Hoshi no Houseki – Sternenjuwel – Band 1 [Light Novel Review]

Dieses Review wurde tatsächlich gesponsort, vielen Dank an Marduk Corp dafür.

Bevor ich auf die Light Novel selbst eingehe, möchte ich kurz auf KawaiiNihongo eingehen. Diese haben neben dieser Light Novel noch eine App, mit der man auf sehr kreative und schöne Weise Japanisch lernen kann. Im Moment läuft auch noch eine Kickstarter-Kampagne, um der Light Novel eine Veröffentlichung in Printform möglich zu machen. Diese findet ihr, wenn ihr hier klickt. Am Ende dieses Reviews verlinke ich euch noch sämtlich Social Media Kanäle von KawaiiNihongo und Hoshi no Houseki, damit ihr auch alles zu diesem Projekt finden könnt. Eine Leseprobe lege ich euch auch schon mal hier bei, ich will nichts vergessen.


Als Jun Tanaka seinen ersten Schultag an der Maruimachi High antritt, fällt ihm schnell das süße Mädchen am Nachbartisch auf – sowie ihre Fuchsohren und Schwänze!? Als wäre das nicht genug: Er ist der Einzige, der ihre besonderen Eigenschaften sehen kann. Das Fuchsmädchen, Riko Kyuumi, weiht ihn in ihr Geheimnis ein – sie hat ihr Gedächtnis verloren. Sie bittet Jun um Hilfe und gemeinsam mit Rikos Freunden Yuuji und Aoi gehen sie als Fuchsgöttinnen-Ermittlerteam dem Rätsel um die mysteriöse Fuchsgöttin nach. Werden sie das Geheimnis lüften können oder wird ihnen Jemand – oder Etwas – dabei im Weg stehen? (offizielle Inhaltsangabe aus der Kickstarter Kampagne übernommen)

Hm, als ich anfing zu lesen, wusste ich tatsächlich nahezu gar nichts über den Inhalt. Erwartungen hatte ich dementsprechend keine besonderen, aber ich bin davon ausgegangen, dass hier sei ein Slice of Life-Roman mit ein bisschen Anmesie-Plot. Es stellte sich jedoch schnell heraus, das ich mich geirrt habe. In dieser Light Novel wird tatsächlich ein Rätsel ausgestellt, das es zu lösen gilt. Manchmal bin ich inhaltlich eben doch leichter zu beeindrucken, als erwartet. Wie es im Nachwort aber schon sehr gut beschrieben wurde – im ersten Band wurden gerade mal ein paar Dinge angekratzt, die in dieser Serie noch auf einen zukommen werden. Bisher gibt es mehr Fragen, kaum Antworten – aber das macht es doch ziemlich interessant. Ich habe persönlich kaum Ahnung, was oder wer Riko sein könnte – außer das sie ein Fuchsmädel ist. Für mich als Leser war dieser erste Band wirklich ein guter Einstieg in eine Geschichte, bei der ich noch wirklich keine Ahnung habe, in welche Richtung das ganze gehen wird. Mystery war aber schon immer mein Lieblingsgenre, deswegen spricht mich das hier vermutlich sehr an.

Zu den Charakteren kann ich an sich gar nicht so viel verlieren. Riko gibt sich als Protagonistin viel Mühe das herauszufinden, was sie erfahren möchte. Dennoch ist sie kein typischer Stereotyp, den man aus anderen Werken kennt, aber sie hat schon durchaus ihre süßen und fröhlichen Eigenarten. Jun fällt mir etwas schwer einzuschätzen, aber als Protagonisten find ich ihn durchaus in Ordnung. Ansonsten wären dann noch Rikos Freunde Yuuji und Aoi – Yuuji ist so ein typischer Nerd und Aoi eher die sportliche, aber coole Freundin. Aus meiner Sicht sind diese Charaktere nicht mal besonders tiefgründig oder dergleichen – aber sowas braucht ein Werk ja auch nicht immer. Auch mit simplen Dingen lässt sich gut arbeiten und über die Geschichte werden diese Charaktere sicher noch etwas ausgebaut. Bei den Nebencharakteren ist nur der Herr aus dem Pflegeheim aufgefallen, aber dazu möchte ich noch gar nicht zu viel verlieren. Wäre an der Stelle auch etwas zu viel Spoiler.

