Ich kenne fast niemanden der Bang Dream! kennt, also versuche ich das hiermit zu ändern

Wahrscheinlich werde ich mit dem Post nicht viel ändern können, aber der Versuch ist schon mal da.

Bang Dream!, auch bekannt als Bandori, ist ein Musik-Media Franchise das der Firma Bushiroad gehört. Man war damals um 2014 so von dem Erfolg von Love Live! begeistert, dass man so etwas ähnliches auch machen wollte. 2015 startete man einen Manga, doch es wurde schnell klar das es hier nicht nach dem typischen Idolkonzept laufen sollte. Die Mädels sollten Instrumente spielen, sowie dann auch später die Seiyuus. Man war sich erst unsicher ob so ein Konzept mit Girlbands überhaupt funktionieren würde, aber irgendwie haben sie ja doch Elements Garden ranbekommen – eine sehr bekannte Komponistengruppe aus Japan. So ging es langsam los, Poppin Party wurde gegründet und irgendwann 2017 ging es dann endlich mit dem Handygame und den vier weiteren Bands los. In dieser Zeit etwa lief auch der erste Anime, der zwei Jahre später dann noch fortgesetzt wurde und mittlerweile drei Staffeln hat – es gibt außerdem zwei Kurz-Anime, die Band Roselia hat mittlerweile zwei Filme als Vorgeschichte bekommen und wahrscheinlich wird das Franchise noch ein wenig in Japan präsent sein. Es gibt sogar ein ganzes Projekt mit einer Band nur aus männlichen Mitgliedern, aber um die kümmern wir uns heute erstmal nicht. Ich möchte mich hier nur auf die Mädchenbands konzentrieren, die ich alle einmal kurz vorstellen mag. Das Spiel war ein Jahr nach japanischem Release auch auf English erhältlich, wer also mal in das Spiel reinschauen will, sollte keine Probleme haben es im App Store zu finden. Für mich besonders sind auch nach wie vor die Anime-Coversongs, bei denen bereits bekannte Songs nochmal neu interpretiert werden.

Eine spezifische Story muss ich hier nicht mal erklären, das sind einfach ein paar Mädels die zusammen Musik machen und es kommen sowohl musikalische Inhalte vor, als auch Slice Of Life-Krams. Nichts, was man besonders erklären müsste.


Poppin’Party


Von links nach rechts – Rimi, Saya, Kasumi, Arisa und Tae.

Mit dieser Band fing mal alles an, Poppin‘ Party wird auch meist nur ganz kurz Popipa genannt und hat ansich relativ simple Musik. Ich nenne es gern „Bubbly-Pop“, was aber nicht bedeutet das sie nicht auch zu emotionalen Songs oder so in der Lage wären. Meist bleibt es bei ihnen aber doch etwas simpel und auch ihre Storys im Spiel drehen sich um Freundschaft, die Musik und viel Alltagskrams. Die erste Serie drehte sich auch noch hauptsächlich um sie, Roselia war da noch gar nicht so präsent. Rimi spielt Bass, ihre Schwester hatte zuvor auch schon eine Band und sie ist ein bisschen schüchtern – hat außerdem die Stimme eines Zahnbohrers, aber sie ist mein Liebling hier, ja? Saya spielt Schlagzeug, ist das freundliche Mädel von nebenan, ihre Eltern besitzen eine Bäckerei die immer mal präsent ist sie hat glaub auch ein paar Geschwister. Kasumi ist immer gut gelaunt, singt und spielt auch Gitarre, ist sehr simpel im Kopf – das typische Genki Girl. Was witzig ist, weil sie ursprünglich im ersten Entwurf der Manga mal sehr depressiv und traurig war, aber wer weiß warum sie das nicht bringen konnten. Arisa ist dann schon wieder eine Tsundere, aber ihre Sprüche sind teils ganz nett und sie spielt Klavier. Zu guterletzt ist da auch noch Tae, die auch Gitarre spielt und eigentlich … wirklich oft etwas verpeitl ist, aber das macht sie cute. Die Anfänge sind und waren simpel, aber das muss ja nichts schlechtes bedeuten.


Roselia


Sayo, Ako, Yukina, Rinko und Lisa.

