My Senpai is Annoying – Review

Meine Bildunterschrift ist bestimmt mindestens genauso nervig, wie Igarashi ihren Senpai findet. 😛

Es gibt vermutlich schon den einen oder anderen Titel, bei dem der weibliche Hauptcharakter den männlichen Charakter nervig findet, ein bisschen sehr stark eine Tsundere ist und sich das ganze etwas im Kreis dreht. Ganz grob ausgedrückt ist es hier auch so, aber die Charaktere sind altersmäßig tatsächlich schon erwachsen und nicht in der Highschool, das ganze ist doch relativ lustig und na ja … ich denke, ich sollte hier einfach ein normales Review schreiben, oder?


Story


Eigentlich mag Futaba Igarashi ihren Job gerne, wenn es da nicht den Mitarbeiter Harumi Takeda gäbe, der ihr das Leben schwer macht! Weil sie viel kleiner ist als er, zieht Harumi sie ständig auf und behandelt sie wie ein Kind. Futaba findet den lauten, grobschlächtigen Kerl äußerst nervig. Allerdings entdeckt sie bald schon eine andere Seite an ihm, die sie zuvor noch nicht kannte. Obwohl er sie gerne neckt, ist er immer für sie da, wenn sie jemanden braucht. Wenn sie nach einer langen Schicht zusammenzubrechen droht, bringt er ihr etwas zu trinken, und er kümmert sich um sie, als sie sich erkältet. Aber das heißt noch lange nicht, dass sie mehr für ihn empfindet als einfache Dankbarkeit – oder etwa doch?

Hach ja, eine romantische Komödie mit einer verunsicherten Tsundere und einem großen Kerl, der hier und da etwas unsensibel ist. Könnte der Plot von jedem zweiten School-Setting sein, das wie ich zumindest finde besondere ist, das es sich hierbei um ein erwachsenes Umfeld in einem größeren Büro handelt. Natürlich könnte man dann jetzt noch mit Wotakoi kommen, das dieses Setting auch schon hat, aber bei My Senpai is Annoying handelt es sich nicht grundsätzlich um mehrere Otakus (wobei, es gibt einen Gamer, aber das war es auch schon). Die Situationen die man hier sieht sind zwar manchmal schon etwas überzogen, gerade wenn es um diverse Nebencharaktere geht die später auftauchen, aber man kann sich hier schön zurücklehnen und einen netten Alltagstitel erleben. Man sollte halt nicht erwarten, das ein Geständnis wirklich durchgezogen wird und das sich hier ein wenig sehr krass im Kreis dreht, aber von romantischen Komödien darf man das wahrscheinlich nicht erwarten. Ich habe parallel vorher den ersten Band des Manga gelesen (besagter Manga erscheint über Pixiv online und wird später in Volumes zusammengefasst) und auch schon ein wenig erkannt, wie die Anime-Adaption funktioniert. Teils ist die Reihenfolge etwas abgeändert und verschiedene Charaktere kommen schon etwas eher vor, was aber nicht so schlimm ist. Hier und da werden die eher kurzen Kapitel auch mal in einem Kapitel entweder passend zusammengeführt, oder ein Kapitel wird etwas ausgeweitet, was dem Inhalt aber ganz gut tut. Man hat auch wirklich gar keinen Plan ob Takeda vielleicht wirklich was für Igarashi empfinden könnte, weil nicht so klar ist ob er das ganze „professionell beruflich“ halten will, er einfach nicht checkt das sie was empfindet oder er glaubt er sei nicht gut genug? Im Manga gab es mal eine Line wie „was willst’n du mit nem alten Sack wie mir, lach“, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht was er hier immer so vorhat. Der Manga geht zum Beispiel schon teils so weit, Übernachtungsgelegenheiten bei dem jeweils anderen so plantonisch wie möglich darzustellen, aber … na ja, der Manga läuft noch. Das Wiki weiß auch nicht, ob da Hints sind oder nicht, Igarashi streitet halt noch alles ab – aber die muss halt auch noch etwas wach werden.

