Doch gutes Aussehen ist längst nicht alles und so hat sich Takeo eigentlich schon mit seinem Schicksal abgefunden. Eines Tages jedoch eilt er dem Mädchen Rinko zu Hilfe, welche gerade von einem Perversen bedrängt wird. In diesem Augenblick scheint Takeos Liebesgeschichte eine schlagartige Wendung zu nehmen – wird er nun endlich sein Glück in der Liebe finden?

Ja, wird er. Review Ende. Nein, Spaß, aber Yamato und Takeo kommen relativ schnell zusammen. Im Anime dauert das hier so zwei bis drei Folgen, aber nicht länger. Soweit wie ich das verstanden habe, sind viele Kapitel etwas durcheinander in der Reihenfolge, aber ich hatte eigentlich nicht das Gefühl etwas zu verpassen – nur das es sich hier um eine unvollständige Adaption handelt, aber dazu komme ich später noch. Eine Highschoolromanze zwischen zwei so unterschiedlichen Menschen ist sehr ungewöhnlich, auch wenn Yamato und Takeo zumindest in ihren Persönlichkeiten gar nicht so drastisch unterschiedlich sind. Die Live Action-Version dieser Serie konzetriert sich sehr auf unsere beiden Hauptfiguren, selbst Makoto ist eher der Zusatz um irgendwie dazu sein. Ich mochte die Live Action, die hat das Zusammenkommen aber sehr in die Länge gezogen. Hier geht es schneller, die Story wird besser ausgebaut und es kommen auch viel mehr Charaktere vor. Tatsächlich gab es so ein paar Folgen, wie die Strandfolge oder der Valentinestag, die doch etwas sehr Schema F sind, aber es gab hier zeit weilen auch Rivalen, die aber nie … sonderlich bedrohlich waren. Mir war übrigens auch klar, das Sunakawa das Mädchen mit der Brille abweisen würde – aber ich fand es so schade, das sie nicht zusammen gekommen sind, wirklich. Die Geburt von Takeos Schwester war … seltsam, aber tatsächlich interessant. Ich selbst habe ja kein Interesse mehr daran Kinder zu bekommen, aber irgendwie waren die beiden Folgen schon süß. In Takeos Alter wäre ich sogar eher sauer gewesen, das ich noch so ein Balg vor die Nase bekomme, aber er hat halt auch keine anderen Geschwister. Deswegen ist das ja auch noch was anderes, haha.

Alles hier ist eigentlich nahezu frei von wirklichen Drama, manchmal sind Anzeichen da, aber diese Welt ist sehr fluffig gestaltet. Das war wahrscheinlich auch das ganze Ziel, es stört mich auch nicht so sehr. Der Manga endet aber schließlich bei dem Herren aus der Bäckerei, der Yamato als seine Muse bezeichnet. Mir war schon klar, das der Manga dort ganz sicher nicht endet, aber … gerade diese zwei letzten Folgen haben mich echt schon fast sauer gemacht.

Sie war so süß~


Charaktere


Absolut gutmütige Charaktere, die aber trotzdem noch sympathisch sind? Eigentlich klingt das in meinen Ohren extrem langweilig, aber es funktioniert tatsächlich sehr gut. Selbst wenn ich was gegen Takeo oder Yamato sagen könnte, würde ich mich dann schlecht fühlen das zu sehr zu kritisieren. Sunakawa mochte ich auch, obwohl ich ihm manchmal etwas mehr Ruhe gönnen würde. Wirklich all gezeigten Nebencharaktere haben ihre Screentime und Episoden bekommen, ohne zu kurz zu kommen. Ob man die dann auch alle mag, ist das eine. Das Mädel das Takeo ihren „Meister“ nennt war irgendwie sehr seltsam, auch Sunakawas Schwester fand ich anfangs alles andere als sympathisch. Selbst etwas über Takeos Eltern zu erfahren war irgendwie interessant, obwohl mir sowas in anderen Serien total egal wäre. Und Amami war wirklich sehr süß, sie will ich hier gar nicht vergessen. Es gibt aber einen Charakter, den ich mir gern gespart hätte. Ich habe jetzt gerade kurz nachschauen müssen wie er heißt, aber sein Name war … Kouki Ichinose. Denn mit seinem Storystrang endet der Anime leider auch, aber ich hasse diesen Kerl schon sehr. Es ist zwar so ausgegangen wie ich erwartet habe, aber seine Küchlein möchte ich gern essen und ihn dann … genüsslich in sein (gutaussehendes) Gesicht furzen. Den Joke habe ich aber aus dem Foren, sorry.

Ich kann mich hier halt nicht beklagen, auch wenn ich es wirklich schon fast gern würde. Nebencharaktere können halt nicht alle gut sein, ist halt so. Zumindest waren sie aber weitestgehend realistisch, würde ich sagen.


