Der Nordpark, neben der Dokomi


Oh Junge, dieser Rant wird … würzig~ (glaub ich, ob es wirklich so ist entscheidet ihr für euch selbst)

Ich war auf der diesjährigen Dokomi, eine der wenigen Conventions die trotz Corona sowohl letztes Jahr als auch dieses Jahr stattfinden durften. Zum einen liegt es auch daran, dass die Dokomi als Fachmesse durchgeht, aber auch in einem Hygienekonzept begründet wird und na ja – es gab Testpflicht, Maskenpflicht und alles was dazu gehört. Darüber beschwere ich mich nicht, das war alles Corona-Konform. Wie ihr im Titel vielleicht schon erkennen könnt, geht es hier aber nicht direkt um die Dokomi. Es geht um den Nordpark, der direkt gegenüber dem Messegelände liegt. Bevor jetzt wieder einer angerannt kommt und mich anschreit – ja, ich weiß das der Nordpark nicht zur Dokomi gehört. Er gehört der Stadt Düsseldorf und wird ganz normal über das Ordnungsamt kontrolliert. Die Dokomi hat keinen Einfluss über das was dort passiert und trägt auch keine Verantwortung für die Cosplayer und Besucher dort. Was dort aber genau passiert ist und was der Reiz für viele Cosplayer am Park ist, das erkläre ich euch natürlich.


Was ist so besonders am Nordpark?


Ansich ist es denk eher ein Zufall, dass der Nordpark gegenüber der Dokomi liegt – oder man hat die Location so gelegt, das Cosplayer nach und während der Convention dort hingehen können. Dieser Park hat mehrere Abschnitte mit Wasserspielen, unterschiedlich bepflanzte Abschnitte und ist schön gestaltet. Am ansprechensten ist aber wohl der japanische Garten, der auf den Fotos die ich vor der Convention sah auch sehr schön war. Er eignet sich perfekt für Cosplay-Fotos und ist so ein bisschen das, was wir in Dresden mit dem Großen Garten haben. Der Nordpark hat aber eben mehrere Abschnitte und etwas mehr Variation, was ihn ansprechender macht und mehr Möglichkeiten für Fotos gibt. Unglaublich viele Cosplayer sind im Nordpark, machen dort Fotos und treffen sich dort mit Freunden. Das beste daran für die meisten ist aber, das man natürlich kein Ticket braucht. Die Dokomi war zwar ausverkauft noch bevor sie stattfand, aber dort treffen kann man sich ja trotzdem. Einen Ort mit so extrem vielen Cosplayern habe ich ehrlich lang nicht mal gesehen. An sich ist das ja eigentlich nicht schlimm, oder? Ich war mit Freunden am Sonntag dort und nun ja … ich war wirklich nicht begeistert.


Was war so abschreckend am Nordpark, während der Dokomi?


Wenn man eine riesige Ansammlung an Menschen nicht mag, ist es erstmal sowieso nicht empfehlenswert in den Nordpark zu gehen. Man muss sich vorstellen, in einen Park zu gehen der voll mit Menschen ist – Cosplayer, aber auch Fotografen und normale Leute ohne Cosplay sowieso. Meistens sitzen diese dann auf den Bänken, im Gras oder haben Decken dabei um auf diesen zu sitzen. Manche sind sogar so klug, richtige Zelte mitzunehmen um dort zu chillen. Grundsätzlich spricht ja auch nichts dagegen ein wenig Spaß zu haben und mit Freunden rumzuhängen, gar keine Frage. Wenn ich aber die ersten Haufen Kotze und Müll sehe, läuft da schon mal grundsätzlich was schief. Hinzu kommen dann noch so Gerüche von Gras, allgemeines Rauchen und auch ein paar Leute die alkoholisch auch etwas angeheitert sind. Natürlich gab es auch normale Gruppen, aber auffallend sind als erstes immer die negativen Dinge. Hier und da benehmen sich Leute aber auch daneben, sei es im hinteren Bereich des Parkes die Beine in den Brunnen zu stecken und darüber nachzudenken ob man sich noch reinschmeißt (noch das kleinste Problem, aber keiner will Make Up in einem öffentlichen Park), mit anderen Cosplayern „trocken zu ficken“ oder in Unterwäsche zu tanzen. Hab ich erwähnt, das Leute auch Musikboxen in den Park mitgenommen haben? So an sich war das eigentlich ein großer Haufen cringe, egal wie ich das betrachte. Hätte ich wirklich alles davon selbst gesehen und nicht zum Teil nur von Shima gehört, würde ich persönlich wohl auch noch etwas austicken. Gott sei Dank habe ich im Cosplay grundsätzlich keine Brille auf und sehe in die Ferne eher verschwommen – alles von nahen kann ich aber leider noch sehr gut erkennen. 

Um ganz ehrlich zu sein – ich bin ganz froh mich dagegen entschieden zu haben, im Nordpark zu shooten oder allgemein mir irgendwas mit Fotografen auszumachen. Dort waren sicher ganz viele, liebe Leute – aber nur da durchzugehen war teils doch etwas unangenehm. Nein, ich habe keine Fotos gemacht. Aber nicht jeder Cosplayer der dort war fand das auch selbst gut und kann das was ich gesehen habe auch bezeugen. Das größte Problem ist nämlich, das es dort nicht nur während der Dokomi so aussehen kann. Auch innerhalb des Jahres gibt es dort Ansammlungen von jungen Cosplayern, die sich daneben benehmen, Drogen konsumieren, öffentlich in Ecken Sex haben und Müll hinterlassen. Wie „schön“ das ist, brauche ich euch jetzt sicher nicht sagen. Ich bin eben auch hier und da in den sozialen Medien vielleicht nicht laut, lese aber immer mit und tausche mich auch aus. Man stelle sich vor, so etwas würde im Großen Garten in Dresden passieren – vermutlich würden besorgte Bürger dort das Ordnungsamt oder die Polizei rufen. Aber normale Spaziergänger gab es in dieser Zeit eher weniger. Was sogar noch verständlich ist.