Auch wenn das ganze im romantischen Sinne nicht sonderlich voran kommt, mag ich die Serie. Das einzige was ich inhaltlich nicht sonderlich mag, ist wenn inhaltlich zum „B-Plot“ gesprungen wird. Dieser zeigt dann immer mal was die anderen Mitarbeiter Kazama und Sakurai machen und es juckt mich halt wirklich nicht die Bohne, weil die beiden einfach nicht interessant genug sind. Ja, sie sind scheinbar auch zu blöd mal richtig Klartext zu reden, aber es wirkt irgendwie immer nur so, als würde man hier irgendwas rauszögern. Wenn man inhaltlich einfach gar keinen Bock auf die ganzen Schulserien mehr hat, aber dennoch mal eine romatische Komödie haben will, ist man hier zumindest gut aufgehoben. Es ist eine entspannte Zeit, wenn man keinerlei Erwartungen hat und den Zug-Joke mit dem zu kleinen Tunnel nicht zu ernst nimmt, ist man gut bedient.

Kazama, Sakurai, Igarashi und Takeda. (links von rechts)


Charaktere


Igarashi ist eine Tsundere, aber eher eine harmlose und nicht so extrem wie eine Taiga aus Todadora die rumprügelt oder halt nur rumzickt. Sie ist halt sehr verunsichert in vielen Situationen, ihre Meinung sagt sie natürlich dennoch wenn ihr was nicht passt, aber im Grunde ist sie wie ein zu lautes, kleines Meerschweinchen. Süß, quietscht manchmal, aber ansonsten relativ harmlos. Takeda beschreibt man am besten als laut, lacht viel, ärgert gerne ein wenig Igarashi aber hat dennoch ein gutes Herz, wenn er auch hier und da reichlich unsensibel ist. Wahrscheinlich könnte er bei den Damen beliebt sein und war es teils hier und da schon, hängt dann nach der Arbeit aber viel lieber mit Igarashi ab und die gehen dann meist Ramen essen und/oder ein Bier trinken. Man könnte in diesem Fall sagen – das übliche halt. Ob er nur aus freundschaftlichen Gründen so beschützend dem kleinen Zwerg ist, wer weiß, aber es ist ganz nett anzusehen und das ist was trotz nicht vollendeter Sachen immer noch sehr schön ist. Ich glaub, mehr kann man dazu nicht sagen.

Sakurai und Kazama hab ich oben kurz erwähnt, sie sind die Hauptpersonen des sogenannten B-Plots und haben natürlich auch mit Igarashi und Takeda zutun wenns um Arbeit und auch teils Freizeit geht, meistens sieht man die beiden aber eher zusammen in den verschiedensten Situationen. Kazama traut sich mal wieder nicht irgendwas zu fragen, weil er „schüchtern“ ist, obwohl er ernst drein schaut und Sakurai? Typischer „hat große Brüste“ und ist „ne ganz liebe“ Charakter, weswegen sie im Büro auch bei anderen Mitarbeitern beliebt ist. Ich mag den B-Plot der beiden einfach 0, find beide nicht sympathisch oder nett, auch nicht Sakurais kleiner Bruder Yuuto der von Zeit zu Zeit auftaucht. Sind für mich im Grunde wie Hintergrundgeräusche, tragen nur bedingt wirklich was zu bei.

Bei den Nebencharakteren gibt es aber zumindest hier und da noch ein paar Charaktere die witzig bis in Ordnung sind. Zum Beispiel ist da die seltsame Kollegin Mona, die einfach wie aus dem Nichts auftaucht, eine Flasche Whisky mit sich rumschleppt, Igarashi komisch antatscht, diverse Situationen schwieriger macht – sie ist ganz witzig, hatte aber noch keine wirklich eigene Screentime eigene Folge um sie wirklich beurteilen zu können. Igarashis beste Freundin Natsumi, die sie schon aus der Schule kennt, kommt nicht regelmäßig vor – neckt Igarashi dann aber auch meist nur und ist bei Ausflügen oder Unternehmungen dabei. Ich mag sie nicht, aber hassen tu ich sie auch nicht – sie ist mir schlichtweg egal. Wer aber tatsächlich immer abgeht, ist Igarashis Opa, der im Anime schon hin und wieder erwähnt wird und hier zu jedem Zeitpunkt entweder beschützend nach Tokyo fährt, weil seine Enkelin bedrückt klingt oder glaubt sie hätte ernsthafte Probleme. Seine Ausraster sind einfach recht laut und funny, das ist alles. Kommt natürlich auch nicht immer vor, aber es ist tatsächlich nicht übel.

Ich mag sie beide nicht, einfach zu normal.