Roselia war anfangs so ein bisschen die Rivalenband, ist aber im Grunde relativ friedlich und die Charaktere untereinander sind lebhafter als man glaubt. Sie waren relativ schnell erfolgreich, haben ihr erstes Album noch vor Popipa bekommen und hatten jede Menge Drama in ihren Storys, was aber auch daran liegt das Sängerin Yukina sehr streng war und auch teilweise noch ist. Ich schätze, das Roselia unter den Fans bis heute der Fanfavorit ist, weil die Musik einfach sehr gut ist und neben den poppigen Mädels ihre Musik etwas „düsterer“ wirkt. Nicht direkt Gothic in meinen Augen, auch wenn das die Outfits teils stützen würden, aber es ist einfach zum großen Teil sehr klare Rockmusik, die aber teils auch schön mit Klaviertönen gestützt wird. Yukina hat auch eine etwas tiefere Stimme, aber sehr klar und lange Töne fallen ihr auch nicht schwer. Nur die Songs die komplett englisch sind … na ja, die versteht man nicht wirklich, aber das ist fast normal bei Japanern. Zu den Charakteren kurz erzählen – Sayo ist teils etwas ähnlich streng mit sich selbst an der Gitarre, sie hat eine jüngere Schwester bei Pastell Palets der sie nicht unterliegen will und das lässt sie teils ganz schön streng wirken. Die kleine Ako daneben ist sehr lebhaft, was dann zum Schlagzeug ganz gut passt und sie ist sehr gut mit Rinko befreundet. Yukina in der Mitte singt tatsächlich nur, aber das macht sie auch irgendwo aus. Sie hätte genauso auch als Solo-Sängerin weitermachen können, aber sie wollte halt eine eigene Band und sie ist wirklich sehr perfektionistisch. Man kann sie vermutlich gut ins Kudere-Spektrum einordnen, sind halt so meine Charaktere, nur halt noch Perfektionismus dazu. Roselia ist halt ziemlich cool, dagegen kann man gar nicht so viel machen oder sagen.


Afterglow


Himari, Tsumugi, Ran, Tomoe und Moca.

Eine Gruppe von Kindheitsfreunden macht Musik, damit kann man Afterflow ganz gut beschreiben. Sie sind eigentlich auch in ihren Persönlichkeiten sehr simpel, aber ihre Musik ist dafür ziemlich gut. Auch hier gibt es wieder eine etwas tiefere Stimme mit viel Gitarre, Ran fällt es auch kaum schwer Songs zu singen die ursprünglich mal ein Mann gesungen hat. Ansonsten kann man halt wirklich nicht so viel zu ihnen erzählen, ihre Storys werden eher im Spiel erzählt, da sie im Anime wirklich eher wie eine Side-Band behandelt werden. Das macht sie aber wirklich nicht schlechter, auf ihnen liegt halt einfach kein Fokus. Bei ihnen weiß ich auch nicht so viel über die Charaktere im spezifischen, weil sie halt einfach funktionieren. Ran macht ihr Ding und Moca frisst die ganze Zeit Brot. Ist etwas schade, dass sie kaum Aufmerksamkeit haben, aber ändern kann man es eben erstmal nicht.


Pastel✽Palettes


Chisato, Eve, Aya, Maya und HIna.

Man kann sie auch als typische Idolband bezeichnen, aber halt mit Instrumenten. Zu ihnen kann ich plottechnisch gar nicht so viel erzählen, auch bei den Charakteren kenne ich eher nur Aya die am Singen ist und Hina, weil sie Sayos Zwillingsschwester ist. Sie sind die einzigen, die schon richtig professionell Musik machen und sonst haben sie halt ganz nette Outfits. Sie kommen den Love Live-Mädels vermutlich am nächsten, sind aber keine stumpfe Kopie und Aya hat auch für die hohen Töne eine noch erträgliche Stimme. Ich denke, sie haben auch ein paar ganz nette Songs, ihr Album kam jetzt auch recht spät raus, aber sie sind auch minimal relevanter als Afterglow.


Hello, Happy World!


Hagumi, Michelle, Kokoro, Kaoru und Kanon.

Die letzte Band, die direkt am Anfang der App vorgestellt wurde. Hello Happy World steht wirklich für glücklich sein, Freunde mit Musik verbreiten. Sie treten in Kindergärten, Altersheimen und allen möglichen Sachen auf, nur um Leute einfach glücklich zu machen. Generell sind sie ziemlich witzig, Hagumi schaut aus wie Rin aus Love Live, die Dame im Kostüm heißt Michelle und existiert auch ohne Kostüm – allerdings erkennt Misaki dann keiner mehr und bis auf Kanon weiß auch keiner das Misaki da in Michelles Kostüm steckt. Kokoros Stimme ist für das gewöhnliche Gehör vermutlich unerträglich hoch und Kaoru kann mit ihrer schauspielerischen, dramatischen Art auch etwas auf den Kranz gehen, aber im Grunde sind sie doch sehr lustig und auch die Musik kann man mal nebenher laufen lassen. Kokoro ist nämlich eigentlich ein Kind aus reichen Hause, springt manchmal einfach so aus dem zweiten Stock der Schule und überlebt das einfach, sie ist schon sehr durchgeknallt. Die Einteilung ist hier Hagumi am Bass, Michelle als DJ, Kokoro beim Gesang, Kaoru an der Gitarre und Kanon am Schlagzeug. Mehr kann ich zu diesem bunten Haufen schon gar nicht sagen, sie haben aber viele treue Fans und das ist schon ganz nett.