An der Stelle möchte ich stattdessen etwas zum Schreibstil dieser Light Novel sagen. Wenn man selbst auch eigene Geschichten schreibt, fällt einem natürlich markantes an anderen Schreibstilen auf. Ursprünglich erschien HnH auf Englisch, aber man merkt gar nicht so sehr das dieser Roman ins Deutsche übersetzt wurde. Ich liebe bei Dialogen ja eigentlich so kleine Eigenarten, mit denen Charaktere reden können, aber hier reden die Charaktere eigentlich alle sehr normal. Die Balance zwischen Dialog und Beschreibung ist ziemlich gut gesetzt, was ich sehr schön finde – besonders toll finde ich aber eigentlich immer die Beschreibungen in diesem Roman. Sie sind sehr genau, aber nicht zu genau und lang, als das man sich unglaublich langweilen würde. In diesen Punkten sehe ich auch eine der Stärken dieser Light Novel, mein einziger Kritikpunkt wäre wohl nur, dass ich mir persönlich vielleicht noch zwei oder drei Kapitel gewünscht hätte – aber das ist aus meiner SIcht eigentlich gut verkraftbar. Ich habe mich beim Lesen nie gelangweilt, das kann ich schon wirklich behaupten.

Rein optisch muss man diese Light Novel aber auch loben, ich mag den Zeichenstil hier wirklich sehr gern. Hier werden böse Stimmen jetzt sicherlich sagen: „Aber du magst alles was Moe aussieht oder gut gezeichnet ist“ und ja – da muss ich euch auch ein bisschen Recht geben. Nur, gute Kunst muss man eben auch loben. Der Künstlerin rosuuri bin ich danach auch recht zügig gefolgt, solche Zeichnungen mag ich dann etwas öfter in meiner Timeline sehen. Für eine Light Novel typisch, gibt es in jedem Kapitel eine Zeichnung in schwarz-weiß und das ist ja eigentlich schon nahezu Tradition. Natürlich hat man bei einer Seite oftmals ein Limit, was Darstellungen angeht – aber dynamische Posen und passende Zeichnungen gibt es hier auf jeden Fall. In Farbe gefällt mir Riko aber immer noch am besten, muss man an der Stelle mal erwähnt haben.

Die englischen Bände dieser Light Novel sind schon etwas weiter, dementsprechend wissen einige Leser der englischen Bände bestimmt schon etwas mehr als ich. Bisher bin ich hier durchaus Spoiler frei oder mit wenigen Spoilern durchgekommen, weshalb ich schon etwas von mir selbst überrascht bin. Es gibt hier noch so einiges herauszufinden, weswegen ich gespannt bin wie es hier weitergeht. Gerade die Aktenklau-Sache verlief doch sehr mysteriös und ich habe wirklich keine Ahnung, was da passiert sein soll. Eigentlich ganz schön, mal nicht ahnen zu können wie es weitergehen könnte.


Normalerweise steht hier eine Bewertung, da es sich aber um einen ersten Band handelt, möchte ich hier lieber eine Empfehlung aussprechen. Viele Light Novels die ich gelesen habe sind streckenweise langweilig oder etwas langatmig. Hoshi no Houseki ist aber weder das eine noch das andere – es gab keine Stellen die ich langweilig fand. Irgendwie fühle ich mich jetzt sogar schlecht, das ich auf der letzten Leipziger Buchmesse nicht doch zugeschlagen habe. Leider hab ich diese Novel völlig aus den Augen verloren und bin froh nun die Gelegenheit zum Lesen doch noch bekommen zu haben. Außerdem finde ich es toll, das man auch ohne die Lernapp problemlos in die Novel starten kann. Sicherlich gibt es einige Appuser die Riko und Co. schon aus Kawaii Nihongo kennen. Vielleicht kennt man die vier dadurch dann schon etwas besser, aber ich hatte nicht das Gefühl das mir etwas gefehlt hat. Ich wünsche der Marduk Corp ganz viel Glück mit der Kampagne und hoffe, dass ihr den ersten Band zügig in den Handel bringen könnt. Wenn ich es noch schaffe, lasse ich euch sicher auch noch Geld da, ansonsten kauf ich mir den Band dann im Laden. Eigentlich hoffe ich nur darauf den Folgeband auch lesen zu dürfen, da ich mit all den Fragen gern wissen mag wie es weitergeht.  


Houshi no Houseki

Leseprobe | Instagram | Twitter

Kickstarter Kampagne


Kawaii Nihongo

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Ein Gedanke zu „Hoshi no Houseki – Sternenjuwel – Band 1 [Light Novel Review]

  1. „. Aus meiner Sicht sind diese Charaktere nicht mal besonders tiefgründig oder dergleichen – aber sowas braucht ein Werk ja auch nicht immer. Auch mit simplen Dingen lässt sich gut arbeiten “ <— Was für eine großartige Aussage, denn sie stimmt, es braucht nicht immer Komplexität, mit simplen, aber gut umgesetzten Charakteren kann sich manchmal mehr machen lassen als mit überambitionieren Figuren. Insgesamt auch eine echt interessante Sache, hoffe das klappt mit der Printausgabe, klingt zumindest recht erfrischend ^^

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