Zeichnungen & Animationen


Was man so sieht ist schon recht simpel gehalten, wir wollen mal ganz ehrlich sein. Bei den Damen hat man mal detailreichere Gesichter, die aber immer noch sehr moemäßig sind und bei den Herren ist es … eine wilde Mischung, würde ich mal sagen. Gut, der Chef vom Büro hat kein richtiges Gesicht, aber beim Rest kann man das schon so sagen. Wenn wir Igarashis-Opa und Takeda mit den relativ muskulösen Körbauten an der Stelle mal ignorieren, sind die meisten Charaktere doch sehr normal schlank gebaut. Halt, das was man aus Anime so kennt, was soll ich dazu jetzt groß sagen? Man hat den Stil aus dem Manga ziemlich gut übertragen und nochmal gut in Anime übertragen, was bei den meisten Webmanga die ich so gesehen habe aber eigentlich keine schwere Aufgabe sein sollte. Auf dem ähnlichen Level sind dann auch die Animationen, das flippigste hier ist wahrscheinlich das Opening.


Musik & Synchronisation


Ich hab im letzten Punkt schon über das Opening geredet, das ist schon ziemlich lebhaft und flippig. Wie ich das schreibe, klinge ich schon sehr stark wie ein Boomer, aber ich meine damit halt sehr fröhlich und aufgeweckt. Das Ending ist dann ähnlich wie viele Endings ein langsames Lied das man durchlaufen lässt oder nicht – so machen das ja mittlerweile wirklich viele Anime. Zu den Hintergründstücken kann ich aber nicht viel sagen, da fallen mir nicht genug ein um sie bewerten zu können.

Bei der japanischen Sychronisation hat man zur Abwechslung nicht zu sehr auf Veteransprecher gesetzt, auch wenn ein paar bekannte Stimmen dabei sind. Igarashi hat man zum Beispiel in Love Live Nijigasaki als Setsuna gehört, was doch sehr anders klingt – ich hätte sie so tatsächlich gar nicht erkannt. Sakurai wird von Saori Hayami gesprochen, die eine extrem lange Liste an bekannten Rollen hat (Nino Arisugawa, Yumeko Jabami, Alanta … die Liste ist sehr, sehr lang), Mona von Aoi Koga (Kaguya in Love is War, Komi in Komi-san) und Sakurais kleine Bruder von Yui Horie (auch ziemlich bekannt und aktiv seit Ende der 90er, zu lange Liste). Bei den Damen hat man nicht gesparrt, bei den männlichen Sprechern kenn ich dann aber relativ wenige, Takeda klang aber ziemlich passend und Igarashis Opa von Akio Ootsuka (Rider in Fate/Zero und so auch sehr viele andere coole Rollen) sprechen zu lassen passt wie die Faust aufs Auge – beste Besetzung hier, keine Frage. Hört sich für den OmU-Schauer generell sehr gut an, sollte es einen Dub geben gibt den deutschen Sprecher von Rider bitte die Rolle vom Opa – danke.


Wie begründe ich nun meine Bewertung, hm … ich hatte echt viel Spaß. Romantische Komödien in der Schule sind halt hart ausgelutscht, aber das hier kann man sich zur Abwechslung auf jeden Fall geben. Der einzig bittere Nachgeschmack ist halt, das weder Igarashi wirklich weiter kommt und das Pärchen aus dem B-Plot auch nicht, aber das könnte man mit einer potenziellen zweiten Staffel regeln. Vielleicht mag ich auch nur Pärchen mit extremen Körpergrößenunterschied oder mag den Humor, das Slice of Life-Genre hat mir aber schon länger keinen Spaß gemacht und ich sitze hier und denk mir – hehe, das war lustig. Wer nicht auf den Dub warten will, ließt den Manga – ich hab es anders rum gemacht, aber kann ja jeder gern machen wie er mag. Zum Abschalten und ein wenig Spaß haben reicht das hier und die Charaktere sind auch ganz nett.


Bewertung

7 von 10 Punkten

Ein Gedanke zu „My Senpai is Annoying – Review

  1. Klingt okay, und ja: Romantische Komödie mal nicht an einer Schule ist schon was anderes, und dringend gewollt. Die B-Plott Figuren klingen wenig interessant „hat große brüste und ist nett“ da rolle ich ja schon die Augen, ich brauche mehr Damen mit „kanten“ in animes. Ich mochte auch LIFE LESSONS WITH URAMICHI, da spielt die Comrdy in einem Serien-Filmstudio, das hat eine ähnliche Dynamik, ist aber etwas bissiger ^^

Schreibste mal was, aber denk dran - das hier ist nicht Tellonym.

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