Raise A Suilen


Pareo, Masking, Layer, Chu2 und Lock. Sind alles Künstlernamen, die heißen eigentlich alle anders. 😛

Diese Band hat vermutlich die mit interessanteste Geschichte hinter sich, weil sie sehr interessant entstanden ist. Raychel, die Rei verkörpert, war mit ihrer Band ursprünglich nur eine Art Ersatzband, da die Sprecher von Hello Happy World, Afterglow und Pastell Pallets nicht in der Lage waren, live ihre Instrumente zu spielen. Damals hießen sie noch The Third, bekamen dann aber die Chance auf ihre eigene Band, wurden in Raise A Suilen umbenannt und dann ging es mit den eigenen Songs los. Ab Staffel 2 waren sie auch schon im Anime dabei, wo es manchmal schon fast zu sehr um sie ging und der ein oder andere konnte sie eigentlich gar nicht so sehr leiden, aber mittlerweile haben sie sich gut integriert. Vom „Sound“ her sind sie eher etwas elektronisch unterwegs, was ihren Stil aber auch etwas ausmacht und Rei singt auch ziemlich gut. Über sie erfährt man einiges im Anime, hier will ich gar nicht so vorgreifen, aber mittlerweile mag ich sie auch so ganz gern. Ins Spiel kamen sie interessanterweise viel später, aber Anime only ist ja auch nicht schlecht.


Morfonica


Rui, Nanami, Mashiro, Tsukushi, Touko.


Die letzte Band ist Morfonica, die zwar vor Raise A Suilen ins Spiel kam, aber noch keinen eigenen Auftritt im Anime hatte. Was wohl am meisten auffällt ist, das sie statt einer zweiten Gitarre eben Violine dabei haben. Das ist auch so ein bisschen ihr eigenes Ding, ich kenne aber selbst noch nicht viele Songs von den Mädels. Die Sprecherin ihrer Sängerin Mashiro war erst sechszehn als sie in der Band anfing, deswegen war sie stimmlich nicht so weit wie manch andere Mädels im Franchise, aber sie hat sich schon mittlerweile etwas gemacht. Diese Mädels kommen von einer reichen Schule, scheinen recht natürlich zusammen gekommen zu sein, aber wie gesagt – ich weiß nicht viel über sie, aber interessant sind sie schon. Ich werd generell in Zukunft mal ein Auge auf sie werfen, aber vielleicht klingt das hier schon interessant genug.


Tja, damit bin ich schon durch. Die Band von Rimis Schwester existiert theoretisch auch noch, aber die muss ich hier sicher nicht erwähnen. Ich mag Bang Dream, es ist sicher nicht total komplex, aber das Spiel macht viel Spaß und die Anime waren auch ganz unterhaltsam. Vielleicht bringt das den einen oder anderen dazu mal reinzuschauen, es ist definitiv anders als ein Love Live, aber auch keine stumpfe Kopie einer anderen Serie. Natürlich kann ich nicht sagen, wie lang die App existieren wird, aber ich mag das Spiel gern, es ist abwechslungsreicher gewesen als Love Live und bringt einige Stunden Spaß.

2 Gedanken zu „Ich kenne fast niemanden der Bang Dream! kennt, also versuche ich das hiermit zu ändern

  1. Ich finde es nur schade das die Bands OPTISCH alle bedenklich ähnlich aussehen, abgesehen von den Kostümen sind es fast dieselbe Happy-Go-Lucky gesichter, aber klar, es geht ja auch eher um die Musik. Finde es bei diesen Serien so schade das immer alles so heiter lustig und einfach dargestellt wird, gibt es denn keine Serien die mal die „echte“ und „harte“ seite der idols zeigt? Der Lebenslauf der Wrestlerin Maki Itoh (sie war ernsthaft idol bevor sie aus dem Business gemobbt wurde) war damals total interessant. Hätte noch Ratingss von dir erwartet, oder eine Liste welche der Bands deine Favoriten sind ^^

  2. Ich bin so seit 2018 beim Bang Dream Franchise mit drinnen, noch beim ersten Event beim Launch des EN Servers hatte ich geschafft die App richtig zu installieren. Jetzt spiele ich das Spiel zurzeit um keine Eventbelohnungen zu verpassen, nur hinke ich bei den Band- und Event-Stories so beinahe zwei Jahre hinterher. D4DJ habe ich auch letztes angefangen aber Ich mir Stories wenn ich mit den Anime durch bin.

    Von der Story finde ich schon gut das Bandori im Mittelpunkt aus Bodenständigen und Musik-Mädchen-Anime-Plot Erzählweise hat. Selbst bei der Idol Band Pastel*Palettes ist es in deren Geschichten nicht immer „Heile Idol Welt“. Es gibt Dramen bei den anderen Bands aber die Stories verlaufen immer in eine Optimistische Richtung.

    Auf andere Bang Dream Fans oder Generell bei solchen Media-Mix-Franchises trifft man erst Englischsprachigen Social Media Plattformen überhaupt auf andere Fans.

    Auf Idol-Anime ansich fahre ich nicht so mehr ab wie zig Jahren. Twitter Bullshit hat da seinen Job gemacht. Dafür kennt man die Härte der Idol- Industrie und deren Fanatiker mehr von typischen Akiba Idole und es sich schon VTuber überträgt während es bei anderen Richtung von J-Idols schon vergleichsweise besser aussieht und das drumherum um Koreanische Stars ist schon ein anderes Fass.

Schreibste mal was, aber denk dran - das hier ist nicht Tellonym.

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