Zeichnungen & Animationen


Ich bin eigentlich gar kein großer Madhouse-Fan, um ehrlich zu sein. Umso überraschter war ich, das sie diese Serie animiert haben – man hat Madhouse mittlerweile als ein Studio im Kopf, das viel ernsten, realistischen Kram macht. Dabei habe ich aber vergessen, das Madhouse auch Animes wie Card Captor Sakura oder Kobato animiert hat. Die Kompetenzen für einen solchen Titel haben sie also durchaus, nur finde ich den Zeichenstil hier eigentlich nicht mal so besonders. Natürlich ist das Thema der Serie sehr ungewohnt und die Zeichnungen hier gefallen mir auch etwas mehr, als das was ich vom Manga gesehen habe. Bin ich schon zu anspruchsvoll mit Shoujo-Zeichnungen? Ich weiß es nicht, aber 100 % will es mir eben auch nicht gefallen. Farblich und auch animationstechnisch sieht es nicht mal schlecht oder so aus, ich hab auch hier nichts zu meckern. Vielleicht sieht es mir aber auch zu simpel aus, das kann auch sein. Ore Monogatari gefiel mir als Live Action wahrscheinlich so sehr, das ich diesen Stil vermisse – obwohl der gar nicht so drastisch anders ist, na ja.


Musik & Synchronisation


Dieses Opening war eigentlich unskipbar, auch wenn wir das jedes Mal hätten tun können. Das Ending ist auch weitestgehend in Ordnung, aber musikalisch kann ich hier sonst nichts hervorheben. Eher bei der japanischen Synchronisation will ich was hervorheben, was mir sehr gefallen hat – nämlich eigentlich so gut wie alles. Bei Takeo würde man in der Regel den besten, tiefsten Sprecher raussuchen der passt. Oder sagen wir mal so – in Deutschland würde das Casting wahrscheinlich genauso laufen. Takeo muss einfach tief klingen, mehr Anprüche würde es nicht geben. Nicht so die Japaner, die haben hier jemanden gecastet, der mit seiner Stimme irgendwie alles kann. Takuya Eguchi spricht in der Regel eher Figuren die normal klingen, oder durchgeknallt sind (siehe Idolish 7, dieser komische Akzent im Japanisch klang furchtbar). Ich habe von diesem Sprecher sicher nie wirklich vorher was gehört, aber … er hat mich extrem überrascht. Klar, Eguchi verstellt seine Stimme sehr extrem. An Ecken und Kanten hört man das auch, aber er hat sich echt viel Mühe gegeben. Sunakawa klingt wie so ein gelangweilter Schönling – also passend, perfekte Umsetzung. Bei den Damen gibt es keine besonderen Überraschungen, aber … Jun Fukuyama auf Ichinose zu besetzen ist extrem mies. Man denkt sich als geschulter Zuhörer jedes Mal – Lelouch, geh deine Rebellion machen und hör mit diesen Scheißkuchen auf. Mehr will ich auch gar nicht fangirlen, ich hab in dieser Serie gern zugehört. Japan hat einige Sprechtalente, Eguchi ist besser als erwartet.


Ihr sucht einen super fluffigen Anime, der euch kaum enttäuscht und eine nette Romanze ist? Das hier ist eure Serie, vielleicht sogar euer neuer Lieblingsanime. Ich habe hier gemerkt, was ich an Shoujo-Manga dann doch gern habe – gelegentliches Drama, das kam hier deutlich zu kurz. Klar, nicht alle Serien können super dramatisch sein. Aber das hier ist eben mehr ein Slice of Life-Romance-Anime. Für mich kann Drama in Serien funktionieren, wenn es die Geschichte interessant hält. Dennoch hat mir Ore Monogatari gefallen, gar keine Frage. Ich fand es stellenweise aber halt doch etwas langatmig und voll adaptiert ist es scheinbar auch nicht. Schade, wird denk auch keine Fortsetzung geben. Mad House hat meines Wissens diesen Fluch, das sie sehr selten Fortsetzungen machen. Keine Ahnung, weiterschauen würde ich – aber das hier wirkt unfertig, typischer Anime der als Manga-Promo dient, aber trotzdem gut umgesetzt ist. Vielleicht lese ich doch noch ein paar Kapitel, mal sehen. So wie ich Lust habe.


Bewertung

7 von 10 Punkten

Ein Foto aus der Live Action, damit ihr mir die Existenz dieser auch glaubt. xD

2 Gedanken zu „Ore Monogatari – Review

  1. Der Live-Action Gouda sieht aber wirklich gut getroffen aus, Minus 40 cm Körpergröße XD Nein, der Manga ist definitiv sehr „einfach“ gezeichnet, das kann wohl niemand abstreiten, aber ich schätze ihn dennoch sehr: Die Hauptfiguren spielen keine Spielchen und beide haben so ihre Sympathische Macken: Rinko muss ihre SMS mit Smileys und Schnörkeln zu-müllen, und Takeo zerdenkt manches einfach zu sehr, sehr ulkig^^ Der Manga endet ein wenig später, und nicht komplett überraschend. Da mit dem Brillen-Mädchen fand ich auch etwas schade, aber es hieß ja auch „MY LOVE STORY“ und nicht „Sunakawas Love Story“ ^^ Als Manga fand ich das Ding trotz der Optik sehr stark ^^

    • Kame, weißt du wie schwer es ist, große Japaner zu finden? Ich mit 1,71 m bin dort schon riesig, wenn man es genau nimmt. xD Ich kann dich aber tatsächlich gut verstehen. Vermutlich hab ich einfach andere Prioritäten, aber auch so ein simpler Stil kann ziemlich gut funktionieren, will man meinen. Und klar, ist es nicht Sunakawas Love Story, aber so ein netter B-Plot …. das wäre doch schön gewesen, oder? Aber egal, es war trotz allem sehr logisch, finde ich. ^^

Schreibste mal was, aber denk dran - das hier ist nicht Tellonym.

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