Gab es denn keine Kontrolle, kein Ordnungsamt das dort war?


Da ich nur am Sonntag dort war, kann ich das nicht genau sagen. Vermutlich aber nicht, da bestimmt niemand dort auf die Idee kommt das Ordnungsamt zu rufen. Ob das aber wirklich was gebracht hätte, bei der Ansammlung an Leuten, mag ich eventuell auch noch zu bezweifeln. Wie auch jeder weiß, die Dokomi ist für diesen Park nicht verantwortlich. Keiner von der Messe wird rüber zum Park gehen und dort aufräumen oder was sagen. Auf der Seite der Dokomi gibt es zumindest den kleinen Hinweis, bitte auch den Müll mitzunehmen, wenn man dort war – aber wer das wirklich macht, na ja. 


Haben sich auch andere dort unwohl gefühlt und gab es sonst noch Dinge, die aufgefallen sind?


Na, aber natürlich! Zusätzlich gibt es nämlich immer noch den Neid und den Hass untereinander und das ist dieses Jahr getrieben durch eine ganz bestimmte Gruppe von Cosplayern – das Genshin Impact-Fandom. Mich persönlich interessiert dieses Spiel null und ich sehe es in den Medien auch zu oft, deswegen halte ich mich auch ganz weit fern davon. Cosplayer die es nur wegen dem Hype cosplayen gibt es eh genug, also … ja. Wenn man aber hört, das andere sich dafür runtermachen was sie cosplayen und in welchen Shippings sie rumlaufen, stellt man sich doch die Frage was für ein verdammt toxischer Haufen Scheiße dieses Fandom ist. Selbst giftige Blicke reichen schon, um sich unwohl zu fühlen und muss das sein? Ich glaube ja ehrlich gesagt nicht. Hass-Kommentare gibt es auf Instagram, Twitter und Tik Tok schon genug, aber scheinbar reicht das nicht und man muss es bis nach draußen in die „Realität“ tragen. Ich habe von vielen Leuten gelesen, die eher gegangen sind, weil sie sich einfach unwohl gefühlt haben – was man ja sogar noch verstehen kann, wenn man ganz ehrlich ist. My Hero Academia Cosplayer die seltsam waren gab es natürlich auch, aber die sind bei weitem nicht so aufgefallen wie der Genshin-Trupp. Was ist so schwierig daran, sich einfach zu vertragen und einfach gemeinsam zu cosplayen? Es ist doch absolut scheißegal, ob jemand dasselbe macht. Wenn man sich wirklich nicht leiden kann, geht man anderen einfach aus dem Weg. Ich spreche doch auch keine wildfremden Leute an, dass ihr Cosplay scheiße aussieht. Wie daneben das ist, muss ich euch nicht sagen. Gerade diese Leute heulen dann rum, das sie früher gemobbt wurden und hetzen nun selbst gegen andere. So braucht man sich nicht wundern, das Cosplayer als seltsam gesehen werden und keine Sorge – auch mir geht es nicht immer gut. Im Stress mache ich auch mal Dinge die ich nicht machen sollte, aber danach entschuldige ich mich gleich wieder. Etwas, das solche Leute vielleicht auch mal lernen sollten.


Zusammenfassend kann man sagen: wenn man sich als Cosplayer für überhaupt nichts schämt, hat man sicher keine Probleme im Nordpark zu sein. Mit einer eigenen Gruppe, ob Cosplayer oder nicht, kann man da sicher gut entspannen und in Ruhe reden. Aber bestimmtes Verhalten muss und kann man halt auch eigentlich nicht dulden, aber die wenigsten wehren sich gegen Anfeindungen und ich würde auch nicht dazwischen gehen, wenn da wirklich was daneben läuft. Aber wir haben eben immer noch die Corona-Pandemie und viele sind sicher froh wenigstens überhaupt mal rauszukommen und mit anderen reden zu können. Shima, ich und viele andere waren aber auch sehr kaputt nach der Dokomi. Nach all der Zeit auf eine Convention zu fahren ist einfach ungewohnt und anstrengend, aber vielleicht bekommen wie die normale Realität auch irgendwann zurück. Beziehungsweise auch eine Zeit, in der so toxische Dinge nicht mehr so extrem sind. Man kann es zumindest hoffen, wenn das auf Dauer so bleibt haben wir irgendwann auch noch mehr Probleme in dieser Cosplay-Szene und dann kommt einfach keiner mehr klar.

Ein Gedanke zu „Der Nordpark, neben der Dokomi

  1. Es ist so bedauerlich das je mehr Menschen auf einem Fleck sind mehr Probleme entstehen. gerade Müllverschmutzung ist doch traurig mit der GENERATION GRETA, ich kann zumindest stolz sagen das ich auf meinem Con-Besuch darauf geachtet habe alles ordnungsgemäß zu entsorgen, aber ich war auch nicht betrunken oder unter sonstigen Einflüssen ^^ Schöner, ehrlicher Bericht

Schreibste mal was, aber denk dran - das hier ist nicht Tellonym.

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